Stimmenanteil nahezu überall verdoppelt

Die FDP ist der große Gewinner in Lemförde/Rehden/Wagenfeld

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Gespannt verfolgten die Teilnehmer des Samtgemeinde-Pokalschießens in Barver, das von den Mannschaften aus Hemsloh dominiert worden war, die Wahlberichterstattung auf einem großen Fernseher.

Lemförde/Rehden/Wagenfeld - Vor der Siegerehrung beim Rehdener Samtgemeinde-Pokalschießen in Barver gestern Abend nahmen sich Gastgeber Barver und seine Gäste die Zeit, die Hochrechnungen der Bundestagswahl vor dem neuen Fernsehschirm im Dorfgemeinschaftshaus zu verfolgen und zu kommentieren.

Für die meisten in Barver stand fest: „Die AfD braucht keiner.“ Weitere Stimmen: „AfD bis jetzt drittstärkste Kraft, das ist schlecht. Wir brauchen hier keine Rechtspopulisten.“ „Grüne müssen dabei sein“ und „dass sich die FDP als viertstärkste Partei darstellt, ist gut.“

Erste Prognosen für Regierungskoalitionen wurden geschmiedet in Barver: „Es ist eigentlich egal ob SPD und CDU wieder eine große Koalition bilden, oder ob sich ein Jamaika-Bündnis herauskristallisiert, nur bitte kein Bündnis mit der AfD.“

In der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“, der Samtgemeinde Rehden sowie in der Gemeinde Wagenfeld wurde die AfD gegen den Bundestrend auf Distanz gehalten. In Rehden kam sie zwar auf 8,49 Prozent, doch in Lemförde (6,89 Prozent) und Wagenfeld (6,50 Prozent) blieb sie weit hinter dem Bundesergebnis zurück.

Entgegen dem Bundestrend

Auch sonst wählten die Bürgerinnen und Bürger in den genannten Kommunen entgegen dem Bundestrend. In der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ erzielte die CDU als stärkste Partei 38,73 Prozent und lag damit deutlich vor den Sozialdemokraten, die 25,25 Prozent einfuhren. Allerdings büßte die CDU gegenüber der Wahl von vor vier Jahren Stimmen ein. Drittstärkste Kraft in der Samtgemeinde die FDP mit 13,83 Prozent, die ihren Simmenanteil gegenüber 2013 fast verdoppelte. Dahinter die Grünen mit 7,54 Prozent und die Linke mit 5,36 Prozent. Sonstige 2,39 Prozent.

Ein deutlich besseres Ergebnis als im Bund fuhr die CDU auch in der Samtgemeinde Rehden ein, trotz Verlusten gegenüber 2013. 40,91 Prozent erzielte die Partei bei den Zweitstimmen. Die SPD landete bei 26,14 Prozent. Zweistellig auch das Ergebnis der Freien Demokraten: 10,26 Prozent stehen zu Buche, fast das Doppelte gegenüber 2013. Viertstärkste Kraft in Rehden ist die AfD mit 8,49 Prozent. Es folgen Grüne (5,77 Prozent) und Die Linke (5,20 Prozent). Sonstige 3,24 Prozent.

Höhere Wahlbeteiligung

In den drei Kommunen erzielte die CDU ihr bestes Ergebnis, trotz geringer Verluste, in Wagenfeld mit 43,67 Prozent. Auch die FDP ist hier Spitzenreiter gegenüber Lemförde und Rehden mit 14,55 Prozent. Auch hier fast eine Verdoppelung ihres Zweitstimmenanteils gegenüber 2013. Die SPD kam auf 23,56 Prozent. Die AfD landete bei 6,50 Prozent vor den Grünen mit 5,48 Prozent. Die Linke spielt mit 3,63 Prozent keine Rolle, die Sonstigen liegen bei 2,61 Prozent.

Erfreulich in allen drei Kommunen die höhere Wahlbeteiligung gegenüber dem Urnengang von vor vier Jahren. In der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ stieg sie von 73,25 Prozent auf 76,94 Prozent. In der Samtgemeinde Rehden machten 75,43 Prozent der Wahlberechtigten ihre Kreuzchen gegenüber 72,72 Prozent bei der Bundestagswahl 2013. In der Gemeinde Wagenfeld stiegt die Wahlbeteiligung von 68,17 Prozent (2013) auf 72,34 Prozent.

„Die Wahlbeteiligung ist sehr gut. Wir haben noch keine fünf Minuten Pause gehabt“, zog Wahlhelfer Andre Rempe gestern gegen 14.10 Uhr ein erstes Resümee. Die Wetscher Bürger wurden erstmals in der Grundschule an die Urne gerufen. Die Einrichtung ist das neue Wahllokal, nachdem das Gasthaus Recker seine Pforten geschlossen hat. hwb/sbb

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