„Pink Ribbon“-Radtour führt durch Lemförde

Freude am Leben fördern und wecken

Die Teilnehmer des „Pink Ribbon“ Team 3 mit Teamleiter Sven Frommhold (vorne r.) sowie Katrin Eickhoff (hinten 2.v.l.) und Katharina Fock (hinten 2.v.r.) von Tiemanns „Boarding House“ Lemförde. J Foto: Bechtel

Lemförde - Von Christa Bechtel. Aktiv sein und sich für die Gesundheit und Brustkrebs-Aufmerksamkeit zu engagieren: Das haben sich „Pink Ribbon“ und „Ernsting’s family“ auf ihre Fahnen geschrieben. Deshalb fahren auch in diesem Jahr seit dem 19. bis 30. September vier Teams von Passau, Donaueschingen und Hamburg aus einmal entlang der rosafarbenen Schleife durch Deutschland. Station machte jetzt das Team drei in Tiemanns „Boarding House“ in Lemförde.

Die rosa Schleife „Pink Ribbon“ steht weltweit als unverkennbares Symbol im Bewusstsein gegen Brustkrebs. Ziel ist es, gemeinsam die Sensibilität für Brustkrebs zu stärken. Denn bei kaum einer anderen Krebserkrankung ist die Früherkennung so wichtig für die Heilungschancen.

„Es gab von den ursprünglichen Veranstaltern im persönlichen Umfeld einen Betroffenheitsfall. Da haben sich die beiden, Christina Kempkes und Matthias Schafhauser, entschlossen, ‚Pink Ribbon‘ in Deutschland ins Leben zu rufen“, blickt Teamleiter Sven Frommhold im Gespräch mit unserer Zeitung auf die Anfänge. Zumal es schon ‚Pink Ribbon‘ in den Niederlanden oder der Schweiz gegeben habe. Ausgangspunkt sei eine größere Radtour gewesen. „Aber mittlerweile gibt es ganz viele Aktionen wie eine Damen-Golfrunde oder den Pink-Kids Club. Also Kinder von betroffenen Frauen, die damit auch irgendwie zurechtkommen müssen“, erläutert Frommhold, der weiter ergänzt: „Es gibt Prominente, die das auf vielfältigste Weise unterstützen.“ Wie Regina Halmich, Deutschlands bekannteste Boxerin, die per Flyer und Bodypainting unter dem Slogan „Hinfühlen statt Wegsehen“ auf die Früherkennung von Brustkrebs aufmerksam macht.

Grundidee von ‚Pink Ribbon‘ sei, nicht Werbung für eine bestimmte Art der Vorsorge und Behandlung zu machen oder Spenden einzusammeln, sondern: „Es geht um Sensibilisierung und Bewusstmachung des Ganzen und Freude am Leben zu fördern und zu wecken“, betont der Teamleiter.

2012 seien die Radtouren von Nürnberg über Kassel nach Hamburg gestartet. „Da wurde die Idee geboren, diese Schleife in Deutschland abzufahren. Seitdem wird die Schleife auf Deutschland gelegt – und vier Teams fahren das Ganze ab. Frauen sind meistens in der Überzahl, doch es radeln auch einige Männer mit“, veranschaulicht Frommhold. Treffpunkt sei am 30. September in Kassel. „Da gibt es noch einen Flashmob, wo ein Tanz aufgeführt wird“, verrät er lachend, dass er sich dann verstecken werde. Außerdem gebe es die Schleifenroute als ständige Radwanderroute im Internet.

Da die nördliche Schleifenroute tatsächlich über Lemförde führt, konnten die Teilnehmer den schmucken Ort am Fuße des Stemweder Berges etwas näher kennenlernen. „Hier ist es sehr schön, sehr ruhig und idyllisch. Uns ist aufgefallen, dass es auf 200 Metern fünf Gaststätten gibt; das hatten wir nicht erwartet“, sagt er schmunzelnd. Zudem seien alle nett und zuvorkommend bedient worden.

„Die Hotels unterstützen unsere Aktion. Entweder mit kostenlosen Übernachtungen mit Frühstück oder nur das Frühstück oder mit dem symbolischen Preis. Sie zeigen damit, dass sie die Idee unterstützen. Denn ohne Hotels würde das nicht gehen mit vier Teams und 13 Übernachtungen“, stellt Frommholt heraus, der an diesem Morgen mit Teilnehmern aus Berlin, Thüringen, Sachsen und Bayern startete.

„Ich finde das ein tolles Projekt, sodass ich gerne mitmache“, erklärte Ursula Weber, die extra aus Münster per Bahn angereist war, um an dieser Etappe teilzunehmen. Selbst Psycho-Onkologin, arbeite sie mit Krebspatienten. Beim Start stellte Sven Frommhold noch heraus: „Unterwegs ergeben sich immer ganz spontane Begegnungen. Quer durch Deutschland begegnet uns nie Ablehnung. Die Meisten finden es gut, dass wir auf diese sportlich-aktive Weise diesen Gedanken befördern.“

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