Kreisposaunenfest in Lemförde mit 90 Blechbläsern aus dem Kirchenkreis

Miteinander musizieren schenkt Lebensfreude

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Begeistert ist der zehnjährige Noah aus Barnstorf. Die Tuba lässt erste Töne hören.

Lemförde - Von Heidrun Mühlke. „Blasmusik schenkt Lebensfreude“ – diese Bestimmung erfüllten am Sonntag die Posaunenchöre beim Kreisposaunenfest in Lemförde. Bereits der morgendliche Auftakt mit einem sommerlich leichten Kurrendeblasen der Musiker mit ihren goldglänzenden Instrumenten in Lemförde und Quernheim machte Lust auf ein abwechslungsreiches abendliches Konzert während des Gottesdienstes in der Kapelle des Diakonissen Mutterhauses.

Im Gotteshaus feierten die Blechbläser gemeinsam mit der Kirchengemeinde und vielen Gästen aus Nah und Fern ihr Kreisposaunenfest. In regelmäßigen Abständen, allerdings nur alle zwei bis drei Jahre wird ein solches Fest unter den mitwirkenden Posaunenchören aus dem Kirchenkreis veranstaltet.

„Für die Musiker ist es ein ganz besonderes Erlebnis, in einem solch großen Chor mitzuspielen“, erklärt Landesposaunenwart Christian Fuchs aus Wimmer. Sein Dank galt den engagierten Bläsern und gleichermaßen den Leitern der Posaunenchöre. „Macht weiter so und tragt das heute Erlernte in eure Chöre“, so Fuchs nach den klangvollen Proben.

Am Sonntag waren rund 90 Bläser der Einladung des Lemförder Posaunenchores gefolgt. „Es macht einfach Freude überregional mit anderen Bläsern zu spielen“, nannte Ralf Rehker seine Beweggründe das Fest zu organisieren. „Miteinander musizieren macht einfach nur Spaß“, brachte es Ulrike Glindermann vom Sulinger Posaunenchor auf den Punkt. In Lemförde ging das letzte Kreisposaunenfest vor 14 Jahren im Jahr 2001 über die Bühne.

Verschiedene

Besetzungen

Nach einer Andacht in der Kapelle des Diakonissen Mutterhauses wurde in verschiedenen Besetzungen geübt und gespielt. Alte und neue Musik, von aktuellem Pop über Klassik bis hin zu kirchlicher Notenliteratur reichten die Stücke, die unter der Leitung des Landesposaunenwartes Fuchs angestimmt wurden. „Für die Bläser ist es immer wieder eine große Herausforderung, sich auf neue Dirigenten einzustellen“, sagt Peter Sorgatz vom Lemförder Posaunenchor, jeder Kapellmeister habe einen anderen Stil. Die Lemförder jedenfalls wären auf ihren Leiter Ralf Rehker eingestellt – da reiche schon die kleinste Bewegung des Dirigenten und die Bläser wüssten was zu tun sei.

Ein spezieller Workshop war für alle Jungbläser eingerichtet. Instrumentallehrer Ulrich Schmidt aus Syke und Kantorin Meike Voss-Harzmeier leisteten intensivste Probenarbeit mit den 15 Anfängern, damit auch sie bei dem abschließenden Gottesdienst musikalisch mitwirken konnten.

Für alle interessierten Gäste hatten die Initiatoren einen Bläser-Schnupperkursus eingerichtet. Gerne durfte getestet werden, wie und ob man aus Tuba, Trompete und Co. Töne herausbekommt. Hier durften Interessierte verschiedene Instrumente ausprobieren, ihr Lungenvolumen testen und Fragen stellen.

„Wer wissen will, wie es sich anhört, wenn Bläser schon eine Weile geübt haben, wie verschieden die Instrumente klingen und welche Stilrichtungen es in der kirchlichen Bläsermusik gibt, der darf den Abschluss-Gottesdienst nicht versäumen“, gab Instrumentallehrer Schmidt den Nachwuchs-Bläsern mit auf den Weg.

Den Beginn des Abendgottesdienstes in der Kapelle eröffnete dann ein klangvolles Posaunenspiel mit „Vertraut den neuen Wegen“.

Mit ausgewählten herrlichen Vorspielen wurden die anschließenden Choräle zum Mitsingen für die vielen Gottesdienstbesucher eröffnet. Landesposaunenwart Fuchs war es während der tagesfüllenden Proben gelungen, die neun Posaunenchöre des Kirchkreises zu einem potenten Klangkörper zu festigen.

Pastor Eckhart Schätzel begrüßte die Gläubigen und sah in dem Zusammenspiel der Posaunenchöre aus dem Kirchenkreis ein ganz besonderes Geschenk für den Gottesdienst. Die Predigt hielt Superintendent Klaus Priesmeier und die Osnabrücker Landessuperintendentin Birgit Klostermeier stattete dem Gottesdienst einen Besuch ab. Im Rahmen der Visitationsgottesdienste hatte sie in der zurückliegenden Zeit verschiedene Kirchengemeinden besucht und freute sich, im Kirchenkreis viel Neues und gleichwohl viele kleine Kostbarkeiten zu entdecken. Besonders gut gefalle ihr heuer der Gottesdienst mit so vielen Bläsern. „Ich finde es richtig klasse“, betonte sie freudig.

Für einen fröhlichen Schlusspunkt sorgten die Bläser am Ende, die die Gläubigen mit dem Stück „Klezmoresque“ aus dem feierlichen Gottesdienst entließen.

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