Wahlpflichtkurs Biologie der Oberschule Lemförde sät Bienenweide auf dem Schäferhof

Gemeinsam für den Schutz der Insekten

Der Wahlpflichtkurs Biologie der Oberschule Lemförde stellte sich gemeinsam mit Lehrerin Kirstin Herrmann und Schäfermeister Michael Seel auf dem Schulacker des Schäferhofes ganz in den Dienst der Insekten. Foto: Landvolk Diepholz

Stemshorn – Bienen brauchen Blüten. Das hat der Wahlpflichtkurs Biologie der Oberschule Lemförde bereits im Unterricht bei Lehrerin Kirstin Herrmann gelernt. Nun wollten die Schüler der siebten Klasse laut Mitteilung des Landvolks Grafschaft Diepholz das Gelernte in die Tat umsetzen und eine Bienenweide auf dem Schulacker des Schäferhofes in Stemshorn einsäen. Als Bienenweide oder Tracht werden Blütenpflanzen bezeichnet, die von Bienen bei ihrer Nahrungssuche angeflogen werden.

Der Wahlpflichtkurs Biologie begleitet den Hof von Schäfermeister Michael Seel bereits seit Anfang des Schuljahres. Neben Moorschnucken scheren, Lämmer versorgen und Apfelbäume pflanzen haben die Jungen und Mädchen viel über das Leben und Arbeiten auf dem Schäferhof erfahren. Wenn die Tage wärmer werden, befinden sich die Schafe hauptsächlich draußen auf den Deichen und Weiden, wo sie ihrer Arbeit als Landschaftspfleger nachgehen. Dann wird es Zeit, sich mit einem anderen Tier zu beschäftigen: der Biene. Schäfermeister Michael Seel hat auch bei diesem Thema viel Erfahrung: „Ich züchte Bienen seit meinem 14. Lebensjahr. Für das Projekt mit der Oberschule Lemförde habe ich mir etwas Besonderes überlegt und eine Schulkiste gebaut, wo die Schüler ihre eigenen Bienen halten und beobachten können“, wird er in der Mitteilung des Landvolks zitiert.

Damit die Bienen auch nach der Rapsblüte noch ausreichend Nahrung finden, tun es die Schüler vielen Landwirten in der Region gleich und säen eine Saatgutmischung blütenreicher Pflanzenarten, die den Bienen in ein paar Wochen Nektar, Honigtau und Pollen liefern. „Wir säen Phacelia, auch Bienenfreund genannt, Buchweizen, Sonnenblumen, mehrere Kleearten und noch andere Blütenpflanzen“, erklärte der Schäfermeister. „Die Hauptnahrung der Bienen stellt der Pollen dar. Honigtau und Nektar sind die Grundsubstanzen, aus denen Honig gemacht wird, der den Bienen als Energielieferant dient.“

Durch die Arbeit auf dem Hof wiederholen und vertiefen die Schüler die theoretischen Inhalte aus dem Unterricht. So bleibe besonders viel in den Köpfen hängen, heißt es in der Mitteilung. „In unserem Netzwerk ,Der Bauernhof als grünes Klassenzimmer‘ verfolgen wir das Ziel, aus einem einmaligen Erlebnis eine nachhaltige Erfahrung zu machen“, erklärt Landvolk-Öffentlichkeitsmitarbeiterin Sophie Mühlberger. „Durch diese Kooperation zwischen Landvolk, Schäferhof und Schule gelingt uns dies bereits seit vielen Jahren.“

Wer Interesse hat, den Schäferhof oder einen anderen landwirtschaftlichen Betrieb der Region kennenzulernen oder als Hof dem Netzwerk beizutreten, erhält beim Landvolk Diepholz unter Telefon 04271/945114 oder per E-Mail an smuehlberger@landvolk-diepholz.de nähere Informationen.

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