Gestern „Backtag“ des Heimat- und Verschönerungsvereins Brockum / Butterkuchen und Räuberbrot schmecken

Otto Schwenker aus Vorstand verabschiedet

Erika Schumacher dankte Otto Schwenker mit einem Präsent.
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Erika Schumacher dankte Otto Schwenker mit einem Präsent.

Brockum - „Das Wetter ist nicht ganz so berauschend. Da haben wir kurzfristig umdisponiert und sind froh, dass wir hier im Landgasthaus Koch im Saal unser Kaffeetrinken durchführen können“, freute sich Erika Schumacher, Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsvereins Brockum, gestern zum traditionellen „Backtag“. Der sollte eigentlich im Freien am schmucken Backhaus über die Bühne gehen. Doch aufgrund widriger Wetterverhältnisse ließen die Gäste sich den frischgebackenen Butterkuchen im Koch´schen Saal schmecken.

Schumachers besonderer Gruß galt einer großen Abordnung aus Quernheim, die damit einen Gegenbesuch in Brockum startete. Ihr Dank galt allen Helfern sowie Gerd Lampe, Wolfgang Klein, Horst Meyer, Otto Schwenker und Gerd Schmedthorst, die für eine Ausstellung mit landwirtschaftlichen Geräten gesorgt hatten, die zu mancher Fachsimpelei, wie es früher mit dem Mähen oder Pflügen war, anregte.

„Mann der

ersten Stunde“

Im Mittelpunkt des Backtages standen aber nicht nur der leckere Butterkuchen und das köstliche Räuberbrot von Bäcker Detlev Plaggemeyer aus dem Backhaus, sondern eine Ehrung mit einem Präsent.

Otto Schwenker hatte während der vergangenen Jahreshauptversammlung nach 20 Jahren sein Amt als Beisitzer im Vorstand abgegeben. „Das tut uns Leid, denn du hast dich Jahrzehnte für den Verein engagiert“, unterstrich Erika Schumacher in ihrer Laudatio.

Schwenker, als „Mann der ersten Stunde“, sei seit 1982 Mitglied „und ist bei uns für alles zuständig, was mit Holz zu tun hat“, erklärte die Vorsitzende. Jeder könne beispielsweise das Dorf-Eingangsschild bewundern, für das Schwenker 1995 die Zimmerarbeiten übernahm. 1997 fertigte er eine Sitzgruppe aus massivem Eichenholz, die er an der Ecke Oppendorfer Straße/Eichenstraße aufstellte, kümmerte sich aber auch um alle Holzschilder im Dorf und Holzbänke im Wald. „Dass die immer in Ordnung sind“, stellte Schumacher heraus.

Insbesondere galt aber sein Interesse dem „Heimathaus“ neben dem vor 30 Jahren wieder aufgebauten Backhaus.

Denn schon 1982, während seiner ersten Jahreshauptversammlung, schrieb sich der Heimat- und Verschönerungsverein Brockum per Satzung auf „seine Fahnen“, das letzte Backhaus des Ortes zu retten. 1984 war es soweit: Das aus dem Jahre 1731 stammende Backhaus, das bis dato etwa 100 Meter entfernt gestanden hatte, wurde abgetragen und unter einer großen Linde wieder aufgebaut. Doch leider blieb vom alten Gebäude nicht viel mehr übrig, als ein alter Balken mit der Inschrift: „Klaus Hinrich Ehlers, Anno 1731, den 27. Mei“.

Akribisch rekonstruierten die Mitglieder des Heimat- und Verschönerungsvereins jedoch den Rest – und schon bald wurde das schmucke Fachwerkgebäude als neues Brockumer Wahrzeichen eingeweiht.

500 Arbeitsstunden

ehrenamtlich geleistet

In den darauffolgenden Jahren erlebten das Gebäude und viele Bürgerinnen und Bürger so manchen „Backtag“. 2001 wurde das Backhausgelände sogar um einen weiteren Bau ergänzt: dem Heimathaus, in dem ein kleines Museum mit viel Liebe zum Detail untergebracht wurde.

Das zweite Backhaus stammte aus dem Jahre 1796 und gehörte Familie Buck Nr. 4 aus Quernheim, wo es abgebrochen wurde. Fachmännisch, unter der Leitung von Friedrich Logemann und Otto Schwenker, setzten Vereinsmitglieder das Holzskelett in der Kortenbruck´schen Scheune wieder zusammen. Ohne dass Kosten für die Gemeinde anfielen, wurden 500 Arbeitsstunden ehrenamtlich für das „Heimathaus“ geleistet. In ihm waren seit dem vergangenen Jahr sogar sechs Trauungen – eine weitere folgt im September.

cb

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