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Hobbymesse in Lemförde: Ein großer Ausprobiertag

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Von: Simone Brauns-Bömermann

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Bei der Hobbymesse in der Grundschule Lemförde probierten die Drittklässler vieles aus – zum Beispiel das Zusammenstecken von Schläuchen bei der Feuerwehr oder das Lichtpunktschießen und die nur ein kleines bisschen zu große Jacke bei den Schützen.
Bei der Hobbymesse in der Grundschule Lemförde probierten die Drittklässler vieles aus – zum Beispiel das Zusammenstecken von Schläuchen bei der Feuerwehr. © Brauns-Bömermann

Voltigieren? Musizieren? Schützenverein? mnOder doch lieber Feuerwehr? An der Grundschule Lemförde machten örtliche Vereine den Kindern der dritten Klassen Hobby-Angebote und luden zum Ausprobieren ein. „Rein in den Verein“ war das Ganze überschrieben.

Lemförde – Wallach „Sancho“ und der „Opti“ sind die Stars bei der Premiere der Hobbymesse in der Grundschule Lemförde. Für die dritten Klassen ist es ein „großer Ausprobiertag“ in Richtung zukünftiges Hobby. Acht Vereine- und Vereinsgruppierungen stellen sich den kritischen Augen der rund 70 Schüler, die von Station zu Station rotieren, sich informieren und natürlich auch ausprobieren dürfen.

Die Veranstaltung trägt den Titel „Rein in den Verein“ und ist flankiert durch das Projekt „KeLaWe“ (Keine Langeweile) des Teams Jugendarbeit des Landkreises Diepholz. Die Organisationsgruppe Sebastian Lampe, Ingo Jaeger, Mayra Klein und Schulleiterin Cordula Lindemann hatte schon 2019 ein Konzept für die Aktion erarbeitet, die aber coronabedingt verschoben werden musste. Im Hintergrund steht die Idee, die Jugendarbeit als Grundlage für den Fortbestand der Vereine zu stärken und Werbung für deren Angebote zu machen. Es soll eine jährlich wiederkehrende Aktion für jeden neuen dritten Jahrgang werden.

Bei der Hobbymesse ist für jeden etwas dabei. Bei Erik und Niels heißt es statt „Leinen los“ erst einmal „Schwimmweste an“. Erik, Jugendsprecher und Trainer der Seglervereinigung Hüde, wirbt auf dem Schulhof neben dem aufgeriggten Optimisten für Teamgeist zu Wasser und an Land. „Wenn Ihr Wasser, Wind und Wellen mögt, seid Ihr bei uns richtig.“ Als Landesstützpunkt Segeln wünscht sich die SVH zwar weitere junge Mitglieder, ist aber mit der Zahl junger Segler auch jetzt schon zufrieden. Aktuell renoviert sie einen ausrangierten Zirkuswagen auf dem Clubgelände als Treffpunkt für die Kinder und Jugendlichen.

Aus dem Raum mit dem Klavier hallen laute Posaunentöne: Hier ist viel Puste gefragt. Der Posaunenchor Lemförde sucht junge Bläser ab acht Jahren, ein Anfängerkurs startet am morgigen Mittwoch.

„Darf ich Deine Schützenjacke mal anziehen“, fragt Katharina in der Schulküche Sebastian Lampe. Die Küche ist zum Lichtpunktgewehr-Schießstand geworden, Vertreter der Schützenvereine erklären Schützenwesen und Schießsport. Schülerin Jette beaufsichtigt die Schießübung: „Du musst im ganzen Körper stabil sein und gut zielen“, erklärt sie. Die bleierne Jacke, rutschfeste Handschuhe und die steifen Schießschuhe zeigen die Ausrüstung eines Sportschützen.

Feuer auf dem Schulhof? Das ist in guten Händen. Das Experiment von Kinderfeuerwehrwartin Nadine Schliebe kommt gut an. „Wir können immer jungen Nachwuchs gebrauchen“, sagt Gemeindejugendfeuerwehrwart Arne Klös, ist aber mit den rund 30 Kindern und 30 Jugendlichen in den Nachwuchsabteilungen zufrieden.

Ganz im Zeichen des Sports präsentieren sich der TuS Lemförde und der Sportverein Friesen Lembruch. In Lemförde bietet der Sportverein Handball, Fußball, Turnen, Tischtennis und Schach. Das Schach ein Kopfsport ist, erklären Paul-Hermann Broi und Philipp Rest. Das Angebot findet bei den Schülern durchaus Anklang. Die Schach-Brett-Strecke ist sogar in der Pause besetzt. „Schach ist Taktik“, weiß Alea, die auch zu Hause Schach spielt und sich darum schon ein bisschen auskennt. Der TuS sucht für Projekte, Ideen und Vorstandsarbeit neue Köpfe. „Da kann man nie früh genug anfangen“, sagt Broi.

Bei der Hobbymesse in der Grundschule Lemförde probierten die Drittklässler vieles aus – zum Beispiel das Zusammenstecken von Schläuchen bei der Feuerwehr oder das Lichtpunktschießen und die nur ein kleines bisschen zu große Jacke bei den Schützen.
Auch ein Angebot: Lichtpunktschießen. Die Jacke dürfte allerdings noch ein bisschen zu groß sein. © Brauns-Bömermann

Auch der Pferdesportverein Lembruch-Huntetal freut sich immer über neue Reiter und Voltigierer. Um die Kinder auf den Geschmack zu bringen, hat der Verein seinen Voltigier-Wallach „Sancho“ mitgebracht.

Das Angebot von Kirche für Kinder in der Ökumene der Jugendorganisation aus katholischer und evangelischer Kirche stellen Ingo Jaeger und Mayra Klein im Musikraum mit einem Bodenmemory vor und machen ein verlockendes Angebot: „Wenn Ihr mal ohne Eltern verreisen wollt, könnt Ihr das mit uns.“

Nach der Tour durch die Stationen gehen die Schüler mit einem dicken Umschlag voller Freizeit-Tipps, Informationen zu den Vereinen, Telefonnummern und Namen ins Wochenende. Wetten: Viele Eltern erhielten den klaren Auftrag: „Mama, Papa meldet mich an.“

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