„Ich bin auch heute noch gerne hier“

Schwester Irmhild Espendiller verlässt Lemförde im Dezember

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Lemförde - Von Heidrun Mühlke. Schwester Irmhild Espendiller wird in naher Zukunft Lemförde verlassen, um sich neuen Aufgaben zu stellen. Im Rahmen des Stifter-Abends nutzte Pastor Marc Weber die Gelegenheit, der Ordensschwester, die das Hospizwesens in Lemförde einst mit auf den Weg gebracht hatte, einige Fragen zu stellen und ihren Lebensweg zu beleuchten.

Schon früh war sich Schwester Irmhild bewusst, welchen Weg sie einschlagen wollte. „Mit 19 Jahren war mir klar, was ich wollte, mit 20 wollte mein Vater mir noch nicht die Unterschrift geben und mit 21 unterschrieb er dann und mein Weg in den Orden begann.“ In der Erziehungsarbeit absolvierte sie ihre Ausbildung und arbeitete zunächst im Kinderheim in Beckum. „15 Jahre lang war ich dort voller Herzblut tätig, war für viele dort lebenden Mädchen und Jungen die Mutterfigur “, erinnert sich die Schwester, die noch immer Kontakte zu den damaligen Kindern pflegt, die heute auch schon über 50 Jahre alt sind.

Durch eine befreundete Schwester wurde 1990 das Interesse an der Hospizarbeit geweckt, bevor sie in Lemförde Pionierarbeit in Sachen Hospizarbeit leistete. 1993 stellte sie sich der Herausforderung und begann mit Schwester Irmtrudis ihre Arbeit. Die Kirchengemeinde übernahm die Trägerschaft für die Hospizarbeit und die Schwestern konnten im Pfarrhaus bei Pastor Theo Paul wohnen und wurden in das Gemeindeleben aufgenommen.

„Es gab viel Unterstützung von freiwilligen Helfern“, blickte Schwester Irmhild zurück. Recht zügig konnte ein stationäres Hospiz aufgebaut werden. Im Rückblick auf ihre annähernd 25-jährige Tätigkeit im Hospizwesen ist Schwester Irmhild besonders dankbar, dass sie als Ordensschwester in der Gemeinde sofort ihrem Platz, eben als Schwester in der Gemeinde gefunden hat. „Ich bin heute genauso gerne hier wie vor 25 Jahren, weil ich mich hier einfach wohlfühle“, betonte sie.

Mit dem Bewusstsein die Hospizarbeit auf den Weg gebracht und ihrer Arbeit in gute Hände gelegt zu haben, führt ihre neue Aufgabe sie in das Maria-Ludwig-Stift der Clemens-Schwestern nach Dülmen. Offiziell wird Schwester Irmhild Espendiller am 17. Dezember im Gottesdienst verabschiedet.

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