Abschlussjahrgang 1952 der Mittelschule Diepholz schwelgt in Erinnerungen

Klassentreffen in der Orchideenzucht

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Die Absolventen des Jahrgangs 1952 der Diepholzer Mittelschule trafen sich in der Lemförder Orchideenzucht, um Erinnerungen auszutauschen. Die Klassentreffen finden alle drei Jahre statt.

Lemförde - Ihren Schulabschluss haben sie schon seit 65 Jahren in der Tasche. Geblieben ist eine tolle Klassengemeinschaft des Abschlussjahrgangs von 1952. Jetzt trafen sich einige der ehemals 35 Schüler – damals waren es 25 Jungen und zehn Mädchen der Diepholzer Mittelschule – in der Lemförder Orchideenzucht.

Groß war die Freude am Mittwochnachmittag unter den ehemaligen Schülerinnen und Schülern, die mittlerweile schon das Alter von 80 Jahren überschritten haben. Obwohl bei weitem nicht alle im Landkreis Diepholz leben, haben sie sich nie aus den Augen verloren.

„Wir treffen uns alle drei Jahre“, erklärte die Diepholzerin Gisela Gothe-Boehnke, die mit Werner Giesecke aus Dickel, Kurt Hartmann aus Bremen, Heinrich Piening aus Hüde und Helmut Uetrecht aus Lemförde das Treffen organisiert hatte. Zunächst trafen sie sich nach ihrer Schulentlassung alle fünf Jahre. „Der Zeitraum wurde aber zu lang“, sagt Gothe-Boehnke, inzwischen seien bereits einige ehemalige Schulkameraden verstorben und man würde ja schließlich nicht jünger.

„In den ersten zwei Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Bedingungen etwas schwierig“, erinnern sich die Ehemaligen. Das Gebäude der Mittelschule sei Lazarett der englischen Besatzung gewesen. Die Klassen wurden auf die vorhandenen Schulräume in Diepholz verteilt. In der ersten Zeit gab es darum nur jeden zweiten Tag drei Stunden Unterricht. „Naja, ich denke, uns hat es damals nicht zu sehr gestört“, erinnerten sich die Teilnehmer schmunzelnd. Leider seien aber auch so schöne Nebenfächer wie Musik, Zeichnen oder Sport weggefallen.

Gute Erinnerungen haben die ehemaligen Schüler noch an ihre damaligen Klassenlehrer. Besonders an Friedrich Kuhlmann. „Wir waren nach der großen Pause alle nicht wieder in unseren Klassenraum gegangen“, wussten die Schüler noch. Kuhlmann habe sie eingesammelt und ihnen erklärt, dass der nächste Schulausflug ohne sie stattfinden werde. Und gesagt – getan. „Wir hatten sechs Stunden Unterricht bei ihm, während alle anderen Schüler irgendwo im „Blauen“ waren.“ Reichlich Gelegenheit, Erinnerungen wie diese auszutauschen, hatten die ehemaligen Mittelschüler nach der Führung durch die Orchideenzucht beim anschließenden Kaffeetrinken. hm

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