Immer ein offenes Ohr für Kinder

Raphael Wolke ist neuer Schulsozialarbeiter der Grundschule Lemförde

Raphael Wolke ist neuer Schulsozialarbeiter der Grundschule Lemförde. Er tritt die Nachfolge von Martina Feldmann (links) an. Schulleiterin Cordula Lindemann freut sich über die Verstärkung.
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Raphael Wolke ist neuer Schulsozialarbeiter der Grundschule Lemförde. Er tritt die Nachfolge von Martina Feldmann (links) an. Schulleiterin Cordula Lindemann freut sich über die Verstärkung.

Lemförde – Ärger mit den Klassenkameraden oder in der Familie, Probleme mit dem Lernen, Kummer und Sorgen – wo immer der Schuh drückt, steht Raphael Wolke den Schülern der Grundschule Lemförde mit Rat und Tat zur Seite. Der 35-Jährige ist seit 1. Februar der neue Schulsozialarbeiter der Einrichtung und tritt damit die Nachfolge von Martina Feldmann an.

Hintergrund des Personalwechsels ist, dass das Land Niedersachsen der Grundschule inzwischen eine Dreiviertel-Stelle (34,5 Wochenstunden) für die Schulsozialarbeit zur Verfügung gestellt hat. In den vergangenen Jahren hatte die Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ als Schulträger zehn Wochenstunden auf eigene Kosten finanziert. Diese zehn Stunden hat Martina Feldmann, die in der Samtgemeinde weiterhin als Jugendpflegerin tätig ist, in den Jugendtreff „4You“ mitgenommen, um dort noch mehr Aktionen anbieten zu können.

„Alles, was Kindern Sorgen bereitet, ist für mich ein Beratungsthema“, umreißt Raphael Wolke einen Teil seiner Arbeit. Dabei ist er nicht nur Ansprechpartner für die Kinder selbst, sondern auch für Eltern und Lehrer. Zwar sprechen die Kinder laut Schulleiterin Cordula Lindemann auch viel mit ihren Lehrern, wenn sie Sorgen haben, trotzdem sei es gut, einen weiteren Ansprechpartner zu haben.

Allerdings betont Wolke, dass es nicht erst ein Problem oder einen Konflikt geben muss, damit er aktiv wird. Ein ganz wichtiger Aspekt seiner Arbeit ist die Prävention. Wolke möchte unter anderem soziale Gruppenarbeit anbieten, die Klassengemeinschaften stärken, damit Konflikte gar nicht erst entstehen, und den Kindern zu einem größeren Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten verhelfen. Er habe oft erlebt, dass Schüler eine gute Leistung nicht auf ihr eigenes Können, sondern auf Glück zurückführten, nennt er ein Beispiel.

Eine weitere Säule in Wolkes Arbeit soll die Vernetzung mit Jugendtreff, Sportvereinen, Jugendämtern und ähnlichen Einrichtungen sein. Dabei will er unter anderem mit Martina Feldmann zusammenarbeiten. „Wir wollen auf jeden Fall in Kontakt bleiben und können künftig vielleicht auch etwas zusammen machen“, so Wolke.

Der 35-Jährige hatte sich im Bewerbungsverfahren gegen mehrere Interessenten durchgesetzt. Ausschlaggebend war laut Lindemann, dass Wolke bereits Berufserfahrung vorweisen kann und konkrete Vorstellungen hinsichtlich der Präventionsarbeit hat. „Da hatte er gleich ganz viele Ideen“, berichtet die Schulleiterin.

Wolke stammt aus dem Landkreis Cloppenburg, absolvierte in Vechta ein Master-Studium „Soziale Arbeit“ mit dem Schwerpunkt Grundschulen, war nach eigenen Angaben bereits als pädagogischer Mitarbeiter an Grundschulen und in der Berufsvorbereitung an einer Oberschule tätig. Außerdem lehrte er als Dozent schulbezogene Sozialarbeit. „Es war schon immer mein Wunsch, an einer Schule als Schulsozialarbeiter tätig zu sein. Aber ich wollte nicht zu weit wegziehen“, erklärt er. Als sich die Chance in Lemförde bot, griff er darum sofort zu.

In der Corona-Pandemie ist die Schulsozialarbeit nach Martina Feldmanns Erfahrung besonders wichtig, denn es gebe viele Probleme in den Familien, berichtet sie. Zum Teil haben sie und Cordula Lindemann die Eltern in den vergangenen Monaten auch zu Hause besucht, um zu unterstützen. Als Einmischung hätten die meisten das nicht empfunden, im Gegenteil. „Die Eltern haben es dankbar angenommen“, so Lindemann. Es gebe eine gute Kooperation mit den Eltern, ergänzt Feldmann. „Nur so kann es auch funktionieren.“

Kontakt: Raphael Wolke ist unter Telefon 05443/929176 und per Mail an raphael.wolke@grundschule-lemfoerde.de erreichbar.

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