„Skulpturengarten Dümmersee“ in Hüde öffnet ab dem 29. Mai seine Tore für kunstinteressiertes Publikum

Elf Künstler veranschaulichen Bewegung

Der Bildhauer Willi Reiche (l.) aus Wachtberg mit Pascal Sani beim Aufbau. - Foto: Bechtel

hüde - Von Christa Bechtel. Bald ist es wieder soweit. Nach den Erfolgen der vergangenen Jahre öffnet die Künstlerin Gerlinde Buddrick ab Sonntag, 29. Mai, 15 Uhr, zum sechsten Mal ihren „Skulpturengarten Dümmersee“ in Hüde.

„Bewegung bewegt“ lautet in diesem Jahr das Motto, das elf Künstler zu einem Augen- und Sinnesschmaus in Bewegung – emotional, sinnlich aber auch physisch – umsetzen. Ausstellende Künstler sind diesmal Bildhauer Heiko Börner, München; Keramikerin Heidrun Kohnert, Bassum; Bildhauer Ulrich Kuhlmann, Velen; Bildender Künstler Karl Menzen, Berlin; Bildender Künstler Karl Möllers, Springe; Bildender Künstler Janis Elias Müller, Bremen; Schauspieler und Dozent Jost von Papen, Münster; Bildhauer Edvardas Racevicius, Greifswald; Bildhauer Willi Reiche, Wachtberg; Bildhauerin Marina Schreiber, Betzin; und als Gastgeberin die Bildende Künstlerin Gerlinde Buddrick aus Hüde.

„Schon als ich die Ausstellung „Klang:Raum“ vor zwei Jahren hatte, habe ich gemerkt, wie begeistert die Besucher waren, selbst Hand anzulegen, etwas zu hören oder zu machen“, erzählt Gerlinde Buddrick, wie sie den Impuls für das diesjährige Motto bekam. So werde es zum Beispiel Bewegung über den Wind geben; teilweise werde sie auch elektrisch angetrieben. „Man muss immer einen Auslöser drücken, damit etwas in Bewegung gesetzt wird“, verdeutlicht die gebürtige Bromerin. Der Reiz der Ausstellung sei, so die freischaffende Künstlerin in den Bereichen „Malerei“, „Plastik“ und „Design“, „dass Kunst und Natur eine Symbiose eingehen.“

„Kontakt mit den Künstlern aufnehmen, sie auswählen – die Vorarbeiten machen echt Spaß“, gibt die Hüderin unumwunden zu. Aber: „Vier Wochen vor der Ausstellungseröffnung – das ist die schlimmste Zeit, die immer mit viel Aufregung verbunden ist.“ So musste sie noch Skulpturen vom letzten Jahr abräumen. Dankenswerterweise durfte sie mit einem Fahrzeug über die Nachbarwiese fahren. „Da ist dann das Auto mit Anhänger aufgrund der Nässe versackt, sodass ich einen Radlader organisieren musste, der es wieder herauszog. Etwas, was die Nachbarn mit Fassung getragen haben“, stellt sie voller Dankbarkeit dar. Sobald alle Werke stehen, werden noch einige Erdkabel verlegt.

Strom benötigt nämlich auch Willi Reiche, der über Pfingsten seine Kunstwerke aufbaute. So initiiert er mit einem „Seepferdchen“ auf einer kleinen Wasserfläche Bewegung. Über einen elektrischen Impuls versprüht die originelle Skulptur, deren Grundkorpus ein Klavier war, Wasser. „Ganz große Bühne – kleiner Strahl“ heißt dagegen Reiches Riesenskulptur. Wie ein Bühnenvorhang hängen Schläuche im Hintergrund. Davor setzte der Bildhauer mit seinem Freund Pascal Sani Räder in verschiedenen Größen, die sich drehen. Und Wasser spielt ebenfalls eine Rolle.

Zur Vernissage am 29. Mai gibt es nicht nur wie immer Kaffee und Kuchen, sondern auch eine Performance mit dem Titel „Nach dem Tanz“. Andy aus Osnabrück und Thijs aus Holland werden auf einem eigens dafür aufgebauten besonderen Tanzboden von Karl Möllers einen Tango tanzen. Dafür schüttet der Künstler aus Springe rote Farbe auf den Boden, sodass das Paar seinen Tanz auf den Platten nachzeichnet. Da diese Aktion gefilmt wird, können sich Besucher später über einen QR-Code mit ihrem Smartphone den Tango nochmals anschauen. Denn nach der Vernissage kann der Skulpturengarten bis zum 28. August jeden Samstag von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 12 bis 18 Uhr am Katenweg 14 in Hüde besucht werden. Sonderöffnungszeiten sind nach Absprache für Gruppen ebenfalls möglich. Weitere Informationen werden im Internet erteilt.

www.skulpturengarten-duemmersee.de

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