Musikverein „Altes Amt Lemförde“ feiert am 3. Dezember

Jubiläumskonzert zum 125. Geburtstag

Unter der Leitung von Stephan Flore (r.) probt das Orchester des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“ derzeit besonders intensiv für das Jubiläumskonzert am 3. Dezember. - Foto: Bechtel

Brockum - Im Juni 1891 wurde auf Initiative des damaligen Lehrers und späteren Kantors Wilhelm Jacobs der Musikverein als „Lehrermusikverein“ gegründet.

Die Lemförder Lehrer Harling, Wessel, Heinemann, Tormöhlen, Liebeck, Graef, Scheuer und der Stemshorner Lehrer Jacobs trafen sich wöchentlich im Hotel Hockemeier in Lemförde (später Hollmeyer und Kowohl) und übten so fleißig, dass sie bereits am 10. November 1891 ihr erstes Konzert geben konnten.

Noch heute probt das Orchester des Musikvereins „Altes Amt Lemförde“ unter der Leitung seines engagierten Dirigenten Stephan Flore jeden Donnerstag im Landgasthaus Koch in Brockum. Keinesfalls „verstaubt“, sondern frisch und dynamisch. Zurzeit üben die Instrumentalisten, die zum Beispiel aus Aldorf, Hille, Drebber, Stemwede, Preußisch Oldendorf, Hunteburg, Diepholz, Wagenfeld und aus der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ kommen, besonders intensiv. Denn am Samstag, 3. Dezember, 20 Uhr, wird der 125. Geburtstag mit einem besonderen Jubiläumskonzert im Lemförder Rittersaal gebührend gefeiert. Dazu sind schon heute Alt und Jung eingeladen.

Woran liegt es, dass ein Orchester 125 Jahre besteht? „Ich leite seit 22 Jahren das Orchester. Ich weiß nicht, was meine Vorgänger gemacht haben. Aber eine gesunde Mischung aus Alt und Neu anbieten, sodass auch Jüngere angesprochen wurden, zu uns zu kommen. Erfreulicherweise in den letzten Jahren wieder vermehrt Streicher“, erklärt Stephan Flore, der in den letzten Monaten als neue Orchestermitglieder Jule Randermann, Querflöte, Olaf Angermeier, Trompete, und Jule Pansing, Geige, begrüßen konnte. Besonders wichtig ist ihm: „Dass die Musiker mit in die Stückauswahl eingebunden werden.“ Das sei nicht so einseitig, sondern: „Ich lerne etwas, sie lernen“, betont der Orchesterleiter, der sich immer über Nachwuchs im großen Klangkörper freut.

„Es ist die Musik und die Freude, Musik zu machen. Wenn die hochgehalten und die Leute genügend motiviert werden und Stücke, die sie auch selber schön finden, spielen dürfen: Das reicht aus, um ein Orchester so lange überstehen zu lassen“, meint Vorsitzender Dr. Karl-Wilhelm Meyerrose, der hinzufügt: „Zumal sich die Musikrichtungen im Laufe der 125 Jahre stark verändert haben. Eine große Sache ist natürlich auch die Führung“, unterstreicht der Vorsitzende mit Blick auf Stephan Flore.

Eröffnet wird der Konzertabend am 3. Dezember mit dem „Sextett in C-Dur“ von Johann Christian Bach. Mit der „Toccata in D-Minor“ folgt der Vater, Johann Sebastian Bach. Zu „Selections from Mary Poppins“ entführt das Orchester das Publikum in die Welt der Musicals. Als Solistin wird Annalena Grube mit dem Oscar prämierten Song „Let It Go“ aus dem Soundtrack „Die Eiskönigin“ die Zuhörer bezaubern. 

Aber auch der Song „Hallelujah“ – er ging um die Welt – des gerade verstorbenen Singer-Songwriters Leonard Cohen wird einen besonderen Stellenwert im Konzert einnehmen. Und: „Die ‚Her(t)zschrittmacher‘ treten in alter und neuer Besetzung auf“, verrät Karl-Wilhelm Meyerrose strahlend. 

„Dieses Mal ist sehr viel Unterhaltungsmusik dabei“, ergänzt Flore und weist beispielsweise auf „Lemon Tree“ oder „Wind of Change“. Der Eintritt zu dem Konzert ist wie immer frei. Natürlich würden sich die Orchestermitglieder über einen rappelvollen Rittersaal freuen. Der schönste Lohn für ihr monatelanges Proben.

cb

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