Geschützte Anpflanzungen und Fledermausquartiere

Der Vorstand der Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer arbeitet an vielen Projekten. Fotos: NUVD

Dümmerlohausen – Ohne seinen langjährigen Vorsitzenden Claus Tormöhlen geht der Vorstand der Natur- und Umweltschutzvereinigung Dümmer (NUVD) in die kommenden zwölf Monate. Während der Jahreshauptversammlung in der Aal- und Forellenräucherei Hoffmann in Dümmerlohausen erklärte er, dass er seinen Posten niederlege, berichtet die NUVD. Tormöhlen war zehn Jahre im Vorstand tätig. Trotz seines Rückzugs aus der ersten Reihe will er dem Verein als aktives Mitglied erhalten bleiben. Bis zu den nächsten ordentlichen Wahlen 2020 wird der zweite Vorsitzende Udo Effertz die Geschäfte kommissarisch leiten.

Etwa 30 Mitglieder hatten zuvor den Rückblick des ersten Vorsitzenden verfolgt. Effertz in seiner ersten Amtshandlung Tormöhlen im Namen des Vorstandes für die lange und gute Zusammenarbeit. Ebenso bedankte sich Norbert Nowack, Ehrenvorsitzender der NUVD.

Anschließend folgte die alljährliche Darstellung der Projekte durch die wissenschaftlichen Mitarbeiter Marcel Holy und Christian Vogel. Hervorzuheben seien dabei die erfolgreichen Anpflanzungen von Teichbinsen, Schilf und Rohrkolben, die zeigten, dass in eingezäunten Bereichen das Wachstum trotz aller Belastungen unter anderem durch Wellenschlag und unnatürlichen Wasserständen sehr zufriedenstellend verlaufe, so die NUVD.

Die Rohkolbenanpflanzung in eingezäunten Bereichen hat sich bewährt.

Ebenso erfolgreich verläuft laut den wissenschaftlichen Mitarbeitern die Bereitstellung von Quartieren für Fledermäuse. Fledermauskästen oder umgebaute vorhandene und verlassene bauliche Strukturen seien innerhalb kürzester Zeit angenommen worden.

Diese beiden Projekte sind ein Teil der Vor-Ort-Betreuung von Schutzgebieten in Kooperation mit den Landkreisen Diepholz, Vechta, Osnabrück und der NLWKN-Außenstelle Naturschutzstation Dümmer. Sie werden laut NUVD durch das Land Niedersachsen finanziert und sollen 2020 fortgesetzt werden.

Ein neues umfangreiches Projekt, das die NUVD in den nächsten Jahren betreut, ist mit „Erhaltung des Kulturlandschafts- und Naturerbes in der Dümmerniederung“ überschrieben. Es beinhaltet die Anschaffung von Spezialmaschinen zur Bewirtschaftung von vernässten Grünlandstandorten, die Professionalisierung des Wildtiermanagements im Natura-2000-Gebiet Dümmer sowie Maßnahmen zur Revitalisierung der Röhrichtgebiete im See. Das Projekt wird durch die EU und das Land Niedersachsen finanziert.

Ein weiterer Schwerpunkt bleibe die Dümmersanierung, bei der man sich weiterhin konstruktiv, aber auch kritisch einbringen werde, berichtet die NUVD. Die vorgestellten Projekte hätten ohne die sehr enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem behördlichen Naturschutz vor Ort und anderen Gruppen wie Gemeinden, Landwirten, Jägern und Anglern, die sich in der gemeinsamen Planung und Umsetzung der Projekte sehr gut erkennen lasse, nicht umsetzen lassen.

Nach der Entlastung des Vorstands diskutierten die Teilnehmer über weitere Projektideen und Anregungen aus dem Kreis der Mitglieder. Sie sprachen etwa über die Erhaltung von Vegetationsstrukturen an Feldwegen, das Verschwinden von Hecken in der Landschaft und weitere Maßnahmen zur Förderung von Fledermäusen.

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