Internist Peter Hambach informiert beim DRK-Frühstück in Lemförde über die Gefahren der Volkskrankheit Nummer eins

„Hoher Blutdruck hat dramatische Folgen für Gefäße und Herz“

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Internist Peter Hambach (links) informierte beim DRK-Frühstückstreffen über die Gefahren des Bluthochdrucks.

Brockum - „Bluthochdruck gilt als Volkskrankheit Nummer eins. Ist der Blutdruck zu hoch, dann besteht Handlungsbedarf.“ Das machte Peter Hambach, leitender Oberarzt für Innere Medizin im Diepholzer Krankenhaus, während des sechsten DRK-Frühstückstreffens im Landgasthaus Koch in Brockum deutlich. Vorsitzende des DRK-Ortsverein Altes Amt Lemförde, Monika Meier-Rüffer freute sich, annähernd 80 Gäste begrüßen zu können.

Wie Bluthochdruck entsteht, warum er so gefährlich ist und was man dagegen tun kann, erläuterte der Fachmediziner am Sonnabendvormittag nach einem ausgiebigen Frühstück. „Mit der größte Beratungswunsch in deutschen Arztpraxen liegt beim Bluthochdruck“, machte Hambach deutlich. Betroffen von Hypertonie, so der Fachbegriff, sind Hambach zufolge schätzungsweise mehr als 30 Millionen Deutsche. Von denen ließen sich nur rund 20 Prozent der Frauen und zehn Prozent der Männer ausreichend behandeln. Bluthochdruck kann die Gefäßwände verändern und zu Schäden an Herz, Blutgefäßen, Nieren und Hirn führen. Mögliche Folgen sind Schlaganfall, Herzinfarkt oder Nierenversagen. „Hoher Blutdruck hat dramatische Folgen für Gefäße und Herz“, so Hambach, man könne glücklicherweise aber viel tun, damit es nicht so weit komme. Achtsam werden sollte man ab einem Wert von etwa 140/90. „Der optimale Wert liegt bei etwa 120/80“, so der Arzt. Die Ursachen für Bluthochdruck liegen laut Hambach größtenteils in einer ungesunden Lebensweise: Übergewicht, zu viel Alkohol, Rauchen und zu wenig Obst und Gemüse begünstigten Bluthochdruck gleichermaßen wie zu wenig Bewegung oder zu viel Stress.

Rechtzeitiges Gegensteuern jedoch könne Schlimmstes verhindern. Und das ginge nicht ausschließlich mit Medikamenten. Die Veränderung des Lebensstils könnte die Einnahme von Medikamenten weitestgehend überflüssig machen. „Achten Sie auf ihre Ernährung und Ihr Gewicht, vermeiden Sie zu viel Salz, ernähren Sie sich fettarm, stellen Sie das Rauchen ein und trinken Sie nicht übermäßig viel Alkohol“, gab Hambach den Zuhörern als praktische Tipps für den Alltag mit auf den Weg.

Im Anschluss an den Vortrag erläuterte Stefan Korte, Ausbilder beim DRK, den Umgang mit dem Defibrillator zunächst theoretisch und danach praxisnah. Monika Meier-Rüffer erinnerte vor der Verabschiedung an die Weihnachtsfeier am Dienstag, 8. Dezember, im Landgasthaus Koch in Brockum. Ab 15 Uhr erwartet die Gäste ein weihnachtliches Programm, unter anderem eine Harfespielerin, die zudem Märchen aus aller Welt erzählt.

hm

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