Reinhard Börger aus Barnstorf stellt seine neuesten Arbeiten auf Papier in Hüde aus

Aquarell trifft auf Blattgold im Dorfhaus

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Seit 1979 arbeitet Börger an seinen malerischen Fähigkeiten und startete 1985 als Hobbymaler mit verschiedenen Ausstellungen. 

Hüde - „Ich male schon seit ich denken kann, seit meiner Schulzeit“, erzählt Reinhard Börger. Am 8. Juni zieht es den Barnstorfer mit seiner aktuellen Ausstellung „Aquarell trifft auf Blattgold“ an den Dümmer. Am Freitag, 8. Juni, wird er auf Einladung des Dorfverein Hüde die Ausstellung um 19 Uhr mit einer Vernissage und Musik an der Harfe von Gertraude Büttner eröffnen.

Im Dorfhaus hängen dann für die nächsten zwei Wochenenden (9. und 10. Juni, 16. und 17. Juni, jeweils von 14 bis 18 Uhr) seine neuesten Arbeiten auf Papier.

Wer ist Reinhard Börger? Börger ist in Barnstorf und Umgebung vielen als „Macher“ bekannt. Seit mehr als 20 Jahren ist er ehrenamtlich in der katholischen Kirche und für die Ökumene aktiv. Börger ist Kommunalpolitiker aus Passion und wo Kunst zu sehen und zu erleben ist, da ist Reinhard Börger. „Was die Malerei angeht, bin ich Autodidakt.“ Der gebürtige Steinfelder, der in Vechta aufwuchs, lernte den Beruf des Vermessungstechnikers und war knapp 40 Jahre einem renommierten Vermessungsbüro in Barnstorf treu.

Seit 1979 arbeitet Börger an seinen malerischen Fähigkeiten und startete 1985 als Hobbymaler mit verschiedenen Ausstellungen, einzeln oder in der Gruppe. „Seit 1996 gestalte ich aus einem inneren Antrieb heraus in den Sommerferien die Aquarelltage für den Dekanatsbereich Twistringen“, ergänzt Börger sein ganzheitliches Denken von Arbeit und Leben, Leben und Arbeit. Dort wird nicht nur gemalt, sondern meditiert und kontemplativ entspannt. Auch Beten gehöre dazu.

Seit Jahren gestaltet er mit Freiwilligen die sogenannten „Hungertücher“ für die katholische Kirchengemeinde in Barnstorf Sankt Barbara und Hedwig, war die Leitung im Redaktionsteam der Festschrift-Broschüre zum 50. Geburtstag der Kirche. Sein Credo scheint das von Emil Oesch „Nimm dir Zeit“. Darin beschreibt der Autor, den Börger gerne zitiert, die Zeiten und ihre Gewinne: Nachdenken bringt Kraft, Frohsein ist Musik der Seele und Freundlichkeit das Tor des Glücklichseins.

Börger malt nicht nur selbst, sondern er hinterlässt durch sein Engagement für viele Generationen Kunst. So zum Beispiel durch seine Aktivitäten um den baskischen Künstler Xabier Egaña, der für die katholische Kirche das Altarbild „Die Krankheit der Armen ist allein die Armut“ 2007 fertigte. Es ist ein kritisches Bild mit der Botschaft „Hier leidet ein Mensch“ in Form von moderner religiöser Kunst. Börger organisiert auch Kunstreisen. Seit vier Jahren malt er mit seelisch erkrankten Menschen in Vechta.

Seinen eigenen Stil bezeichnet er so: „Malen ist mir eine große Freude und das mit leuchtender Farbigkeit.“

Da er beruflich viel herum kam, mag er Architektur, Landschaften, Details. Und mit seinem neuen Zyklus auch Gold. Aber nicht als Reichtum definiert, sondern eher als Zeichen und Symbol des Lichtes, des Glanzes. Gold als intensives Gelb und damit als Hoffnungsträger.

Bunt wird es im Dorfhaus werden und eine schöne Symbiose eingehen mit dem stoischen dunklen Fachwerk, das durch Gold und Aquarell Leichtigkeit bekommen wird. Spannend auch die Frage, wie zartes Aquarell mit dem flächigen Gold zusammengeht.

Börgers Menschengruppe erinnert zum Beispiel an Wassily Kandinskys „Improvisation 6“ (1910), seine Kuhweide an Heinrich Campendonk „Der Kuhstall“ (1920). Wenn er porträtiert, erinnert es an Alexej von Jawlensky, Henri Matisse oder André Derain und seine „Die Tänzerin“ (1906). Der Jugendstil wurde als „Moderne auf Goldgrund“ beschrieben und der Fauvismus als „Aus Form wird Ausdruck“.

Darüber sollten sich die Besucher mit Börger unterhalten. J sbb

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