Warten auf den Feststellungsbeschluss

Grawiedebrücke in Lembruch: Neubau erst 2023

Die Grawiedebrücke an der L853 in Lembruch wird voraussichtlich ab Frühjahr 2023 erneuert.
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Die Grawiedebrücke an der L853 in Lembruch wird voraussichtlich ab Frühjahr 2023 erneuert.

Lembruch – Die Erneuerung der Grawiedebrücke an der Großen Straße (L853) in Lembruch lässt etwas länger auf sich warten als gedacht. Der ursprüngliche Fahrplan sah die Umsetzung für Ende 2021/Anfang 2022 vor. Laut Hans-Peter Dierksen, Fachbereichsleiter Bau in der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Nienburg, wird es damit aber vor dem Frühjahr 2023 voraussichtlich nichts werden.

Als Grund nennt er, dass der Landkreis Diepholz mehr Zeit als gedacht für den Planfeststellungsbeschluss benötigt. Er geht davon aus, dass der Beschluss noch in diesem Jahr erfolgt. „Danach werden wir mit der Ausführungsplanung beginnen“, so Dierksen. Dabei gehe es insbesondere um den Übergang von der Brücke zur Fahrbahn, der Entwurf des Brückenbauwerks selbst sei zu 98 Prozent fertig. „Und wir brauchen ein bisschen Grunderwerb.“ Ein schmaler Streifen entlang der Grawiede wird laut Planentwurf dauerhaft zusätzlich benötigt, weitere Flächen beidseits der Brücke müssen nur während des Baus für die Baugrube in Anspruch genommen werden.

Nach Ausschreibungen, Grunderwerb und den weiteren Vorarbeiten wäre ein Baubeginn nach Einschätzung Dierksens frühestens im Herbst nächsten Jahres möglich. Über den Winter zu arbeiten, würde die Bauzeit – sechs bis acht Monate sind geplant – aber wahrscheinlich wegen witterungsbedingter Ausfallzeiten verlängern. Das möchte man an der viel befahrenen Ortsdurchfahrt gerne vermeiden und darum erst im Frühjahr 2023 starten.

Denn der Brückenbereich wird während der Bauzeit vollgesperrt. Der überregionale Durchgangsverkehr soll großräumig umgeleitet und der Anliegerverkehr bis 7,5 Tonnen über die „Alte Dorfstraße“ geführt werden. Der Rad- und Fußgängerverkehr soll nahräumig umgeleitet werden.

Die Kosten beziffert der Fachbereichsleiter mit knapp 620 000 Euro für den reinen Brückenbau. Hinzu kommen Kosten für die Erneuerung der Fahrbahn im Übergangsbereich. Die Kosten trägt das Land Niedersachsen.

Hintergrund des geplanten Neubaus ist eine Untersuchung mittels Beprobung, die ergab, dass die 1930 erbaute Brücke spannungsrisskorrosionsgefährdet ist. 1953 war sie mit einem entsprechend anfälligen Spannstahl verstärkt worden, der damals bei vielen Spannbetonbrücken verwendet wurde, aber die Gefahr ins sich birgt, dass er unerkannt korrodiert und plötzlich bricht. Zwar lässt sich das Versagensrisiko einer Brücke grundsätzlich mit einem rechnerischen Nachweis zum sogenannten Ankündigungsverhalten einschätzen, im Fall der Grawiedebrücke ist das laut Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr aber nicht in ausreichendem Maße möglich, weil aus der Bauzeit keine vollständigen Unterlagen vorhanden sind. Darum fiel die Entscheidung für einen Ersatzneubau.

Das neue Brückenbauwerk soll gemäß Planfeststellungsentwurf eine sechs Meter breite Fahrbahn erhalten. Der beidseitige Fuß- und Radweg soll auf 2,50 Meter erweitert werden.

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