Flüchtlingshilfe Lemförde sucht engagierte Mitstreiter

„Wir freuen uns über jede helfende Hand“

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Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe und Lemfördes Bürgermeisterin Stephanie Budke-Stambusch begrüßten zusammen mit der Flüchtlingshilfe Lemförde viele hilfswillige Bürger im Rittersaal des Amtshofs.

Lemförde - Ehrenamtliche Helfer, Vereine, Institutionen und Kirchengemeinden verpflichten sich bereits in der Flüchtlingshilfe Lemförde. Das Engagement ist groß. Aber die bisher angelaufene Hilfe braucht weitere Unterstützung. „Dafür brauchen wir Sie“, machte Lemfördes Bürgermeisterin Stephanie Budke-Stambusch während einer Infoveranstaltung deutlich.

Mehr als 100 bereitwillige Helfer hatten am Montagabend den Weg in Lemfördes Rittersaal gefunden, im Bewusstsein, dass die Flüchtlinge Unterstützung benötigen – schnelle und unbürokratische Hilfe bei der Bewältigung des Alltags.

„Die Flüchtlingshelfer vor Ort zeigen großes Engagement und opfern viel Freizeit für die Flüchtlingshilfe“, sagte Budke-Stambusch. Das Team um Integrationslotsin Kerstin Lagemann sei mittlerweile jedoch am Limit angekommen und brauche dringend Beistand.

Bislang gebe es 75 Flüchtlinge in der Samtgemeinde bis zum Jahresende sollen, laut Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe weitere 60 folgen. „Bislang konnte die Unterbringung gut organisiert werden, die Flüchtlinge leben in Lemförde, Brockum und Marl“, klärt Scheibe auf, mit dieser dezentralen Unterbringung gehe die Integration leichter von statten. Die Unterbringung weiterer Flüchtlinge stelle eine besondere Herausforderung dar, da die Samtgemeinde derzeit keine Wohnungen mehr zur Verfügung habe. „Wir sind daher dringend auf der Suche nach Häusern oder Wohnungen, die wir für die neuen Asylbewerber anmieten können“, so Scheibe. Wer aktuell oder in den kommenden Monaten Wohnraum zur Verfügung hat, kann sich bei Elena Ignatenko, unter der Telefonnummer 05443/20941, melden

„Wir wollen die Flüchtlingshilfe in der Samtgemeinde auf eine breite Basis stellen und das Netzwerk weiter ausbauen“, appellierte Budke-Stambusch an die Hilfe aller Anwesenden. „Je mehr Helfer wir haben, desto besser ist die Ausgangsposition.“

Gesucht würden Flüchtlingspaten. „Wir freuen uns über jede helfende Hand“, sagte Natalie Biche, die gemeinsam mit Jutta Münster und Kerstin Lagemann ein erstes Treffen für Mittwoch, 14. Oktober, um 19 Uhr im Familienzentrum der Samtgemeinde in Lemförde, Bahnhofstraße 9, anberaumt hat. Gerne würde man auch viele Gäste im „Café International“, jeden zweiten Sonnabend von 15 bis 17 Uhr im Schäperhaus, begrüßen. „Das ist ein lockerer Ort der Begegnung für Lemförder und Asylsuchende. Es gibt Kaffee und Kuchen, Gesellschaftsspiele, Fußball für die Kids oder einfach ein freundliches Gespräch. Jeder ist willkommen, ob jung oder alt ist völlig egal“, machte Münster Lust auf einen Besuch.

Haushaltsgegenstände

dringend benötigt

Gesucht werden außerdem Helfer für die Sachspendenannahme. „Ganz dringend benötigen wir Küchen, Herde, Kühlschränke sowie kleine Haushaltselektrogeräte“, machten Renate

Poschmann und Andreas Schulze deutlich. Ein erstes Treffen für interessierte Helfer, die bei der Annahme und Vermittlung tätig werden wollen, ist bereits für heute um 19 Uhr im Familienzentrum organisiert. Sachspenden, die aktuell benötigt werden, würden bei Facebook unter „Flüchtlingshilfe Lemförde“ gepostet, sagte Annika Gaurig, die diese Seite eingerichtet hat.

Kleiderspenden nimmt weiterhin die „Schatzkiste“ in Lemförde, Hauptstraße 7 entgegen. Dort werden neben aktuellen Wintersachen für Kinder und Herrenkleidung in kleinen Größen, auch dringend Handtücher und Bettwaren benötigt. „Außerdem könnten wir dringend noch einige Helfer zum Sortieren gebrauchen“, machte Hannelore Wiesmann deutlich. Die sauberen Sachen können immer zu den Öffnungszeiten, dienstags, 14 bis 17 Uhr, und donnerstags, 9 bis 12 Uhr, sowie jeden zweiten Sonnabend im Monat von 9 bis 12 Uhr dort abgegeben werden.

Für Freizeitaktivitäten gemeinsam mit den Flüchtlingen werden ebenfalls Helfer gesucht. „Bei kleinen Ausflügen die Gegend kennenlernen, Vereinsaktivitäten bekannt machen, Zoobesuche, basteln mit dem Nachwuchs, bei den Hausaufgaben helfen oder auch die deutsche Sprache lehren“, erklären Jutta Pomplun und Ivonne Hafer, wie sich Freiwillige einbringen könnten. Hierfür ist für Donnerstag, 15. Oktober, 19 Uhr, ein erstes Treffen im Familienzentrum vorgesehen.

Für all jene, die die Flüchtlingshilfe mit einer Geldspende unterstützen wollen, gibt es ein eigens dazu eingerichtetes Spendenkonto: Flüchtlingshilfe Samtgemeinde Lemförde, IBAN: DE09256513250191233287, BIC: BRLADE21DHZ.

hm

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