Uwe Zirz unterstützt Sanitätsdienst 

Hilfe vom Steinhuder Meer für den Brockumer Großmarkt

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Uwe Zirz aus Wunstorf (r.) ist Facharzt für Unfallchirurgie, Orthopädie und Rettungsmedizin. Bereits zum vierten Mal unterstützt der Mediziner vom Steinhuder Meer DRK-Bereitschaftsleiter Stefan Korte am ersten Tag des Brockumer Großmarktes beim ärztlichen Rettungsdienst.

Brockum - Für tatkräftige Unterstützung beim Sanitätsdienst beim Brockumer Großmarkt ist Stefan Korte immer dankbar. Ganz besonders für unverhoffte und externe Hilfe. Die hat der in der ostwestfälischen Ortschaft Arrenkamp wohnende Leiter der DRK-Bereitschaft Lemförde bereits vor vier Jahren in Person des 61-jährigen Uwe Zirz aus Wunstorf am Steinhuder Meer erhalten.

Der Facharzt für Unfallchirurgie, Orthopädie und Rettungsmedizin mit eigener Praxis ist verwandtschaftlich eng mit der Gemeinde Brockum verbunden. Dort lebt Schwager Andreas von Rekowski mit seiner Familie, und der gehört schon lange dem örtlichen Marktausschuss an. Als der Rettungsmediziner vor ein paar Jahren anlässlich eines Marktbesuchs in Brockum den Wunsch äußerte, mal einen Blick hinter die Kulissen des Sanitätsdienstes werfen zu wollen, waren die notwendigen Verbindungen schnell hergestellt.

Und nicht minder rasant sagte Uwe Zirz im Gespräch mit Stefan Korte zu, am Eröffnungstag des nächsten Großmarktes den ehrenamtlichen ärztlichen Rettungsdienst zu übernehmen. Seinen ersten Einsatz hatte der Wunstorfer 2013, zur Markteröffnung 2016 kommt er am Samstag, 29. Oktober, bereits zum vierten Mal. „Die Chemie hat auf Anhieb gestimmt“, erinnert sich der Bereitschaftsleiter und freut sich, „dass ich neben den fünf regionalen Notärzten mit einer weiteren Fachkraft planen kann.“ Das sei wichtig, „denn die heimischen Rettungsmediziner sind oft auch beruflich stark eingebunden.“ Deutlich macht Korte zudem, dass es extrem wichtig sei, dass der Dienst ehrenamtlich verrichtet werde.

Für Uwe Zirz ist es immer wieder reizvoll, nach Brockum zu kommen und einen Tag verantwortlichen notärztlichen Dienst zu leisten. „Die Leute hier sind nett, wir werden gut verpflegt, und tolle Gespräche gibt es auch“, freut sich Zirz schon auf seinen nächsten Einsatz. „Und nach Dienstschluss gibt es in der Marktleitung immer noch ein gekühltes Bier und ein Fläschchen ,Stutenpisse‘…“, ergänzt er schmunzelnd.

Dienste waren „überwiegend ruhig“

Von spektakulären Einsätzen ist der Facharzt aus Wunstorf bisher verschont geblieben. „In einem Jahr gab es mal einen dehydrierten entgleisten Diabetiker, im Jahr darauf musste ein Gallenkranker stabilisiert werden, aber ansonsten war es überwiegend ruhig“, fasst Zirz die schwereren Fälle der Vorjahre zusammen.

„Die Einsatzpläne stehen“, hat Bereitschaftsleiter Stefan Korte die Vorbereitungen für den viertägigen Sanitätsdienst in Brockum bereits abgeschlossen. „Samstag, Sonntag und Montag beginnt unser Dienst in den ehemaligen Umkleiden auf dem Marktgelände jeweils um 10 Uhr und endet, wenn das letzte Fahrgeschäft schließt – in der Regel zwischen Mitternacht und 2 Uhr morgens. Beim finalen Viehmarkt starten wir schon um 7 Uhr. Dafür endet der Dienst dann um 22 Uhr.“ Täglich seien zwischen zwölf und 18 ehrenamtliche Kräfte im Einsatz – Sanitäter, Rettungssanitäter und Rettungsassistenten. Samstags und dienstags am meisten, sonntags und montags etwas weniger. „Jedes Jahr leisten wir hier in Brockum zwischen 700 und 900 ehrenamtliche Stunden“, betont Korte. „Hört sich nicht gerade stressfrei an, ist aber gar nicht so schlimm. Auch deswegen, weil die Zusammenarbeit zwischen DRK und Marktleitung besser kaum sein könnte.“

Mit dem Aufbau und der Einrichtung in den früheren Umkleideräumen starten die Sanitäter wieder am Donnerstag vor Marktbeginn, für den Abbau benötigen sie noch einen halben Tag nach Marktende. „Wir sind hier gut ausgerüstet“, macht Stefan Korte deutlich. Und freut sich, dass die räumliche Enge der Vorjahre beendet ist: „In diesem Jahr wird im Nahbereich des festen Marktgebäudes erstmals ein mobiler Behandlungscontainer eingerichtet.“ Den drei Mal sechs Meter großen Container stellt die Firma Depenbrock mit Sitz im benachbarten Stemwede unentgeltlich zur Verfügung.

Rückblickend stellte Korte fest, dass es während des viertägigen Dienstes auf dem Großmarkt in den Vorjahren immer zwischen 70 und 90 Einsätze gegeben habe – überwiegend waren es leichtere Blessuren nach Schlägereien, Schnittwunden, Kreislaufprobleme und Fahrten zum Krankenhaus nach Diepholz. „Aber auch Tote hat es in der Vergangenheit schon gegeben“, erinnert sich der 53-Jährige.

ges

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