Inka Seel, Selma Barth und Dirk Gissel siegen in Leipzig

Großes Wissen über Schafe bewiesen

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Inka Seel und ihre Altdeutsche Hütehündin „Nora“ auf der Weide hinter dem Schäferhof bei ihrer Lieblingsrasse: der Diepholzer Moorschnucke.

Stemshorn – Mit den Coburger Fuchsschafen kennt sich die Mannschaft der Junioren der Jungschafzüchter des Teams Weser-Ems/Niedersachsen gut aus. Mit ihrem Wissen holte das Team mit Inka Seel aus Stemshorn, Selma Barth aus Goldenstedt und Dirk Gissel aus Asendorf Platz eins in der Mannschaftswertung beim Bundeszüchterwettbewerb der Landschafe in Leipzig.

Die drei jungen Schafzüchter ließen damit die Teams aus Bayern auf Rang zwei und Sachsen auf Rang drei hinter sich. Die dritte Deutsche Jungzüchtermeister Schafe fand auf dem Agra-Veranstaltungsgelände in Leipzig im Rahmen der Messe „Jagd & Angeln“ statt. Das Gewinner-Trio trat mit acht weiteren Mannschaften in der Gruppe der Junioren (10 bis 15 Jahre) vor die Richter. Im Vorfeld hatten zwölf Jugendliche in Stemshorn auf dem Schäferhof von Inkas Vater Michael Seel für den Wettbewerb geprobt (wir berichteten).

Stolz präsentiert Inka Seel im Gespräch mit dieser Zeitung Urkunde, Pokal und Schäferstock, die die Gewinner mitbrachten. In der Einzelwertung landete sie im guten Mittelfeld. „Ich wusste nicht so viel über das mir zugeloste Ostfriesische Milchschaf“, erklärt die 14-Jährige. Dafür war das Wissen über die Coburger Fuchsschafrasse umso umfangreicher. „Wir mussten die Rasseeigenschaften bestimmen“, berichtet Inka. Dazu sei ihr spontan eingefallen, dass das Schaf zu einer Dreinutztierart gehöre, also Milch und Fleisch liefere, zur Landschaftspflege eingesetzt werde und Wolle liefere. Außerdem ist die Rasse seit 2018 „Arche-Passagier“ der Bewegung Slow-Food Deutschland.

Die Gruppe war bereits am Donnerstag gemeinsam nach Leipzig gefahren. „Wir haben dann in einem Hostel übernachtet, und am Freitag mussten die Jugendlichen die theoretischen Fragen per Multiple Choice beantworten“, berichtet Inkas Mutter Andrea Bürger-Seel.

Für den Praxis-Teil fiel das Los auf Inka. Sie musste Zähne und Hornansatz des Probanden-Schafes bestimmen. „Selma sollte etwas zu Fleisch und Füssen und Dirk zum Vlies, der Wolle, sagen“, erinnert sie sich. Nach der Rasse typischen Klassifizierung folgte das Aufstellen nach Gütebeschaffenheit. „Bei meinem Schaf in der Prüfung war der Kopf zu lang, die Wolle zu gräulich statt rötlich, ich entdeckte einen schwarzen Punkt am Hinterlauf, und es stand x-beinig da“, beschreibt Inka ihre Analyse.

Am Ende hatte sich das Büffeln von Wissen zu Gesundheit und Zucht, Merkmalen und Aussehen gelohnt. Die drei Jungzüchter aus Niedersachsen überzeugten mit ihrer Kenntnis über die die Schafrasse Coburger Fuchs, die traditionell in den Mittelgebirgslandschaften der fränkischen Regionen Bayerns und in der gesamten Rhön lebt.

Am Tag des Pressegespräches ist auch Inkas Tante in Stemshorn. Sie fragt: „Warst Du aufgeregt in Leipzig?“ Eine selbstbewusste junge Dame schüttelt den Kopf, schnappt sich ihren neuen Hütestock, die Urkunde, den Pokal und ihren siebenjährigen Altdeutschen Hütehund „Nora“ für ein Foto draußen auf der Weide hinter dem Schäferhof bei ihrer Lieblingsrasse: der Diepholzer Moorschnucke.

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