Deutsche Meisterschaften in Schwerin

Jens Dannhus und Eike Lauzsus holen Silber im Segeln

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Jens Dannhus und Eike Lauzsus (rechts) haben mit dem Jollenkreuzer „FriDa“ den zweiten Platz bei der Deutschen Meisterschaft in Schwerin geholt.

Lembruch - Sie sind alte Hasen im Segeln, waren schon bei unzähligen großen Wettkämpfen erfolgreich, trotzdem waren die Deutschen Meisterschaften in Schwerin in der vergangenen Woche für Jens Dannhus und seinen Vorschoter Eike Lauzsus ein besonderes Erlebnis – und das nicht nur, weil die beiden Mitglieder des Segler-Clubs Lembruch mit dem 15er Jollenkreuzer „FriDa“ die Vizemeisterschaft holten.

Der ausrichtende Schweriner Seglerverein hatte anlässlich seines 125-jährigen Jubiläums gleich eine ganze Festwoche mit zahlreichen Regatten veranstaltet, darunter Deutsche Meisterschaften in vier Bootsklassen. Allein für diese Wettkämpfe waren rund 120 Boote auf dem Wasser. „Es ist schon ungewöhnlich, dass ein Segelclub so viele Wettkämpfe parallel ausrichtet“, weiß Dannhus, der normalerweise nicht vor so großer Kulisse segelt. „Wenn man bei der Siegerehrung auf dem Podest steht und einem 400 Leute zujubeln, ist das schon ein gutes Gefühl.“ Auch dann, wenn man den ersten Platz nur knapp verfehlt hat. Drei Punkte trennten Dannhus und Lauzsus am Ende vom Sieg.

Die Woche hatte für die beiden Lembrucher eigentlich perfekt begonnen. Auf die Eigenheiten des großen Schweriner Sees und die dortigen Windmuster hatten sie sich gut eingestellt, das Boot war perfekt auf die Bedingungen vorbereitet. Die Vorregatta gewannen sie deutlich. Auch nach dem ersten Meisterschaftslauf lagen sie in Führung. „Aber im zweiten Rennen haben wir uns etwas nervös machen lassen. Da hätten wir die drei Punkte mehr holen können, die uns am Ende fehlten“, blickt Dannhus zurück. Sie verloren die Führung und konnten sie in den folgenden Läufen nicht mehr zurückerobern. Dennoch ist das Duo sehr zufrieden. Immerhin war es der erste gemeinsame Wettkampf für Dannhus und Lauzsus.

Beide kennen sich nach eigenem Bekunden schon lange. Als sich abzeichnete, dass Dannhus' Stammvorschoter, mit dem er schon etwa 20 Jahre segelt und unter anderem 2000 und 2013 Deutscher Meister wurde, aus gesundheitlichen Gründen nicht starten konnte, übernahm Eike Lauzsus den Platz. Obwohl erst 20 Jahre alt, hat auch er schon jede Menge Erfahrung vorzuweisen. „Ich bin durch meine Eltern früh zum Segeln gekommen und habe mit sechs Jahren meinen ersten Segelschein gemacht“, berichtet er. Seit 2008 sei er durchgehend bei Deutschen Meisterschaften dabei gewesen.

Der erfahrene Steuermann Dannhus und der junge Vorschoter Lauzsus haben sich in Schwerin gut ergänzt. „Man muss sich auf dem Boot gut verstehen, sonst funktioniert es nicht“, so Dannhus. Gerade bei viel Wind sei ein Jollenkreuzer ein sportliches Boot. Daher sei es von Vorteil, einen sportlichen Vorschoter zu haben, der schnell auf Veränderungen reagieren könne, hebt Dannhus die Vorzüge des 20-Jährigen hervor. Lauzsus seinerseits profitierte nach eigener Aussage von der Erfahrung seines Steuermanns. „Da kann man immer noch was lernen.“

Nicht nur auf dem Boot, sondern auch abseits der Rennen hatten die beiden Lembrucher zusammen viel Spaß. „Wir werden sicher noch mal zusammen segeln“, ist sich Jens Dannhus darum sicher.

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