Vorbereitungen für den Brockumer Großmarkt gehen in die Endphase

Jetzt wird abgesteckt

Jährlich wiederkehrendes Ritual für den Brockumer „Vergnügungsausschuss“: Daniel Steiner, Manfred Lübker, Marktmeisterin Nicole Thrien und Freddy Lübker (von links) sind derzeit dabei, auf dem mehr als 70 000 Quadratmeter großen Feier-Areal entlang der Marktstraßen die Standflächen für die mehr als 400 Beschicker des Brockumer Kram- und Vergnügungsmarktes zu markieren.

Brockum - Die täglichen Telefonate sind für Nicole Thrien inzwischen Routine. Bereits im dritten Jahr bekleidet die Brockumer Mandatsträgerin im Markt-Team den wichtigen Posten der Marktmeisterin. In der Funktion ist sie Ansprechpartnerin für alle Angelegenheiten, die im Zusammenhang mit dem 458. Brockumer Großmarkt stehen.

Das weithin bekannte viertägige Volksfest beginnt am Samstag, 29. Oktober, und endet am Dienstag, 1. November, mit dem traditionellen Viehmarkt. Die Marktmeisterin erwartet, ebenso wie die übrigen Brockumer Mandatsträger mit Bürgermeister Marco Lampe an der Spitze, wieder 200 000 Besucher und mehr.

Bei den täglichen Anrufen von Schaustellern aus allen Teilen Deutschlands geht es überwiegend um freie Standplätze. Freundlich aber bestimmt vertröstet die Ratsfrau die Anrufer zumeist auf nächstes Jahr: „Probieren Sie es 2017 erneut, für 2016 sind alle Plätze schon lange vergeben.“

Das sagt die Marktmeisterin nicht ohne Grund: „Während der festgelegten Frist bis Ende März sind wieder weit mehr Bewerbungen eingegangen als Plätze zur Verfügung stehen. Wenn wir alle Anfragen berücksichtigen würden, dann könnten wir schon jetzt die nächsten zwei bis drei Märkte beschicken“, blickt Nicole Thrien auf die Sichtung und Auswertung der Bewerbungen.

Weil der Termin für den Brockumer Großmarkt immer näher rückt, nimmt die ehrenamtliche Tätigkeit für Nicole Thrien täglich mehr an Fahrt auf. Und dabei beschränkt sich die Arbeit nicht nur auf abendliche Telefonate und die Beantwortung von Anfragen am Wochenende. Gemeinsam mit den Ratsmitgliedern Manfred Lübker, Daniel Steiner und Freddy Lübker hat die Marktmeisterin auf dem mehr als 70 000 Quadratmeter großen Festplatz mit einem jedes Jahr wiederkehrenden Ritual begonnen: Das für den Vergnügungsteil des Marktes verantwortliche Ratsquartett ist derzeit dabei, die Standflächen für die mehr als 400 Beschicker des Kram- und Vergnügungsmarktes auszumessen und zu markieren.

Ein Großteil der weißen Markierungspunkte, die Jahr für Jahr mit langen Nägeln in den Schotterboden gerammt werden müssen, sind bereits in der Erde. „An den nächsten Wochenenden machen wir weiter“, wissen die vier Mitglieder des Vergnügungsausschusses, „denn erfahrungsgemäß reisen die ersten Schausteller direkt nach dem Ponymarkt in Hunteburg mit ihren Geschäften bei uns an.“

Mit Hammer, Nägeln und Maßband bewaffnet, machte sich das Ratsquartett beim Auftakt-Treffen an die Arbeit, um nach den beantragten Größenvorgaben der Beschicker die ersten Standflächen zu markieren.

„Zunächst messen wir die kleineren Flächen aus, dann folgen die Plätze für die großen Fahr- und Vergnügungsgeschäfte“, beschreibt Nicole Thrien die dringend notwendigen Arbeiten. „Wir bemessen die Flächen so großzügig, dass immer noch kleinere Korrekturen nach oben oder unten möglich sind, wenn die Schausteller ankommen“, ergänzt sie.

Neben einigen schon aus den Vorjahren bekannten Fahrgeschäften erwartet der verantwortliche Ausschuss für den Vergnügungsmarkt auch wieder ein paar neue Attraktionen, die bei den Besuchern vier Tage lang für Nervenkitzel sorgen sollen: Den Freefalltower „The Flash“ beispielsweise oder die Geisterbahn „Scary House“.

Das schon weithin sichtbare Wahrzeichen des Marktes aber ist und bleibt das annähernd 50 Meter hohe Riesenrad „Around the World“ der Familie Cornelius.

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