Bürgermeisterwahl in Lemförde: Herausforderer erhält 76 Prozent

Kantersieg für Lars Mentrup

Amtswechsel und Zimmerwechsel im Lemförder Rathaus: Bauamtsleiter Lars Mentrup wird Bürgermeister, so will es eine große Mehrheit der Wähler.
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Amtswechsel und Zimmerwechsel im Lemförder Rathaus: Bauamtsleiter Lars Mentrup wird Bürgermeister, so will es eine große Mehrheit der Wähler.

Lemförde – Kantersieg für den Herausforderer: Bei der Bürgermeisterwahl in der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ setzte sich am Sonntag der bisherige Bauamtsleiter Lars Mentrup klar durch und tritt zum 1. November die Nachfolge von Rüdiger Scheibe an.

Die Stimmen der Bürgermeisterwahl wurden als erste ausgezählt und um 18.51 Uhr stand fest: Mentrup konnte 3 190 Stimmen und somit 75,83 Prozent auf sich vereinen, mehr als das Dreifache der Stimmen als Amtsinhaber Rüdiger Scheibe, der auf 1 017 Stimmen kam, was einem Anteil von 24,17 Prozent entspricht.

Die Wahlbeteiligung stieg. Von 7 164 Wahlberechtigten gaben 4 269 Wählerinnen und Wähler ihre Stimme ab, 62 waren ungültig. Die Wahlbeteiligung      lag     somit          bei 59, 59 Prozent. 2014, als mit Rüdiger Scheibe lediglich ein Kandidat zur Wahl stand, hatte die Beteiligung bei 47,11 Prozent gelegen.

In allen 16 Wahllokalen beziehungsweise Briefwahlbezirken lag Mentrup deutlich vor dem bisherigen Amtsinhaber.

„Ich bin mehr als geflasht“, sagte Mentrup in einer ersten Reaktion. „Ich freue mich wahnsinnig.“

Der 49-Jährige bedankte sich bei allen Wählerinnen und Wählern. Außerdem gelte sein besonderer Dank „meiner Familie und den vielen Freunden, sowie den Vertretern der CDU und der FDP, die mich im Wahlkampf unterstützt haben.“

Noch keine Antwort fand er auf die Frage, was die Gründe für das klare Wahlergebnis gewesen sein könnten. „Das auf die Schnelle zu sagen ist unmöglich, ich kann das noch gar nicht reflektieren. Ich denke, wir haben alle zusammen einen Super-Wahlkampf gemacht“, auch der Einsatz der Sozialen Medien habe sehr gut funktioniert, so Mentrup.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es so klar wird“, räumte der bisherige Amtsinhaber Rüdiger Scheibe ein. „Aber die Mehrheit hat entschieden und ich wünche meinem Nachfolger viel Erfolg.“

Was seine persönliche Zukunft betrifft, stehe lediglich fest, dass er zum 1. November in Pension gehen wird, darüber hinaus müsse man abwarten, was sich ergebe, so der 64-Jährige.

Anders als bei vorherigen Wahlen konnten die Kandidaten, Unterstützer und anderen Interessierten das Ergebnis nicht bei einer öffentlichen Wahlparty im Amtshof entgegennehmen. Die Veranstaltung war vor einigen Tagen mit Blick auf die Corona-Lage abgesagt worden.

Die beiden Wettbewerber verfolgten die einkommenden Ergebnisse daher zu Hause: Lars Mentrup im Kreise von Nachbarn, Freunden und Unterstützern, bei bester Stimmung, Rüdiger Scheibe im Familienkreis in seiner Wohnung in Lemförde, später am Abend „in den Reihen der SPD“, wie er berichtete.

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