Laut Polizei keine gravierenden Verstöße

Hüderin beklagt zu viele auswärtige Besucher am Dümmer

So soll es sein: Ein Spaziergang am Dümmer ist durchaus erlaubt – aber mit möglichst großem Abstand zu anderen. Foto: Reckmann
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So soll es sein: Ein Spaziergang am Dümmer ist durchaus erlaubt – aber mit möglichst großem Abstand zu anderen.

Hüde – Wenn im Frühjahr die ersten kräftigen Sonnenstrahlen die Luft wärmen, dann zieht es die Menschen nach draußen. Auch in diesen Zeiten der Corona-Pandemie, in denen die sozialen Kontakte minimiert werden müssen, ist ein Spaziergang mit einem Begleiter oder der Familie an der frischen Luft ausdrücklich erlaubt – sofern ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen eingehalten wird. Doch die vielen Menschen, die sich insbesondere am vergangenen Samstag am Dümmer tummelten, gehen der Hüderin Christine Hindemith zu weit.

In den Städten seien kaum Leute auf der Straße, aber bei schönem Wetter kämen alle zum Dümmer, um dort spazieren zu gehen. Die Campingplätze seien gesperrt, aber alle Parkplätze besetzt, beklagt sie. „Dass wir wegen Corona möglichst nicht außer Haus gehen sollen, außer zum Einkauf, müsste nun jedem klar sein. Die Einwohner bei uns halten sich dran, nur die Auswärtigen interessiert das überhaupt nicht.“ Sie habe sogar Nummernschilder aus Bielefeld oder Gütersloh gesehen, so Hindemith. Aus ihrer Sicht muss dagegen etwas unternommen werden, um die Anwohner zu schützen.

Mit ihren Bedenken hat sich die Hüderin auch an die Verwaltung in Lemförde gewandt. Aus Sicht der Gemeinde gebe es am Dümmer keine Probleme bezüglich der Einhaltung der Kontaktbeschränkung, erklärt Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe auf Nachfrage. Der Dümmer sei nun mal ein beliebtes Ausflugsziel – insbesondere bei schönem Wetter. Bei den Besuchern müsse es sich nicht nur um Tagesgäste handeln. „Der ein oder andere ist jetzt vielleicht auch in seiner Ferienwohnung“, vermutet Scheibe.

Polizeisprecher Thomas Gissing bestätigt, dass es in den vergangenen Tagen keine gravierenden Verstöße gegen das Corona-Kontaktverbot gab. Bei Kontrollen habe die Polizei nur in vereinzelten Fällen festgestellt, dass sich Menschen nicht an die gebotene Beschränkung sozialer Kontakte halten.

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