Jahrgänge 1964/1965 begehen goldene Konfirmation in Brockum/Pastor entführt Jubilare nach Babylon zu Jesaja

Kraft schöpfen für den nächsten Lebensabschnitt

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Die goldenden Konfirmandinnen und Konfirmanden des Jahrgangs 1965 mit Pastor Langrehr-Tell (l.).

Brockum - Wer fünfzig Jahre nach der Konfirmation sich noch einmal mit seinem Jahrgang zusammenfindet und eine Jubelkonfirmation begeht, kann dabei im Lichte von Gottes Wort den eigenen Lebens- und Glaubensweg bilanzieren und Kraft schöpfen für den nächsten Lebensabschnitt. Das taten am Sonntag auch die Jahrgänge 1964 und 1965, die ihre goldene Konfirmation in der Brockumer Kirche feierten.

Mit ihrer Musik bereicherten den Festgottesdienst an der Orgel Melanie Schlüter, der Posaunenchor unter der Leitung von Ulrike Haake sowie der Kirchenchor unter der Leitung von Ulrike Haake und Melanie Schlüter.

Wie vor einer Woche in Burlage entführte Pastor Konrad Langrehr-Tell auch die Brockumer Jubelkonfirmanden nach Babylon zu Jesaja, dem Propheten Gottes, der den Exilanten wieder einmal ihre Fehler vorhalten und billiges Wasser verkaufen will. „Kommt herbei – hier ist Wasser des Lebens“, ruft der Prophet. „So billig, so einfach könnt ihr nie wieder drankommen.“ Wie ein guter Verkäufer verzweifelt er fast daran, dass die ‚Kunden’ sein Angebot nicht annehmen wollen. „Sie stolpern umher, basteln sich das, was wir heute Patchwork-Religion nennen würden, nehmen aus allen Religionen, allen Kulten das, was ihnen gerade einleuchtet – und werden doch nicht glücklich damit“, erklärte der Geistliche. Die einfache Botschaft des Predigers würden sie aber an sich abprallen lassen: „Wasser des Lebens ist euch schon längst gegeben, damals bei Abraham, damals beim Auszug aus Ägypten, damals in den Verheißungen an David.“ Langrehr-Tell: „Damals, als Jesus zu den Menschen kam, können wir als christliche Gemeinde ergänzen.“

„So wie Israel bei dem Propheten lernen muss, dass es keine direkte Kontinuität gibt, so müssen wir heute vielleicht auch lernen, dass Tradition nicht bedeutet krampfhaft an der Überlieferung festzuhalten, sondern Tradition festhalten bedeutet, sie weiter zu schreiben, sie zu leben“, wünschte sich der Pastor, der vom Jahrgang 1965 Edelhard Lampe, Gerd Beneker, Heinrich Striethorst, Wolfgang Klein, Reinhard Uetrecht, Heinrich Fenne, Liesel Hafer geb. Lüdeker, Helga Nagel geb. Meyer, Rita Koch geb. Janus und Gudrun Meyer geb. Wellmann neu einsegnete.

Goldkonfirmanden des Jahrgangs 1965 waren Heinz Willmann, Friedhelm Weghorst, Reinhard Schnabel, Friedrich Lampe, Margrit Gebauer geb. Mattlage, Ilse Thiedig geb. Rennegarbe, Annegret Kütenbrink geb. Meyer, Helga Potthast geb. Höffelmeyer, Ingeborg Dolezik geb. Walthelm, Elisabeth Zimmler geb. Hodde, Erika Klös geb. Jacob und Else Steinmüller geb. Lampe. Während eines leckeren Mittagessens im Gasthaus „Am Markt“ in Brockum wurden dann noch so manche Erinnerungen getreu dem Motto „weißt du noch?“ ausgetauscht.

cb

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