Freizeitbad besteht 40 Jahre

Sanierung des Freizeitbads Hüde nicht während des Lockdowns möglich

Die Glasfront des Freizeitbads in Hüde ist aus energetischer Sicht nicht mehr tragbar. Sie soll durch eine Holzfassade ersetzt werden.
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Die Glasfront des Freizeitbads in Hüde ist aus energetischer Sicht nicht mehr tragbar. Sie soll durch eine Holzfassade ersetzt werden.

Hüde – 40. Geburtstag – das wäre eigentlich eine Party wert gewesen. Doch wie so vieles in diesen Tagen geht auch der runde Jahrestag des am 1. März 1981 eröffneten Freizeitbads Dümmer in Hüde sang- und klanglos vorüber. Wenn ohnehin nichts geht, hätte es sich da nicht angeboten, die Zeit zu nutzen und die von Mitte August bis Mitte Oktober geplante Sanierung vorzuziehen?

Diese Möglichkeit hat die Verwaltung laut Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe in den vergangenen Wochen geprüft, letztendlich aber verworfen.

Der Samtgemeinderat hatte 2019 beschlossen, den Umkleide- und WC-Bereich des Freizeitbads grundlegend zu sanieren. Unter anderem wird der Umkleidebereich komplett entkernt. Anschließend sollen unter anderem jeweils zwei behindertengerechte Umkleiden im Damen- und Herrenbereich geschaffen werden. Außerdem wird die aus energetischer Sicht nicht mehr tragbare Glasfront durch eine Holzfassade ersetzt.

Die Sanierung war ursprünglich für den vergangenen Herbst geplant, wurde aber auch wegen des zu dem Zeitpunkt noch ausstehenden Förderbescheids verschoben. Die Kosten für die Sanierung hatte die Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ mit knapp 745.000 Euro kalkuliert. Inzwischen hat sie eine Förderzusage aus dem Sportstättensanierungsprogramm des Landes in Höhe von 268.000 Euro erhalten.

Ende vergangenen Jahres, als sich abzeichnete, dass der Lockdown länger andauern würde, habe sich die Verwaltung Gedanken über ein kurzfristiges Vorziehen der Sanierung aufs Frühjahr gemacht, berichtet Rüdiger Scheibe. Man habe sich diesbezüglich auch mit dem Planer beraten. Das Ergebnis: Die Arbeiten hätten am 26. April beginnen können und voraussichtlich bis Ende Juli angedauert – also mehr als drei Monate statt der anvisierten gut zwei Monate. „Das Material steht noch nicht zur Verfügung“, erläutert Scheibe das Problem. „Manche Dinge wie Türen oder Deckenstrahlheizung haben mindestens zehn Wochen Lieferzeit.“

Hinzu kommt, dass die sanierungsbedingte Schließung in die Hauptsommerferienzeit von Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen fallen würde. Und dann würde man eigentlich gerne wieder – zumindest unter Auflagen – Badespaß anbieten. „Wenn es dumm läuft, können wir vielleicht auch erst im Juli öffnen und müssen im August schon wieder schließen. Aber das weiß man vorher nicht“, sagt der Verwaltungschef mit Blick auf die ungewisse Entwicklung der Corona-Pandemie.

Angesichts dieser Unwägbarkeiten hat es die Verwaltung dabei belassen, mit der Sanierung wie geplant am 16. August zu starten. Die Materialbestellungen gehen laut Scheibe jetzt raus, damit bei Beginn der Bauarbeiten alles verfügbar ist und die verschiedenen Gewerke direkt hintereinander weg arbeiten können. Läuft alles nach Plan, wird die Sanierung Mitte Oktober abgeschlossen. Und dann sind die Rahmenbedingungen vielleicht auch so, dass der runde Geburtstag nachgefeiert werden kann.

Das 25-jährige Jubiläum des Bads wurde groß gefeiert, die Party zum 40. Geburtstag fällt aus.

Die Bezeichnung Freizeitbad trägt die Einrichtung übrigens erst seit 2006, dem Jahr des 25-jährigen Jubiläums, das seinerzeit groß gefeiert wurde. Damit sollten deren Vorzüge, beispielsweise die großzügige Außenanlage mit Spiel-, Sport- und Ruhebereich herausgestellt werden, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung. Im Laufe der Jahre gab es im Freizeitbad viele Aktionen, unter anderem die Teilnahme am lebendigen Adventsfenster, die Aufwertung der Außenanlage mit Spielgeräten und beschattetem Sandkasten, ein Candle-Light-Schwimmen oder die jährliche Beachparty der Ferienkiste. Zuletzt ging im vergangenen Jahr die Außensauna in Betrieb.

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