Barbara Tschach und Wolf-Dieter Idung stellen Werke aus

Kunst im Hüder Dorfhaus

Barbara Tschach (r.) und Wolf-Dieter Iding präsentieren noch bis zum 10. Juli ihre Werke im Hüder Dorfhaus. Sabine Hacke, Leiterin des Dümmer-Museums, führte in die Ausstellung ein. - Foto: Bechtel

Hüde - Von Christa Bechtel. Sie sind nicht nur ‚unterwegs‘ von Ort zu Ort, sondern auch von Format zu Format, von Technik zu Technik, vom Naturalistischen zum Abstrakten. Vom Detail kommen sie zu minimalistischen Farbaufträgen, um ein Bild harmonisch für den Betrachter und für sich selber zu gestalten: Barbara Tschach aus Hüde und Wolf-Dieter Iding aus Bilfingen. Beide Künstler stellen bis kommenden Sonntag, 10. Juli im Hüder Dorhaus über 70 ihrer Werke aus. Der Titel: „Unterwegs“.

„Ich bin ganz begeistert und konnte es gar nicht erwarten“, gab Bruno Matzke vom Hüder Dorfverein zur Vernissage in seiner Begrüßung zu. Besonders freute er sich, dass Barbara Tschach „in einer Nacht- und Nebelaktion“ es noch geschafft habe, das Hüder Dorfhaus zu malen.

„Unterwegs“ sei ein wunderbares Motto, hob Sabine Hacke, Leiterin des Lembrucher Dümmer-Museums hervor, die in die Ausstellung einführte und veranschaulichte: „Was wir hier heute präsentiert bekommen ist ein Bilderbogen deutscher und europäischer Landschaften. Landschaften, die man gerne bereist, Bilder, die einladen, dort mal hinzufahren.“

Die Ausstellung sei harmonisch, aber doch nicht harmonisch. Hacke: „Es sind totale Gegensätze, die den Betrachter hineinziehen – man muss sich nur darauf einlassen.“ So sei „Unterwegs“ auch ein Motto für die Betrachter: „Sie sind unterwegs mit den Künstlern in den Landschaften, in den verschiedenen Bildern, Motiven, in der Art und Weise der Darstellungen.“ Nachfolgend ging Sabine Hacke auf die Biografien der beiden Maler ein. Barbara Tschach habe in den letzen Jahren neun (Mal-)Lehrer gehabt. „Aber sie ist immer noch unterwegs“, meinte die Rednerin. Wolf-Dieter Iding sei geprägt von Architektur, Malerei und Design. Aber er betone: „Das Bauhaus hat mich geprägt.“

Wolf-Dieter Iding malt in Öl und Acryl. „Sein Prospekt der Bilder, die hier hängen, ist ganz vielfältig“, unterstrich Hacke. Vielfältig seien die Landschaften oder die Art und Weise, wie er sie vorstelle – mal Norwegen, mal Frankreich, mal Deutschland, ganz viel Hüde, „wo er seit zehn Jahren Feriengast ist. Wo er gerade ist, malt er.“ Stets habe er seine Skizzenbücher dabei; einige findet man in der Ausstellung.

„Seine Skizzen sind ganz unterschiedlich. Mal als Bleistift- oder Kohlezeichnung, mal schon farbig gefasst.“ So würden im Nachhinein in seinem Atelier ganz viele Bilder entstehen. Hacke: „Er wechselt in seinen Bildern von flächigen Entwürfen, wie bei der norwegischen Landschaft, hin zu Detailtreue und teilweise einer grafischen Bearbeitung.“

Im Wechselspiel tausche Iding mal die Form, mal die Farbe oder stelle die Wirkung der Farbe in den Vordergrund. „Diesen kreativen Moment, den er in seiner Arbeit spürt, bewältigt er mit Farbe und Technik. Was letztlich als Bild herauskommt ist ganz einmalig“, akzentuierte Hacke.

„Barbara Tschachs Aquarell-Bilder, manchmal mit Pastellkreide, Tusche, wirken ruhig, sind aber trotzdem lebendig, voller Gegensätze“, ging die Museumsleiterin nun auf die am Dümmer beheimatete Künstlerin ein, die in sanften Tönen, im harmonischen Einklang der Farbe und der Komposition malen würde. Hacke: „Dieser perfekte Moment für sie wird dann ganz individuell von ihr dargestellt und bearbeitet. Es entstehen sehr naturalistische Bilder.“ Aber Barbara Tschach sei auch als Malerin unterwegs. Nicht von Ort zu Ort, sondern sie habe, jetzt im zehnten Jahr ihrer Malerei begonnen, das Wagnis der Reduktion einzugehen. „Vielfach die Reduktion der Form. Dass sie das Naturalistische verlässt und auf das Wesentliche in ihren Bildern kommt“, erläuterte die Museumsleiterin. So würden die Bilder der Künstlerin zunehmend expressionistisch. „Indem sie die Farben zueinander in Beziehung setzt und somit das fotografische Abbild verlässt und es in den Hintergrund tritt“, verdeutlichte Hacke, die an dieser Stelle exemplarisch auf verschiedene Werke wies. Barbara Tschach definiert es so: „Ich komme vom Naturalistischen zum Minimalistischen.“

Bis Sonntag, 10. Juli kann die Ausstellung täglich von 15 bis 18 Uhr im Hüder Dorfhaus besucht werden.

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