38 Kinder nehmen an der Ferienkistenaktion „Filzen“ teil/Entspannung und Meditation

Spielen mit Wasser und Seife pures Vergnügen

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Begeistert probierten Leni Mattfeld (r.) und Alexa Thrien die Technik des Nadelfilzens aus. Foto. Bechtel

Lemförde - „Ich fand das cool wegen der Eulentasche. Und ich habe auch noch eine Lesemaus gemacht“, schwärmte Janne Lindemann. „Wir haben mal mit einer Freundin von meiner Mutter gefilzt. Das fand ich gut und deswegen habe ich mich angemeldet“, erklärte Hannah Biermann, die ebenfalls eine Lesemaus kreierte. „Die musste man ordentlich kneten, sonst wäre sie auseinander gefallen“, so ihr Tipp.

Janne und Hannah gehörten zu den 38 Kindern, die sich zu der Ferienkistenaktion „Filzen“ angemeldet hatten. Veranstalter war die Arbeitsgemeinschaft „Ferienkiste“ Altes Amt Lemförde selbst. Ort des Geschehens war der Werkraum der Grundschule Lemförde. Die „Ferienkiste“ hatte sich allerdings als Expertin – wie in den Jahren zuvor – Ulla Sparmeieraus Rahden eingeladen, die seit 1998 als Dozentin an verschiedenen Institutionen tätig ist. Im Gepäck hatte Sparmeier wieder Filzwolle im Vlies in herrlichen Farben, die ideal zum Nass- und Trockenfilzen geeignet ist.

„Das Spielen mit Wasser und Seife ist für die Kinder ein pures Vergnügen. Wir werden die bunten losen Fasern so fest kneten, dass sie nicht mehr voneinander zu trennen sind“, verdeutlichte die Fachfrau, die sich freute, dass sich für den ersten Kurs 15 Kinder angemeldet hatten. In der Technik des Nassfilzens stellten sie die bereits erwähnten Lesemäuse her. Letztendlich entstanden etliche schnuckelige Exemplare, die den Betrachter mit ihren kleinen Knopfaugen nun liebevoll anschauen.

Im zweiten Kurs fertigten dann 13 Kinder exzellente Eulentaschen, die sicher in Zukunft für Aufsehen sorgen werden. Oder den Wunsch bei anderen Kindern wecken, solch eine Tasche ebenfalls herzustellen. Das Trockenfilzen, zu dem man Wolle und spezielle Filz-Nadeln benötigt, stand im letzten Kurs für zehn Kinder auf dem Programm. Unter ihren geschickten Händen entstanden originelle Geheimniseulen.

„Dadurch, dass aus losen Wollfasern, Wasser, Seife und viel Geduld eine feste Struktur entsteht, ist das auch eine Art Entspannung und Meditation“, ist sich Ulla Sparmeier sicher. Das Filzen mit Wolle sei zudem ein ganzheitliches Angebot, verbinde die Förderung der Sinneswahrnehmung wie Fühlen, Greifen, Riechen, Sehen. Außerdem schule die Technik die Aufmerksamkeit und Konzentration, fördere die Fein- und Grobmotorik von Fingern, Händen und Armen und beeinflusse Selbstwahrnehmung, Kreativität und Fantasie positiv. Das Wichtigste aber: „Filzen macht einfach Spaß!“, betonte die Rahdenerin. „Die Kinder waren alle sehr motiviert und engagiert bei der Sache. Am Ende hielten alle stolz ein Ergebnis in Händen“, freute sich Ferienkisten-Vorsitzende Cordula Lindemann über die positive Resonanz.

cb

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