Von Vivaldi bis Winehouse

Reichlich Applaus für „Musikverein Altes Amt Lemförde“ im Rittersaal

Auch die Solisten ernteten Applaus.
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Auch die Solisten ernteten Applaus.

Lemförde - Von Ulrich Krause. Der Amtshof in Lemförde hatte am Samstagabend mal wieder ein „volles Haus“. Diesmal war keine Einweihung von neuen Büroräumen der Samtgemeindeverwaltung die Ursache, sondern ein restlos gefüllter Rittersaal. Der „Musikverein Altes Amt Lemförde“ gab sein jährliches Konzert.

Wie gewohnt seit 1951 am Samstagabend vor dem 2. Advent, wie der erste Vorsitzende Dr. Meyerrose erklärte, und an diesem Abend mit Unterstützung von zwei Flötistinnen: Dagmar Henseleit und Dr. Kristin Bertram. Einer Festschrift von 1991 ist es zu entnehmen: die Wurzeln des Musikvereins reichen bis in das Jahr 1891 zurück. Damals gegründet als ein „Lehrermusikverein“.

Schauspielhäuser haben einen Orchestergraben und eine Bühne. Im Amtshof sitzen die Zuhörer mit den Musikern und Vortragenden auf Augenhöhe, fühlen und erleben so ein Konzert aus nächster Nähe und genau das macht es wohl unvergesslich. Auch die schnarrende Bühnenklingel aus dem Theater wird im Rittersaal überflüssig: reicht die Stimme des Dirigenten einmal nicht, hilft ein Posaunist aus und bläst das Jagdsignal zum „Sammeln“ nach der Pause. Mit solcher Nähe zu den Künstlern fühlt man sich in die Zeit der früher bekannten „Salonkonzerte“ hineinversetzt.

Humorvolle Moderation

Alle Besucher hatten einen Platz gefunden, zusätzlich wurden noch weitere Stühle hereingetragen. Der 1. Vorsitzende, Dr. Karl-Wilhelm Meyerrose, begrüßte das Publikum und das Orchester. Der Dank ging an Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe, der als Hausherr gastfreundlich den Saal zur Verfügung gestellt hatte, und der selbst an diesem Abend im Publikum saß. 

Es gab in der Eröffnungsrede 10- (Elke von Behren, Antje Fiestelmann und Klaus Bauer), 20- (Hartmut Engelmann, Dr. Matthias Henseleit) und 30- (Dr. Meyerrose) jährige Mitgliedschaften zu ehren und vier neue Mitglieder des Orchesters (Silke Witte, Vanessa Lell, Thieß Mengedoth und Johannes Schult) waren in diesem Jahr mit dabei. Durch das Konzert führte Dr. Matthias Henseleit in seiner Funktion als Moderator und Konzertpianist am Flügel und am Keyboard. Humorvoll leitete er zu den einzelnen Stücken über.

Ein restlos gefüllter Rittersaal: Der „Musikverein Altes Amt Lemförde“ gab hier am Samstag sein jährliches Konzert.

Wenn nun die Dauerbeschallung mit „last christmas“ und „jingle bells“ auf Weihnachtsmärkten und in den Einkaufszentren einsetzen wird, war dieses Konzert wohl die letzte Möglichkeit, fast ohne Weihnachtsmusik über die Runden zu kommen. Allerdings „Feliz Navidad“ und „I wish you a merry christmas“ waren an diesem Abend willkommene Melodien zur Einstimmung auf das Konzert vor der offiziellen Begrüßung durch Dr. Karl-Wilhelm Meyerrose.

Der zweite Vorsitzende, Stephan Flore führte als Dirigent und Orchesterleiter die Musiker durch die Kompositionen. Deutlich zu spüren: dieses Orchester spielte miteinander im Konzert. Und da, wo in den Stücken vorgesehen, waren dann auch die Solisten zur Stelle.

Der erste Block vor der Pause war der Klassischen Musik gewidmet. Nach der Pause folgte dann der Block der Filmmusik, allesamt waren es unvergessene Melodien. Unter den Zuhörern war vielfach Mitsummen der Texte und leises Singen zu hören. Man sagt „Applaus ist das Brot des Künstlers“. 

Zuschauer fordern drei Zugaben ein

Und Samstagabend gab es reichlich Applaus für das Orchester. Selbstverständlich, dass den Musikern dadurch Zugaben entlockt wurden. Insgesamt waren es dann drei. Am Schluss gab es „Stille Nacht, heilige Nacht“. Das Weihnachtslied, das in allen Sprachen der Welt zuhause ist. In unzähligen Weihnachtsfilmen ist es zu hören und darum also auch hier genau richtig.

Das Konzert spannte einen Bogen von Vivaldi bis hin zu Amy Winehouse. Stephan Flore, Dr. Karl-Wilhelm Meyerrose und Dr. Matthias Henseleit erklärten noch, dass die Akustik im Rittersaal hervorragend für das Konzert war und dass man leider keine größeren Säle zur Verfügung hat. Auch einen solchen hätte man wohl „voll“ bekommen.

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