Titel auf nationaler und internationaler Ebene

Dümmer-Segler schwimmen auf einer Welle des Erfolgs

Die Crews vom Dümmer mit Jens Dannhus/Jörg Rüterhenke und Thomas Budde/Jochen Wolfram (v.l.) siegten vor den Titelverteidigern Schweer/Berlatott vom Steinhuder Meer.
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Die Crews vom Dümmer mit Jens Dannhus/Jörg Rüterhenke und Thomas Budde/Jochen Wolfram (v.l.) siegten vor den Titelverteidigern Schweer/Berlatott vom Steinhuder Meer.

Lembruch/Hüde - Die Segler vom Dümmer schwimmen momentan auf einer Welle des Erfolgs: Ob national oder international lassen sie mit Titeln und herausragenden Platzierungen aufhorchen und machen dabei auch noch – ganz nebenbei – beste Werbung für den zweitgrößten niedersächsischen Binnensee als lohnendes Ausflugsziel, und zwar nicht nur für Segler und Surfer.

Lady first: Dr. Juliane Barthel vom Segler-Club Dümmer in Lembruch, seit Jahren eine herausragende Seglerin in verschiedenen Bootsklassen, wurde auf dem Atlantik vor Carnac/Bretagne (Frankreich) Vize-Weltmeisterin im RS Aero 7. Bei 61 Startern wurde sie bei kräftigen Winden 22. in der Gesamtwertung und zweitbeste Frau. Sie wurde also mit der am Dümmer noch kaum bekannten Bootsklasse „RS Aero 7“ Vizeweltmeisterin.

Kirchhoff sorgt für große Spannung am Finaltag

Riesenjubel auch bei der Seglervereinigung Hüde (SVH), die sich über „Bronze“ bei der WM in der Europe-Klasse an der Costa Brava im spanischen Blanes über ihren Ausnahmesegler Fabian Kirchhoff freute.

Bei der zehn Wettfahrten umfassenden Regattaserie hatte es für den 28-Jährigen lange nicht nach einer Medaille ausgesehen. Erst mit einem Sieg am dritten Wettfahrtstag schob sich der deutsche Spitzensegler in Medaillennähe und sorgte damit am Finaltag für die nötige Spannung. Bei insgesamt 76 Sportlern in der Herrenkonkurrenz der WM hätte es dann fast noch zur Silbermedaille gereicht. In der Schlusswertung wies Fabian Kirchhoff mit 70 Wertungspunkten im sogenannte Low-Point-System die gleiche Punktzahl auf wie der bis dahin zweitplatzierte Segler aus Norwegen auf. Diesen Platz errang bei Punktgleichheit im Schlussklassement dann Lars Brodkorb wegen besserer Einzelplatzierungen gegenüber Kirchhoff.

„Nein, ganz ehrlich,“ resümierte Kirchhoff, „ich freue mich ausschließlich über den dritten Platz. Ich habe die Bronzemedaille bei einer WM gewonnen, von Trauer über die knapp verpasste Silbermedaille keine Spur.“

Bestes Herren-Ergebnis bei einer WM seit 33 Jahren

So stand die Freude über die beste Platzierung eines deutschen Seglers in der Herrenkonkurrenz bei einer WM seit 33 Jahren dem Gewinner der Bronzemedaille nicht nur bei der Siegerehrung in Blanes in das strahlende Gesicht geschrieben. Fabian Kirchhoff strahlte auch noch bei der Rückkehr an den Dümmer zu seinem Heimatverein, der SV Hüde. Dort trainiert er für seine seglerischen Erfolge nicht nur im Landesstützpunkt Segeln Niedersachsen. Er gibt sein profundes seglerisches Wissen und seine große Regattaerfahrung als Chef-Trainer an viele Europe-Segler weiter. Unter seiner Anleitung als Headcoach trainieren im Landesstützpunkt in Hüde etwa 30 jugendliche Europe-Segler. Zugleich ist Fabian Kirchhoff auch der Landestrainer des Seglerverbandes Niedersachsen (SVN) für die olympische Bootsklasse Laser.

Nun hoffen seine Trainingspartner, sein Verein und der niedersächsische Landesverband darauf, dass Kirchhoff auch bei der nächsten Weltmeisterschaft der Europes antritt und dann vielleicht seine tolle seglerische Laufbahn mit einem weiteren Erfolg krönen kann. Die WM 2018 findet Ende Juli auf der Ostsee vor Kühlungsborn statt.

Beste Chancen auch bei den kommenden Deutschen Meisterschaften

Der Bodensee war Schauplatz der Internationalen Deutschen Segelmeisterschaft der 15-qm-Jollenkreuzer. Hier landeten gleich vier von 26 Crews vom Dümmer in den Top Ten. Einen überlegenen Sieg fuhren mit „Hüttenfinn“ – so der Name ihres Bootes – Thomas Budde (Seglervereinigung Hüde) und sein Vorschotmann Jochen Wolfram (SC Clarholz) ein. Die Erfolg verwöhnten Jens Dannhus vom Segler-Club Dümmer und Jörg Rüterhenke vom Flensburger Segel-Club waren mit ihrer „FriDa“ auch gut unterwegs. Sie sicherten sich die Vizemeisterschaft. Dritte wurden die Titelverteidiger Schweer/Bertallot vom Steinhuder Meer, gefolgt von Bernd und Jens Lücke (SV Hüde). Sechste wurden Thomas Gote (SVH)/Kai Wolfram (SC Clarholz).

Nach diesen Erfolgen sollte in den Clubhäusern am Dümmer vorsorglich schon mal der Sekt kalt gestellt werden, denn auch nach der Deutschen Meisterschaft in der Schwertzugvogel-Klasse vom 4. bis 8. September bei der Seglervereinigung Hüde könnten schon wieder die Korken knallen, weil sich hier etliche heimische Segler allerbeste Chancen ausrechnen.

rdu

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