Spaß im Mathe-Unterricht

Lemförder Grundschüler lernen in den Osterferien im Rahmen eines Lern-Raum-Projekts

Malen im Mathe-Unterricht: So viel Spaß wie im Nachhilfe-Unterricht mit Doris Lindemann und Henriette Bohne haben die Dritt- und Viertklässler in der Grundschule nicht.
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Malen im Mathe-Unterricht: So viel Spaß wie im Nachhilfe-Unterricht mit Doris Lindemann und Henriette Bohne haben die Dritt- und Viertklässler in der Grundschule nicht.

Brockum – Memory spielen und malen – das gibt es im normalen Mathe-Unterricht eher nicht, und das ist wohl auch einer der Gründe, warum 23 Mädchen und Jungen der Grundschule Lemförde das Lernen in den Osterferien so viel Spaß macht. Nach der erfolgreichen Premiere in den Herbstferien hat der Jugendmigrationsdienst des Diakonischen Werks Diepholz, Syke, Hoya eine Neuauflage des Lern-Raum-Projekts „Lernen macht Spaß“ im Gemeindehaus in Brockum organisiert.

Ziel des Projekts ist es, Schülern Unterstützung zu geben, die aufgrund der coronabedingten Einschränkungen des Präsenzunterrichts Nachholbedarf beim Lernstoff haben. „Die Resonanz nach dem ersten Mal war so gut, dass wir es in den Osterferien wieder anbieten wollten“, berichtet Sarah Frerking, die das Projekt seitens der Diakonie wie schon im Herbst organisiert hat. Die Lehrer und Teamer seien sehr angetan gewesen, und auch die Kinder hätten in der Grundschule viel Positives erzählt, blickt sie zurück.

Bei der Neuauflage ist das Interesse laut Frerking sogar noch größer. „Wir mussten einigen absagen“, berichtet sie. Denn der Unterricht im Gemeindehaus ist nur in Kleingruppen möglich. In der Woche vor Ostern haben jeweils eine Gruppe mit Erst- und Zweitklässlern und eine mit Dritt- und Viertklässlern Deutsch und Mathe gebüffelt, in dieser Woche sind zwei weitere Gruppen dran.

Begleitet werden sie jeweils von einer Lehrerin und einem Teamer. Zum Team gehören Doris Lindemann, Rieke Lindemann, Henriette Bohne, Mathis Marten, Alida Finke und Sophia Vogt.

Zwei Betreuer für sieben Kinder, das sei sehr angenehmen, findet Lehrerin Doris Lindemann. „Denn die Kinder haben viele Fragen.“ Und so kann sich ein Betreuer auch mal etwas länger mit einem Schüler beschäftigen.

Sie beginne den „Schultag“ immer mit einer spielerischen Einleitung, berichtet Lindemann. Mit einem selbst gemachten Memory zum Beispiel, bei dem die Kinder Zahlenpaare finden müssen, die zusammen Zehn ergeben. Auch sonst geht es nicht ganz diszipliniert zu wie im normalen Unterricht, schließlich sollen die Kinder mit Spaß lernen.

Und den haben sie, wie Marie bestätigt. „Es ist nicht so richtig streng. Hier macht man auch lustige Sachen“, erklärt sie, warum sie gerne in den Ferien lernt. Mia freut sich, dass sie nur Mathe und Deutsch machen muss und keine Hausaufgaben bekommt. Und dass sie ihre Freundin Vanessa wieder täglich sieht. Denn das ist in der Grundschule wegen des Wechselunterrichts aktuell nicht möglich. Davon sind beide Grundschülerinnen wenig begeistert. „Ich hasse den Mundschutz“, sagt Vanessa. Und alleine zu Hause lernen zu müssen, sei auch nicht schön.

Frerking und Lindemann teilen die Einschätzung, dass der Bedarf in den Herbstferien noch etwas größer war. „Ich habe das Gefühl, dass die Situation jetzt besser ist“, sagt Lindemann. Nach den Herbstferien habe der Wechselunterricht vielleicht mehr aufgefangen als das reine Homeschooling am Anfang, vermutet Frerking.

Insgesamt kostet das Lern-Raum-Projekt laut Sarah Frerking knapp 4000 Euro. Davon trage die Landeskirche Hannovers 3500 Euro, den Rest übernähmen die Kirchengemeinden Brockum, Burlage und Lemförde. Der Lemförder Verein OLE stellt ein Fahrzeug zur Verfügung, mit dem einige Schüler morgens abgeholt und mittags wieder nach Hause gebracht werden.

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