Forscher untersuchen Wasserprobleme am Dümmer mit markierten Fischen

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Tote Fische treiben am Westufer des Dümmer Sees bei Diepholz in einem Blaualgenteppich.

Hüde / Lembruch -  Im Kampf für eine bessere Wasserqualität am Dümmer setzen Forscher auf die Unterstützung markierter Fische. Im Auftrag der Behörde Laves hat das Institut für Binnenfischerei aus Potsdam-Sacrow Mitte Dezember damit begonnen, über Zugnetze Karpfen und Brassen zu fangen, sie schonend mit Plastikfäden zu markieren und wieder zurückzusetzen.

Spätere Kontrollfänge der zwei meist bodennah lebenden Arten sollen helfen, ihre Gesamtbestände möglichst genau schätzen zu können. Sollten die Fische zahlreicher vorhanden sein, könnte ihr Wühlen am Gewässergrund die Probleme am Dümmer verstärken.

Laut Auskunft des Landessportfischerverbandes (LSFV) vom Dienstag sollen 2000 Fische markiert werden. Mit 800 glückte das schon im Dezember, bis auffrischender Wind die Arbeiten erschwerte, wie ein LSFV-Sprecher sagte. Die Fänge sollen im Januar fortgesetzt werden.

Der zwischen Osnabrück und Diepholz gelegene Dümmer, zweitgrößter Binnensee Niedersachsens, gilt seit Jahrzehnten als ökologisches Sorgenkind. Er ist im Schnitt nur einen Meter tief und wird von der Hunte gespeist, deren Einzugsgebiet Landwirte intensiv nutzen.

dpa

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