Gäste lernen den Unterricht kennen

Gomel-Kinder hospitieren an Lemförder Grundschule

Die Klasse 2a mit den weißrussischen Gästen und Dolmetscherin Marija Ramanjuk (stehend l.), Lehrerin Antje Wellmann (2.v.l.), Schulleiterin Beate Gondek (5.v.r.), Klassenlehrer Christian Wenzel (2.v.r.) und Wilhelm Reessing (r.), Beauftragter für den Kirchenkreis Grafschaft Diepholz. - Foto: Bechtel

Lemförde - Seit 1995 hat die Grundschule Lemförde Partnerschaften zu Schulen in Gomel in Weißrussland aufgebaut; seit einiger Zeit zur Schule Nr. 31. Da zurzeit wieder 24 Kinder im Rahmen der Tschernobyl-Ferienkinderaktion im Kirchenkreis Grafschaft Diepholz weilen, nutzten Karina Petrikowa (10 Jahre), Jekaterina Satyrowa (11 Jahre) und Andrej Witko (16 Jahre) aus der Schule Nr. 31 die Gelegenheit, um in der Grundschule Lemförde zu hospitieren.

Um sprachliche Barrieren zu überwinden, weilte an ihrer Seite Dolmetscherin Marija Ramanjuk. Aber auch Wilhelm Reessing, Beauftragter für den Kirchenkreis Grafschaft Diepholz, hatte es sich nicht nehmen lassen und begleitete die Kinder nebst Dolmetscherin.

Die Kinder der Klasse 2a waren schon ganz aufgeregt, dass sie an diesem Morgen so seltenen Besuch bekamen. „Ich freue mich, dass ihr aus unserer Partnerschule in Gomel hier seid. Das finde ich ganz klasse“, betonte Schulleiterin Beate Gondek zur Begrüßung. Dabei stellte sie heraus, dass ihre Kollegin Antje Wellmann das Ganze organisiert habe. Weiter signalisierte sie den weißrussischen Kindern: „Ihr werdet ein wenig von unserer Schule kennenlernen.“ Die Zweitklässler bat sie, sich auch in der Pause um die drei Gäste zu kümmern. Fünf dieser Zweitklässler sprechen sogar Russisch.

Erst hießen Antje Wellmann – sie hatte sich zünftig in einen Fischer verwandelt – und die Zweitklässler Karina, Jekaterina und Andrej mit einem Lied willkommen. Im Gegenzug sang erst Andrej mit seiner tollen Stimme ein sehr lustiges Lied. Dabei ging es um Personen aus verschiedenen Märchen. Ihre Sehnsucht nach der Mama, die auf der ganzen Welt der beste Schatz ist, setzten die Mädchen dann sehr einfühlsam in Noten um.

Bevor Christian Wenzel, Klassenlehrer der 2a, und seine Schüler die jungen Gäste aus Gomel in die Welt der Mathematik, genauer gesagt in die Geometrie entführten, sollten die drei raten, welchen Beruf Antje Wellmann wohl mit ihrem „Kostüm“ verkörpere. Zur Erheiterung der Kinder und Erwachsenen meinte Andrej: „Kühe melken.“ Nachdem alle noch das bekannte „Kalinka“ gesungen hatten, überreichte Antje Wellmann dem Besuch aus Gomel kleine Geschenke. Aber auch die drei Kinder waren nicht mit leeren Händen gekommen und schenkten Beate Gondek Selbstgebasteltes.

Mit den Worten: „Die Landeskirche Hannover hat im 25. Jahr der Tschernobyl-Hilfe einen Fotoband herausgebracht. Sie hat uns in der Region darum gebeten, allen, die uns unterstützen, diesen Fotoband zu überreichen. Dieser hat zu zwei Dritteln Schwarz-Weiß-Fotos von etwas schwierigen Situationen von Kindern in Belarus. Und ein Drittel Farbfotos, wie Kinder in Deutschland weilen“, überreichte der Beauftragte des Kirchenkreises Grafschaft Diepholz den Lemförder Lehrkräften diesen Band. Sogar mit Widmung:

„An die Lehrkräfte der Grundschule Lemförde für die langjährige Hilfe und Unterstützung der weißrussischen Kinderaktion im Kirchenkreis Diepholz. Juni 2016 – Wilhelm Reessing und Hans-Jürgen Waschke.“ 

cb

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