17 Drehtage verbringt sie in Schweden

Inga Lindström: Claire aus Lembruch spielt Mädchen im Rollstuhl

Vor der Filmkamera: Arian Wegener aus Lembruch dreht in Bayrischzell eine Folge der Serie „Frühling“, seine Schwester Claire reist zu Dreharbeiten für eine Inga-Lindström-Verfilmung nach Schweden.
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Vor der Filmkamera: Arian Wegener aus Lembruch dreht in Bayrischzell eine Folge der Serie „Frühling“, seine Schwester Claire reist zu Dreharbeiten für eine Inga-Lindström-Verfilmung nach Schweden.

Vier Wochen Ferien in einer wunderschönen Gegend in Schweden verbringen und dabei seinem Hobby nachgehen – genau das hat Claire Wegener aus Lembruch vor sich. Wobei das, was die 13-Jährige als Hobby bezeichnet, für andere ein Beruf wäre. Claire Wegener reist zu Dreharbeiten ins schwedische Nyköping, wo sie eine Rolle in einer Romanverfilmung von Inga Lindström übernimmt. „Geliebter Sven“ heißt das Filmprojekt.

Lembruch –Dabei ist das Drehen für die Schülerin aus Lembruch nichts Neues. Seit 2016 hat sie schon häufiger als Kinderdarstellerin vor der Kamera gestanden. In einer „Wendy“-Zeitschrift hatte sie gelesen, dass die bei Mädchen überaus beliebte Geschichte der jungen Reiterin Wendy verfilmt werden sollte, und dass dazu Darsteller gesucht würden. Sie überredete ihre Eltern zu einer Bewerbung, wurde zum Casting eingeladen und bekam schließlich die Rolle der Merle in diesem Film. So entstand auch der Kontakt zu einer Agentur in Köln, über die Claire weitere Rollen bekommen hat, unter anderem in einem weiteren Wendy-Film.

Inga Lindström: Claire soll querschnittsgelähmtes Mädchen spielen

Für die Rolle der Line im Filmprojekt „Geliebter Sven“ ging alles ziemlich schnell. Offenbar war Claire genau die Kandidatin, die die Filmemacher sich vorgestellt hatten. „Und mir hat das Drehbuch gefallen“, erzählt die Schülerin. 17 Drehtage sind in Schweden geplant. Dabei ist ihre Rolle alles andere als einfach, denn sie soll ein Mädchen spielen, das querschnittgelähmt und deshalb auf einen Rollstuhl angewiesen ist.

Coachs am Set erklären ihr, worauf sie zu achten hat. Aber Claire bereitet sich auch schon selber auf diese Rolle vor. Zuhause lernt sie den Umgang mit einem Aktivrollstuhl. „Den hat uns das Sanitätshaus Bödeker aus Diepholz zur Verfügung gestellt. Das finde ich wirklich klasse“ freut sich Mutter Corinna Wegener.

Claire Wegener wächst auf Pferdehof in Lembruch auf

Die Schauspielerei ist übrigens nicht das einzige Hobby von Claire Wegener. Sie reitet auch für ihr Leben gerne, ist gerade Vize-Landesmeisterin geworden. Wie gut, dass sie auf einem Pferdehof in Lembruch aufwächst. Ob sie später einmal der Schauspielerei oder dem Reitsport oder vielleich etwas ganz Anderem den Vorzug geben wird? Mit 13 Jahren muss Claire diese Entscheidung zum Glück noch nicht treffen.

Die Leidenschaft für die Schauspielerei teilt sie mittlerweile mit ihrem acht Jahre jungen Bruder Arian. Auch der hat schon einige Filmszenen eingespielt. Allerdings nicht mit Pferden oder in malerisch-schönen Landschaften. Bei Arian ist mehr Action angesagt. Zu sehen war er schon in Krimiserien wie „Polizeiruf 110“ oder „Helen Dorn“ oder in der Kult-Action-Serie „Alarm für Cobra 11“. In diesen Tagen nun dreht er in Bayrischzell eine Folge für die Serie „Frühling“ mit Hauptdarstellerin Simone Thomalla.

Inga Lindström: Dreharbeiten in Schweden verzögern sich

Mutter Corinna ist dabei natürlich an seiner Seite. Eigentlich hätte diese Folge der Serie längst „im Kasten“ sein sollen. Corona-bedingt mussten die Dreharbeiten aber um mehrere Monate verschoben werden. Was zur Folge hat, dass sich die Drehtage der beiden Kinderdarsteller aus der Dümmergemeinde teilweise überschneiden. „Da springen zunächst andere Familienmitglieder ein, dass lässt sich alles organisieren“ erklärt Corinna Wegener, die nach Abschluss der Dreharbeiten von Arian ihrer Tochter nach Schweden nachreisen wird.

Eine Traumrolle hat die 13-jährige Claire derzeit nicht. Im Gegensatz zu ihrem Bruder. Der würde zum Beispiel gerne mal als Spiderman vor der Kamera stehen. Natürlich gibt es Grenzen, wenn Kinder vor der Filmkamera stehen. Maximal drei Stunden am Tag dürfen Kids unter 16 drehen – vorausgesetzt, Hausarzt, Schule und Jugendamt haben damit kein Problem.

Von Michael H. Dümer

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