Förderverein und Stiftung tragende Säulen/Mitgliederversammlung

Hospizarbeit benötigt 80000 Euro jährlich

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Sie gaben einen umfassenden Bericht über die Hospizarbeit im vergangenen Jahr: Schwester Maria Thiede (l.) und Schwester Irmild Espendiller.

Lemförde - „Der Förderverein Hospiz Lemförde hat derzeit 371 Mitglieder. Im zurückliegenden Jahr gab es 15 Abgänge und zehn Zugänge“, erläuterte erster Vorsitzender Dr. Rainer Hafer während der Mitgliederversammlung im katholischen Gemeindehaus Lemförde zu Beginn seines Berichtes. Zuvor hatte sein besonderer Dank den ehrenamtlichen Hospizhelfern sowie den Schwestern Irmhild Espendiller (Trauerbegleiterin) und Maria Thiede und Silke Hülsmann (beide Koordinatorinnen, Palliative Care Fachkräfte) gegolten.

Zur Aufrechterhaltung der Hospizarbeit seien etwa 80000 Euro jährlich erforderlich, setzte Hafer seinen Bericht fort. Tragende Säulen seien zum Einen die Hospiz-Stiftung, zum Anderen der Förderverein. „Beide stellen etwas mehr als ein Drittel der Beträge zur Aufrechterhaltung der Hospizarbeit zur Verfügung. Ohne diese beiden wäre die Hospizarbeit rund um den Stemweder Berg nicht möglich“, betonte der Allgemeinmediziner, der mit seinen Vorstandskollegen auch in diesem Jahr auf Spenden hofft. Das Stiftungskapital betrage zwar derzeit rund 330000 Euro, „darf aber nicht ausgegeben werden“, so Hafer, der weiter herausstellte: „Das Kuratorium bemüht sich, in der Stiftung durch regelmäßige Sitzungen innovativ zu sein, neue Ideen voranzubringen, um auch die Fördermöglichkeiten zu erhöhen.“ Besonders freute sich Hafer: „Dass das Finanzamt den Förderverein anerkannt hat und somit alle steuerlichen Voraussetzungen in vollster Weise erfüllt sind.“

Anschließend gab Schatzmeisterin Andrea Lehrich einen Überblick über die Ein- und Ausgaben. Allerdings habe man aus den knappen Rücklagen 690,41 Euro entnehmen müssen. „Sie ist vorbildlich geführt und wir hatten nichts zu beanstanden“, verkündete Gerda Wrampelmeier, die mit Claus Samstag die Kasse geprüft hatte. Da Samstag im vergangenen Jahr nur für ein Jahr als Kassenprüfer gewählt wurde, berief ihn die Versammlung nun für weitere zwei Jahre in dieses Amt.

„Ich plane, dass wir etwa 13500 Euro an Mitgliedsbeiträgen einnehmen werden. Spenden von Mitgliedern erwarte ich ungefähr 500 Euro; von Nicht-Mitgliedern gehe ich von 1000 Euro aus. Das heißt, wir haben eine Gesamt-Einnahme von 15000 Euro.“ Mit diesen Zahlen stellte Andrea Lehrich den Haushaltsplan 2015 vor. Für den Förderzweck möchte sie aber dennoch 16000 Euro einplanen. Dem gegenüber stehen an Ausgaben 16300 Euro für das laufende Jahr.

„Im letzten Jahr durften wir 56 Personen im Sterben begleiten“, eröffnete Schwester Maria Thiede den Punkt „Bericht über die Hospizarbeit im vergangenen Jahr“. Zurzeit seien es 24 Hospizhelfer, „die uns dabei mit großem Engagement sehr gut unterstützt haben“, unterstrich die Koordinatorin. Das seien manchmal ehrenamtliche Einsätze über Stunden, Tage und Wochen gewesen. Außerdem wurde im letzten Jahr ein Hospizhelferseminar durchgeführt. „Im Grundkurs waren es zwölf Teilnehmer; derzeit sind es acht, die in der Ausbildung sind und Ende Mai ihren Abschluss machen“, listete Schwester Maria auf, die ergänzte: „Wir denken, dass wir davon einige übernehmen können.“

Die Begleitungen würden sowohl in Pflegeheimen als auch Zuhause stattfinden. „Um die Angehörigen zu unterstützen, zu beraten oder abzulösen, damit sie zum Beispiel auch mal schlafen können“, erklärte Schwester Maria, die darauf hinwies, dass im Herbst ein neues Hospizhelfer-Seminar angeboten wird. Und: „Die Zusammenarbeit mit Damme und Ostercappeln ist eine wunderbare Sache“, meinte strahlend Schwester Maria, die allen für die Förderbeiträge dankte, „die wir dringend benötigen.“

„Zwei Hospizhelfer absolvieren zurzeit die Trauerausbildung, zu der 160 Unterrichtsstunden gehören“, erwähnte Schwester Irmhild, die akzentuierte: „Da muss man schon Zeit und Kraft haben.“ Als Trauerbegleiterin steht sie derzeit sechs Personen zur Seite. Denn: „Eltern und Angehörige leiden oft über einen längeren Zeitraum“, weiß sie aus Erfahrung. Sehr gut angenommen werde das Trauerfrühstück. „Diese Gruppe ist offen“, hob die Schwester hervor.

cb

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