Fortsetzung des „Grünen Klassenzimmers“ für den Wahlpflichtkurs Biologie der Von-Sanden-Oberschule

Schüler stellen Futterration zusammen

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Die Schafe drängelten sich an die Raufe, als die Siebtklässler sie mit Heu füllten.

Stemshorn - „Wir haben heute als Schwerpunkt Futtermittel-Berechnung. Damit die Kinder auch mal wissen: Wie viel muss ein Schaf fressen, damit es artgerecht auch satt wird“, erläuterte Schäfermeister Michael Seel, der am Donnerstagnachmittag im Rahmen des grünen Klassenzimmers wieder den Wahlpflichtkurs (WPK) Biologie der Von-Sanden-Oberschule (VSO) Lemförde auf dem Schäferhof in Stemshorn begrüßen konnte.

Auf dem Programm stand der vierte Termin von „Das Jahr auf dem Schäferhof“. Dieses Mal drehte sich alles um das Futter für die „Diepholzer Moorschnucken“, die Seel in seinem Herdbuchzuchtbetrieb aufzieht.

Neben ihm wurden die Siebtklässler von Fachlehrer Heinz Leemhuis und Birte Brackmann, Sprecherin des veranstaltenden Landvolk-Kreisverbands Grafschaft Diepholz, betreut. Gestartet wurde mit einer Besichtigung des Stalls, wo die Mädchen und Jungen sahen, wie dieser eingeteilt ist, beispielsweise mit Futterraufen oder Bottichen, gefüllt mit Wasser und Mineralfutter. Da tauchten gleich Fragen auf wie „Was ist Mineralfutter?“ oder „Was ist ein Zuckerschnitzel?“ Da ein Schaf zwei Kilo Heu pro Tag benötigt, konnten die Kinder mittels einer Waage sehen, welch eine große Menge das ist. „Wir haben momentan 560 Schafe im Stall“, verdeutlichte Seel.

Nach einer Pause wurden die Schüler in drei Arbeitsgruppen – Team blau, rot und grau – eingeteilt. So veranschaulichte Heinz Leemhuis im Kommunikationszentrum den wissbegierigen Kindern das Verdauungssystem des Schafes. „Schafe sind Wiederkäuer – ähnlich wie Kühe – und haben deshalb ein spezielles Verdauungssystem“, erklärte der Fachlehrer, der das Thema theoretisch mit den WPK-Teilnehmern aufarbeitete.

„Schmecken die auch süß?“, wollte Khaled wissen, als Birte Brackmann der Gruppe die aus Zuckerrüben gepressten Pellets zeigte, sogenannte „Rübenschnitzel“, die ein wertvolles und gefragtes Futtermittel sind. Und schon wurde probiert! „Es schmeckt nach Heu“, meinte Patrick. „Sie sehen grau-braun aus und riechen nach Kartoffel“, äußerten sich andere Schüler. An der nächsten Station säuberten die Kinder unter Anleitung des Schäfermeisters erst die Heuraufen, um diese anschließend mithilfe einer Forke mit Heu zu füllen. „Ganz schön schwer“, sagte Amani spontan, als sie einen Riesenhaufen Heu zur Raufe trug. Ganz locker manövrierte dagegen Tim das Futter zu den Schafen, die sich sogar gegenseitig zur Seite schubsten, um an das Heu zu kommen.

„Die Moorschnucken sind im Sommer draußen und im Winter im Stall. Da bekommen sie außer Heu auch Mineralfutter, Weizenstroh oder Salzstein“, zeigte Birte Brackmann auf. Ausrechnen sollten die Kinder unter ihrer Anleitung zudem: Wie viel trinkt und frisst ein Schaf am Tag? Wie viel muss Schäfermeister Seel pro Tag dafür „ranschaffen“? Wie viel muss er für den gesamten Winter einplanen?

„Es ging heute darum, die Futtermittel kennenzulernen, die VSO-Schüler mussten eine Futterration selbst zusammenstellen und diese an ein Schaf verfüttern – was eine besondere Überraschung für alle war. Aber sie sollten auch lernen: Worauf kommt es beim Füttern an? Dass nicht nur einfach das Heu in die Raufen geschüttet wird, sondern dass es auch um das Saubermachen geht“, resümierte Birte Brackmann nach diesem „grünen Klassenzimmer“.

cb

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