Bürgermeister Marco Lampe zum neuen Festwirt und dem Markt

„Konzept auf Bedürfnisse der Besucher zugeschnitten“

Bürgermeister Marco Lampe.

Brockum - Von Gerhard Scheland. Eines ist Marco Lampe seit seiner ersten Wahl im Jahre 2011 ganz sicher: Fünf Jahre älter geworden. Mit damals 34 Jahren war er der jüngste Bürgermeister im Bereich der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“. Jetzt hat er gerade sein 39. Lebensjahr vollendet und steht während der konstituierenden Sitzung des Brockumer Gemeinderates vor einer möglichen Wiederwahl.

Derzeit stehen Lampe und sein zehnköpfiges Ratsteam vor einer jedes Jahr wiederkehrenden Herausforderung: Von Samstag, 29. Oktober, bis Dienstag, 1. November, steht die kleine Ortschaft im südlichsten Zipfel des Landkreises Diepholz wieder ganz im Zeichen des Brockumer Großmarktes, der inzwischen mindestens 458. Auflage. Vermutlich stehen schon wieder mehr als 200 000 Besucher in den Startlöchern, um die Besonderheiten des bedeutenden Volksfestes hautnah mitzuerleben.

Der Großmarkt an sich, aber auch der aktuelle Planungsstand und die personellen Veränderungen im Rat sind Gründe genug, um dem Brockumer Bürgermeister ein paar Fragen zur bevorstehenden „fünften Jahreszeit“ in der kleinen Ortschaft Brockum mit ihren gerade mal 1 050 Einwohnern sowie den Besonderheiten des weithin bekannten viertägigen Volksfestes zu stellen.

Herr Lampe, welches Ergebnis haben die Kommunalwahlen in Brockum gebracht und wie wirken sich die personellen Veränderungen im Rat auf die Organisation des Großmarktes aus?

Marco Lampe: Neun von elf Ratsmitgliedern haben sich erneut der Wahl gestellt. Damit war vorher bereits klar, dass wir mindestens zwei neue Mitstreiter bekommen. Die Brockumer waren mit der geleisteten Arbeit des Rates offensichtlich so zufrieden, dass alle neun Kandidaten des „alten“ Rates erneut das Vertrauen geschenkt wurde. Somit wird unsere Marktleitung in diesem Jahr neben den aktuellen Ratsherren Dirk Fouquet und Sebastian Lüsse von den zukünftigen Mandatsträgern Andro Schmalge und Michael Komnick verstärkt.

Jedes Jahr überrascht der Marktausschuss mit mindestens einer Neuheit. 2015 war es die auf Anhieb gut gelaufene Tierschau. Wird der Bereich weiter ausgebaut und was dürfen die Besucher noch erwarten?

Lampe: Die Tierschau ist im Jahr 2015 aus unserer Sicht wirklich schon sehr gut gelaufen und was uns gefreut hat, auch von den Besuchern angenommen worden. Trotzdem haben Thorsten Buschmann seitens des Rates und Martin Seidl von der Bayern Genetik ein paar Dinge gefunden, die verbesserungswürdig sind. Eine Vergrößerung ist bei uns ja bekanntlich nicht so einfach. Ich würde daher von einer möglichen Optimierung sprechen.

Mit der Familie Brügging hat der Rat in der ersten Jahreshälfte neue Betreiber für das frühere Bayernzelt gefunden. Was erwarten Sie von der künftigen Zusammenarbeit mit den Event-Profis aus dem emsländischen Werlte?

Lampe: Viel wichtiger finde ich, was die Marktbesucher vom neuen Festwirt erwarten können. Der Rat hat es sich bei der Ausschreibung und bei dem Wechsel nach fast 30 Jahren mit dem ehemaligen Betreiber Manfred Arlinghaus nicht leicht gemacht. Ein Arbeitskreis und im Anschluss der gesamte Rat haben sich für das Zwei-Zelt-Konzept der Familie Brügging entschieden. Hier gibt es neben der Programmvielfalt im Festzeltbereich auch die Möglichkeit im separaten Restaurationszelt zu verweilen. Das Getränke- und Preiskonzept ist auch auf die Bedürfnisse der Marktbesucher zugeschnitten. Nach dem Markt werden wir sehen, ob es angenommen wurde. Ich persönlich freue mich auf die Zusammenarbeit mit der Familie Brügging.

Dem Vernehmen nach sollen die Parkplatzgebühren rund um das Brockumer Feiergelände in diesem Jahr angehoben werden. Können Sie dazu etwas sagen?

Lampe: Im Vorfeld des Marktes spricht der Rat mit den unterschiedlichen Gruppen und Organisationen. Bei der Zusammenkunft mit den Parkplatzbetreibern wurde auch über die Gebühren gesprochen. Die Betreiber haben sich mehrheitlich dafür ausgesprochen, ab diesem Jahr vier Euro zu erheben. Der Gemeinderat hat auf die Entscheidung keinen direkten Einfluss. Uns war nur wichtig, dass es einheitliche Preise gibt, damit wir nicht in der Marktleitung Fragen beantworten müssen, sondern die Betreiber auf ihren Flächen.

Sie haben im Zusammenhang mit der 458. Auflage des Brockumer Großmarktes drei Wünsche frei. Welche wären das?

Lampe: Schönes Spätherbst-Wetter, friedliche Besucher und allen Mitgestaltern einen guten Verlauf – an allen vier Tagen.

Weitere Informationen gibt es online auf der Großmarkt-Homepage:

www.brockumer-grossmarkt.de

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