„Für mich wäre es eine Bereicherung“

Dr. Markus Templin kandidiert das erste Mal für den Pfarrgemeinderat

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Dr. Markus Templin kandidiert zum ersten Mal für den Pfarrgemeinderat in Lemförde. Die Wahlen sind am Sonntag, 11. November, 9.30 bis 13 Uhr, im Gemeinderaum der Kirche „Zu den heiligen Engeln“ in Lemförde.

Lemförde - Unter dem Motto „Deine Stimme – deine Kirche“ finden die Wahlen zum Kirchenvorstand beziehungsweise zum Pfarrgemeinderat im Bistum Osnabrück am 10. und 11. November statt. Durch jede Stimme wird auch das ehrenamtliche Engagement in der Pfarreiengemeinschaft Bohmte-Hunteburg-Lemförde für alle unterstützt, die bereit sind, sich in diesen Gremien für eine lebendige und zukunftsorientierte Kirche einzusetzen.

„Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand brauchen Menschen, die durch ihre Wahl legitimiert sind, mitzuentscheiden und mitzumachen“, betont Pastor Marc Weber, der sich mit dem Wahlteam freut, wenn möglichst viele Gemeindeglieder am Sonntag, 11. November, in der Zeit von 9.30 Uhr bis 13 Uhr im Gemeinderaum der Kirche „Zu den heiligen Engeln“ in Lemförde wählen würden.

Einer, der zum ersten Mal kandidiert, ist Dr. Markus Templin aus Lemförde, der sich für den Pfarrgemeinderat hat aufstellen lassen. Dieser nimmt an der Leitungsaufgabe der Kirchengemeinde teil. Er stellt die Weichen für ein lebendiges Gemeindeleben und setzt sich dafür ein, möglichst viele zu beteiligen. Er nimmt gesellschaftliche Veränderungen wahr und entwickelt Ideen, wie die Kirche den Menschen heute nahe sein kann. 

Er arbeitet eng zusammen mit dem Pastoralteam, dem Kirchenvorstand und, wo vorhanden, dem ehrenamtlichen Gemeindeteam. In Absprache mit Pastor Weber und den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates stellen wir Templin vor, um die Bedeutung dieser Wahl hervorzuheben. Mit ihm unterhielt sich Christa Bechtel.

Herr Dr. Templin, was war Ihre Motivation, sich für den Pfarrgemeinderat aufstellen zu lassen?

Dr. Markus Templin: Einerseits ist es die Gemeinde hier vor Ort, die aus meiner Sicht sehr aktiv ist und sehr engagierte Christen hat. Das ist natürlich ein Ansporn, eine Motivation sich auch selber einzubringen, aktiv zu werden und das Gemeindeleben mit zu gestalten. 

Das andere ist die Erfahrung von früher, wo ich mich auch schon in der Kirche eingebracht habe. In der Jugend- und Messdienerarbeit und als Gruppenleiter – das hat mir ganz viel Spaß und Freude gemacht und ist auch eine Motivation, den Pfarrgemeinderat jetzt anzugehen.

Inwiefern engagieren Sie sich bereits innerhalb der katholischen Kirchengemeinde Lemförde?

Templin: In der Kirchengemeinde in Lemförde war ich selber bisher wenig aktiv. Der Schwerpunkt unserer Familie war eher auf die evangelische Gemeinde gerichtet, da meine Frau dort längere Zeit im Gemeindebeirat und in der Kinderkirche aktiv war. Und jetzt meine Tochter sich dort an verschiedenen Stellen engagiert. Ich bin im Posaunenchor aktiv, auch als stellvertretender Chorleiter. 

Nach dem Tod meiner Frau im Frühjahr dieses Jahres war das für mich auch ein Punkt zu sagen: Ich möchte jetzt mal wieder stärker in der katholischen Kirche aktiv sein – ein bisschen zurück zu meinen Wurzeln.

Was meinen Sie: Ist die Kirche im Umbruch?

Templin: Eigentlich ein abendfüllendes Thema. Kirche aus meiner Sicht ist immer in einem Veränderungsprozess, verändert sich stetig. Zurzeit ist die Notwendigkeit für Veränderungen, für Wandel recht groß. Einfach auch durch den gesellschaftlichen Wandel. Da gibt es auch, wenn man in die Presse guckt, sehr viele Aktivitäten und Ideen, was dort läuft. 

Ob das jetzt schon ein Umbruch ist, glaube ich, kann man erst rückwirkend sagen. Momentan ist vieles angestoßen; da muss man gucken, wie intensiv oder wie schnell sind diese Veränderungen und in welchem Ausmaß. Dann kann man rückwirkend sagen: Das war wirklich ein Umbruch.

Wie würden Sie dafür sorgen, dass das Gemeindeleben so lebendig ist, sodass Kirche den Menschen ganz nah ist?

Templin: Wie ich am Anfang bereits sagte: Für mich ist die Gemeinde in Lemförde lebendig. Das heißt, da kann man viel lernen, wie es hier läuft. Für mich heißt lebendige Gemeinde, dass viele Mitglieder der Kirche sich aktiv in das Gemeindeleben einbringen. Dadurch ist es vielfältig. Und auch die verschiedenen Leute in ihren Lebenssituationen, Lebensphasen angesprochen werden. Die Frage ist: Wie kriege ich die Leute dazu, sich aktiv einzubringen? Das heißt für mich, dass ich eine offene Kirche habe, die wirklich zuhört, auf die Menschen eingeht, zugeht und eine Plattform schafft, dass die Leute sich wirklich einbringen können.

Was bringt es, sich als Pfarrgemeinderat zu engagieren?

Templin: Das führt am Ende hoffentlich dazu, dass man eine lebendige Gemeinde hat. Das ist einerseits positiv für die Gemeinde, weil das natürlich viel, viel mehr Freude und Spaß macht, den Glauben in einer lebendigen Gemeinde zu leben. Auf der anderen Seite strahlt das natürlich auch nach außen ab in die Gesellschaft, dass man die christlichen Werte einfach in die Gesellschaft mit transportieren kann.

Was würde Ihnen persönlich Ihr Engagement im Pfarrgemeinderat bedeuten?

Templin: Es wäre für mich eine Bereicherung, weil ich viele neue Dinge kennenlernen werde oder kann. Und auch mit vielen Menschen in Kontakt komme und mich austauschen kann. Das ist einfach total bereichernd.

Wenn Sie gewählt werden sollten: Was würden Sie gerne umsetzen?

Templin: Ich glaube, es ist nicht entscheidend, was ich heute gerne umsetzen würde. Für mich wäre es vom Ablauf so, dass der Pfarrgemeinderat als Team, als Gruppe gucken muss: Was sind die Themen, die anstehen, die man priorisieren muss nach Wichtigkeit, Dringlichkeit? Dann abhängig von den Ressourcen und sowohl personell und finanziell festlegt, an welchen Themen man arbeiten möchte. Dann kann man sich entsprechend einbringen.

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