Nachlese zum Brockumer Großmarkt

Friedliches Volksfest mit tollem Wetter

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Brockum - Von Jannick Ripking. Tolles Wetter, gute Stimmung und allen voran: Der Brockumer Markt war friedlich. Da war sich das Marktleitungsteam, bestehend aus den gewählten Brockumer Gemeinderatsmitgliedern, einig bei der Marktnachlese.

Zu den Besucherzahlen sagte Bürgermeister Marco Lampe: „Unser Markt war an den Wochenenden etwas schlechter besucht, als wir es schon einmal erlebt haben.“

Konkreter wurde Ratsherr Andreas von Rekowski, der auch einer der Marktleiter ist: „In der Ausstellung hatten wir am Samstag zehn Prozent mehr Besucher und am Sonntag neun Prozent mehr als im letzten Jahr. Am Dienstag waren es allerdings 40 Prozent weniger Besucher.“

Über diesen vermeintlich hohen Abfall müsse man sich aber keine Gedanken machen. In diesem Jahr – anders als im Vorjahr – war nach dem Dienstag kein Feiertag, erklärte von Rekowski. Im Vergleich zu den anderen Jahren „sind das ganz natürliche Schwankungen“. Insgesamt sei auch in diesem Jahr die Besucherzahl von über 200 .000 erreicht worden. Und durch die vermeintlich leicht gesunkene Besucherzahl habe es auch kein Gedränge an den Ständen gegeben.

Mit den Beschickern und Schaustellern war die Marktleitung insgesamt wieder zufrieden. Man habe eine bunte Vielfalt an Ständen und Fahrgeschäften anbieten können. Neben mancher Änderung oder kurzfristigen Absagen, die aber allesamt aufgefangen werden konnten, blieb das meiste und zu großen Teilen beim Altbewährten. Nur der Generationenwechsel bei vielen Markthändlern müsse im Auge behalten werden, mahnte Friedrich Lübker: „Viele Geschäfte werden aufgegeben, weil es keinen Nachfolger gibt. Da wartet ein wenig Arbeit auf uns in den nächsten Jahren, damit wir die Vielfalt des Marktes aufrecht halten können.“

Zum ersten Mal war der Zeltverleih Kortkamp als Zeltaufbauer beim Brockumer Markt vertreten. Daniel Kütenbrink dazu: „Es lief nicht alles problemlos. Diesbezüglich werden wir auch noch einmal das Gespräch mit Kortkamp suchen. Aber das hat mit dem Markt an sich wenig zu tun.“ Der Markt selbst und insbesondere die Gewerbeschau seien wieder eine runde Sache gewesen, so Kütenbrink.

Dennis Brinkmann zog, stellvertretend für die Polizei, bezüglich des friedlichen Verlaufs des Volksfestes eine Analogie zu den Asterix-Comics: „Man hört in aller Welt, dass die Gewalt steigt. Aber nur ein Dorf stemmt sich dagegen: Brockum.“ Hatten die Vollzugsbeamten im letzten Jahr noch gefordert, dass einige Marktwege besser beleuchtet und beschildert werden sollen, so gab es dieses Mal keine Beanstandungen: „Unsere Vorschläge aus dem letzten Jahr wurden super umgesetzt.“

Die Parksituation rund um den Markt sei allerdings weiterhin ausbaufähig. „Wir haben ungefähr 100 Verstöße beim Parken gezählt“, so Brinkmann. Andreas von Rekowski stimmte zu: „Die Parkordnung war etwas chaotisch.“

Tim Wehrbein, Bereichsleiter des DRK auf dem Markt, schloss sich seinen Vorrednern an und berichtete von relativ entspannten Diensten. Er hatte aber auch einige Anregungen, Wünsche und Verbesserungsvorschläge im Gepäck: „Unser Standort an der Marktwache hat Vorteile, aber auch Nachteile.“

Jeder Besucher wisse zwar, wo das DRK auf dem Gelände zu finden ist, aber durch die zentrale Lage seien besonders der Krankentransport und die Behandlung nicht immer einfach, weil der derzeitige Standort einfach sehr eng ist.

Als Alternative schlug Wehrbein den Aufbau einer dezentralen externen Behandlungsstätte vor. „Wir sind da sehr offen für Diskussionen und Austausch“, versicherte er. Und der Bürgermeister versprach, dass der Rat nach möglichen Lösungen suchen werde.

Polizei, DRK und Feuerwehr zum Großmarkt

Tim Wehrbein, Bereitschaftsleiter des DRK auf dem Brockumer Großmarkt, berichtete von insgesamt 94 Patienten, von denen elf an den Regelrettungsdienst übergeben und ins Krankenhaus gebracht wurden. Im Fünf-Jahres-Mittel lagen diese Zahlen knapp unter dem Durchschnitt. Das DRK leistete an den vier Markttagen insgesamt 805 Helferstunden. An allen Tagen waren jeweils 30 Helfer vor Ort. Drei Ärzte unterstützten das DRK-Team. Am Samstagabend und am Viehmarktmittag hatte das Team um Wehrbein am meisten zu tun. Das sei vergleichbar mit den Jahren zuvor gewesen.

Dennis Brinkmann, Verantwortlicher der Polizei, sprach von einem friedlichen Marktgeschehen. Er betonte auch, dass es keine Probleme gegeben hat, die Marktschichten mit Personal zu besetzen. Auch für die Polizei lagen die Schwerpunkte auf Samstagabend und Dienstagnachmittag.

Marco Stickan, Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Brockum, und seine Kameraden leisteten insgesamt 396 Helferstunden beim Brockumer Markt. Auch für die Feuerwehr waren es vier sehr ruhige Tage: „In diesem Jahr gab es bei uns gar nichts.“ Die Feuerwehr, das DRK und die Polizei sprachen jeweils von einer guten, funktionierenden Zusammenarbeit.

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