Gemeinde ändert den Bebauungsplan

In der Kaserne soll sich einiges tun

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Der Eigentümer der Aubugkaserne in Wagenfeld hat einige Nutzungsänderungen vor. Der Fachausschuss empfahl diesbezüglich die Änderung des Bebauungsplanes.

Wagenfeld - Der Besitzer der Auburgkaserne in Wagenfeld möchte diese nunmehr intensiver nutzen. Bislang ist diese als Sondergebiet zur Unterbringung von Saisonarbeitskräften ausgewiesen.

„Die zulässigen Nutzungen sind eng auf den Sondergebietszweck begrenzt und die baulichen Möglichkeiten am Bestand orientiert“, führte Planer Michael Schwarz am Dienstag in der Sitzung des Bau-, Wege-, Verkehrs- und Umweltausschusses in der Auburg aus.

Der Eigentümer hat die Absicht, die bestehenden Hallen zukünftig gewerblich zu nutzen und auf dem Freigelände Photovoltaikanlagen zu errichten. Im einzelnen hat er folgende Änderungswünsche: Er strebt eine Verknüpfung mit dem Golfplatz an und bietet diesem eine Unterstellhalle an. Dazu muss eine neue Zufahrt geschaffen werden. Die Nutzung der Hallen soll nicht nur auf die Saisonarbeiter beschränkt bleiben.

Für die Sporthalle wird auch eine externe Nutzung angestrebt. Zudem soll im nördlichen Bereich ein kleiner Laden eingerichtet werden, in dem die Saisonarbeiter Produkte für den täglichen Bedarf erwerben können wie Seife, Waschpulver und ähnliches, damit sie nicht immer in den Ort müssen.

Geplant ist auch die Anpflanzung von Obstbäumen. Sie sollen als Kompensation dienen für einen Schwimmteich, der als Folienteich angelegt werden soll.

Auf den Freiflächen sollen auf 1,2 Hektar Photovoltaikanlagen als starre Freiflächenanlagen installiert werden. Es soll ein Hundesportplatz angelegt und ganz am Südrand soll eine Fläche dem Golfplatz zugeschlagen werden.

Zudem hat der Eigentümer angeboten, im nördlichen Bereich der Kaserne und im Süden Flüchtlinge unterzubringen. Beide Komplexe können von der übrigen Anlage getrennt werden, so dass sich beide Parteien nicht „ins Gehege“ kommen können. Laut Bürgermeister Matthias Kreye können rund 60 Flüchtlinge untergebracht werden. Von den Ausschussmitgliedern wurde dieses Angebot allgemein begrüßt, ist doch mit der Zuweisung weiterer Flüchtlinge zu rechnen.

Der Eigentümer wolle mit seinen Änderungswünschen, insbesondere mit der Einrichtung eines Ladens, keine Konkurrenz zum Ort schaffen, betonte Planer Schwarz. „Aus meinen bisherigen Erfahrungen mit dem Eigentümer werden diese Änderungswünsche zur weiteren positiven Entwicklung der Anlage führen“, zeigte er sich überzeugt.

Damit die Wünsche des Besitzers auch umgesetzt werden können, muss der Bebauungsplan geändert werden. Der Fachausschuss empfahl eine solche Änderung mit den entsprechenden Folgeschritten einstimmig.

hwb

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