Gestern Feier am Ehrenmal in Barver/Kranzniederlegung

In Würde der Opfer gedenken

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Karl-Heinz Seißenschmidt (l.) stand gestern zum 40. Mal Ehrenwache. Es war diesbezüglich sein letzter Auftritt. Unterstützt wurde er von Stabsbootsmann Christian Gebert (r.) vom Kraftfahrausbildungszentrum (MKL) Oldenburg. In der Mitte Redner Kai Seißenschmidt, Vorsitzender der Kyffhäuserkameradschaft Barver.

Barver - „Frieden und Freiheit, das sind die Grundlagen jeder menschenwürdigen Existenz.“ Mit diesen Worten von Konrad Adenauer, dem ersten Kanzler der Bundesrepublik Deutschland, begrüßte Kai Seißenschmidt, Vorsitzender der Kyffhäuserkameradschaft Barver, gestern zur Gedenkfeier am Ehrenmal in Barver. Nicht nur dort, sondern bundesweit gedachten die Menschen der Opfer von Krieg und Gewalt und legten Kränze nieder.

„Es ist nicht nur unsere Tradition, nein, es ist auch unsere Pflicht und es ist unser Wille, der vielen Frauen, Männer und Kinder zu gedenken, die Opfer von Krieg und Gewalt geworden sind und mahnend unsere Finger und unsere Stimme für Frieden Freiheit für alle Menschen zu erheben“, betonte Seißenschmidt.

Noch lebten Menschen, die im Zweiten Weltkrieg Angehörige und Freunde verlorden hätten, noch lebten viele, die als Kind ihre Väter oder Mütter kaum oder gar nicht kennenlernen konnten und unter dieser Lücke in ihrem Leben bis heute litten.

Über 70 Millionen Tote, unzählige Kriegsversehrte und traumatisierte Opfer seien nach den beiden Weltkriegen sowie in den Kriegs- und Krisengebieten heute weltweit zu beklagen. Allein nach dem Zweiten Weltkrieg hätten mehr als 16 Millionen Menschen ihre Heimat verloren und etwa 2,5 Millionen Vertriebene seien zum Teil unter schrecklichen Umständen ums Leben gekommen, erinnerte der Redner.

„Für uns heute ist ein Krieg im eigenen Land unvorstellbar, geschweige denn der Gedanke als Flüchtling seine Heimat verlassen zu müssen, um irgendwo anders auf dieser Welt ein neues Leben beginnen zu können“, sagte Seißenschmidt bei unwetterartigen Bedingungen.

Doch immer noch versuchten Menschen vor den Greueln von Krieg und Terrorismus unter teils waghalsigen und unmenschlichen Bedingungen über den Landweg oder über das Meer zu fliehen.

„Wir denken heute aber nicht nur an die Flüchtlinge der heutigen Zeit, sondern auch an unsere Soldatinnen und Soldaten, die weltweit zu immer gefährlicheren Einsätzen herangezogen werden. Die in den Krisen- und Kriegsgebieten ihr Leben riskieren oder ihr Leben bereits lassen mussten bei ihrem Einsatz für die Verteidigung und Sicherung von Frieden und Freiheit“, betonte Seißenschmidt.

Und weiter: „Lasst uns jetzt in Würde aller Opfer gedenken, ganz besonders unserer Gefallenen und Vermissten sowie der im Krieg aus unserem Heimatort umgekommenen Frauen, Männer und Kinder. Wir werden sie alle nicht vergessen, ihr Andenken gebührend ehren und durch ihr Vermächtnis stets wachsam zu Frieden und Freiheit mahnen“, schloss der Vorsitzende.

hwb

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