Neue Tagespflege im Schäperhaus wird mit Tag der offenen Tür offiziell eingeweiht

Gemeinsam weniger allein

+
Schlüsselübergabe in der Tagespflege (v.l.): Pfarrer i.R. Fritz Wilhelm Renzelmann, Schwester Maria Wedekind, Oberin Heidemarie Jäckel, Leiterin der Tagespflege Heike Langeloh, Geschäftsführerin Susanne Gohlke und Architekt Fabian Dieterle mit seinen Töchtern Anna und Berta.

Lemförde - Mit der Tagespflege Schäperhaus in Lemförde steht Senioren eine weitere Säule neben dem ambulanten Pflegedienst und dem Seniorenheim zur Verfügung. „Tagsüber gut betreut – abends zu Hause“, hat sich die Einrichtung auf die Fahne geschrieben. Am Sonntag öffnete die Tagespflege Schäperhaus zur offiziellen feierlichen Einweihung die Pforten für alle Interessierten und gewährte Einblick in die Räumlichkeiten beim Tag der offenen Tür.

Mit dem Angebot der Tagespflege schließt sich in Lemförde eine Betreuungslücke für Senioren. Die Mitarbeiterinnen wollen dort, nach eigener Aussage, pflegende Angehörige entlasten. Neben professionellen Pflegekräften steht den Gästen eine Ergotherapeutin zur Seite.

„Ältere Menschen haben einerseits den verständlichen Wunsch, so lange wie möglich in ihrem gewohnten häuslichen und familiären Umfeld zu leben und zu bleiben“, stellte Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe in seinem Grußwort heraus. Dennoch sei es nicht mehr selbstverständlich, dass mehrere Generationen unter einem Dach lebten und sich gegenseitig unterstützten.

Dort wo dieses noch möglich ist, treten dann erhebliche Probleme auf, wenn die Eltern oder Großeltern auf einmal tagsüber Hilfe und Unterstützung benötigen, die Angehörigen jedoch arbeiten. An diesem Punkt kommt die Tagespflege ins Spiel. Sie bietet Senioren oder anderen pflegebedürftigen Menschen die Möglichkeit, weiter zu Hause in ihrer vertrauten Umgebung zu wohnen und tagsüber professionell im Rahmen der Tagespflege betreut zu werden.

Hilfe eine beruhigende Gewissheit

„Damit stellt die Tagespflege eine enorme Entlastung für pflegende Angehörige dar“, sagte Schreibe. Für Angehörige eine beruhigende Gewissheit, ihre Eltern oder Großeltern in guten Händen zu wissen. Zwölf Gästen steht das neue Angebot im frisch renovierten Schäperhaus zur Verfügung. Dort werden Senioren Begegnung und Gesellschaft sowie Angebote je nach Bedürfnissen und Fähigkeiten geboten.

„Pflege ist Vertrauenssache und wird im ‚Seniorenhaus Waldblick‘ und beim ‚Ambulanten Pflegedienst‘ bereits über viele Jahre liebevoll praktiziert“, weiß Lemfördes Bürgermeisterin Stephanie Budke-Stambusch. Sie ist sich sicher, dass auch das neue Konzept der Tagespflege sehr gut angenommen werden wird. Seit dem Start Ende März verzeichnen die Verantwortlichen bereits eine Belegung von mehr als 50 Prozent.

„Wir haben auf viele Einzelheiten geachtet, dennoch ist es gelungen in nur knapp dreimonatiger Bauzeit die Räumlichkeiten fertigzustellen“, sagte Susanne Gohlke, Geschäftsführerin des Pflege- und Betreuungszentrums am Mutterhaus. Ihr besonderer Dank galt dem Architekten Fabian Dieterle für dessen gelungene Planung. Die zeitlose Einrichtung mit offener Küche zeichnet sich durch übersichtliche Räume und schnörkelloses Design im charmant-skandinavischen Stil aus.

Angebote in gemütlicher Atmosphäre

„Wir möchten, dass sich die Tagesgäste bei uns wohl und geborgen fühlen“, betonte die Leiterin der Tagespflege, Heike Langeloh. Dafür stünden in gemütlicher Atmosphäre abwechslungsreiche Angebote bereit. Der Tagesablauf beginne mit dem Frühstück, auch das Mittagessen wird gemeinsam eingenommen und am Nachmittag gäbe es Kaffee und Kuchen für die Gäste. Ein Fahrdienst würde die Senioren morgens von zu Hause abholen und abends wieder zurückbringen.

Nach zahlreichen Glück- und Segenswünschen auch seitens des Vorsitzenden des Diakonie-Verbandes, Reiner Reissner aus Marburg, und Fritz Wilhelm Renzelberg, Pfarrer i.R. aus Lemförde, starteten die Besucher zum Rundgang durch die Einrichtung und nahmen Räume wohlwollend in Augenschein. Im Außenbereich erwartete die Gäste Bratwurst vom Grill und Kaltgetränke sowie Kaffee und Kuchen.

Auch für die jüngsten Besucher der Einweihung war gesorgt – sie amüsierten sich beim Unterhaltungsprogramm. Vorausgegangen war dem Tag der offenen Tür ein Gottesdienst, den Pfarrer Renzelberg hielt. Musikalisch begleiteten die beiden fünf- und sechsjährigen Töchter Anna und Berta des Architekten Dieterle gemeinsam mit ihrem Vater den Gottesdienst sowie die Begrüßung mit der Violine.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Botanischer Garten auf dem Brocken: So blühen die Berge

Botanischer Garten auf dem Brocken: So blühen die Berge

Warum Urlauber das Abenteuer suchen

Warum Urlauber das Abenteuer suchen

Die strahlende Blüte der Montbretie verlängert den Sommer

Die strahlende Blüte der Montbretie verlängert den Sommer

Rundballenpresse in Brand geraten

Rundballenpresse in Brand geraten

Meistgelesene Artikel

Syker Entenrennen endet mit denkbar knappem Zieleinlauf

Syker Entenrennen endet mit denkbar knappem Zieleinlauf

Aus der Disco direkt gegen eine Laterne und in eine Schlägerei

Aus der Disco direkt gegen eine Laterne und in eine Schlägerei

Doppeltes Grün an der Ampel? Autos kollidieren auf der B214

Doppeltes Grün an der Ampel? Autos kollidieren auf der B214

Chöre überzeugen bei Shanty- und Currywurstfestival

Chöre überzeugen bei Shanty- und Currywurstfestival

Kommentare