Feuerwehren aus Lemförde, Stemshorn und Quernheim trainieren den Ernstfall

Unter Atemschutz durch das „Pflege-Labyrinth“

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Die Teilnehmer des Ausbildungsdienstes mit (vorne, v.l.) Susanne Gohlke („Haus Waldblick“), Schwester Heidemarie (Diakonissen-Mutterhaus) und Jürgen Stegmann (Ortsbrandmeister Lemförde).

Lemförde - Pflegeheime mit ihren zahlreichen Bewohnern und Gebäuden stellen für Feuerwehren ein besonderes Risiko dar und sind daher mit automatisch arbeitenden Brandmeldeanlagen ausgestattet. So stand jüngst für die Ortsfeuerwehren Lemförde, Stemshorn und Quernheim eine Begehung des Diakonissen-Mutterhauses sowie des „Haus „Waldblick“ auf dem Dienstplan.

Im Falle eines Alarms der Brandmeldeanlage stehen den Einsatzkräften sogenannte Laufkarten zur Verfügung, auf denen unter anderem die Geschosspläne mit allen Räumlichkeiten sowie die Lage von Rauchmeldern eingezeichnet sind. Durch diese soll ein schnelles Auffinden eines möglichen Brandherdes ermöglicht werden. In mehreren Übungen mussten die Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner innerhalb kurzer Zeit verschiedene Rauchmelder ausfindig machen. Lemfördes Ortsbrandmeister Jürgen Stegmann machte gleichzeitig auch auf wichtige bauliche Gegebenheiten aufmerksam.

Im zweiten Teil der Ausbildung gingen Trupps unter schwerem Atemschutz mit verdunkelten Atemschutzmasken in das Kellergeschoss des Mutterhauses zu einer Menschenrettung vor. Diese hatten keine Sicht und wurden von der Besatzung des Einsatzleitwagens mittels Gebäudeplänen durch das „Labyrinth“ zum angenommenen Brandherd geführt. Für die Atemschutzgeräteträger stand hier die Orientierung ohne Sicht sowie die Kommunikation über Funk mit dem Einsatzleiter im Vordergrund. Unter der Leitung von Schwester Heidemarie vom Diakonissen-Mutterhaus wurde das weitläufige Gelände beider Pflegeeinrichtung ausführlich besichtigt.

Am späten Nachmittag wurden die Feuerwehrmitglieder auf Einladung von Susanne Gohlke, Leiterin des „Haus Waldblick“ mit selbst gemachter Pizza und Butterkuchen zu einem Dialog mit den Heimbewohnern eingeladen. Die Feuerwehren und die beiden Pflegeeinrichtungen verbindet eine langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit, so haben, neben regelmäßigen Begehungen, auch schon größere Übungen stattgefunden.

Abschließend dankten Jürgen Stegmann und sein Stellvertreter Guido Marten den Pflegeeinrichtungen für einen wichtigen und interessanten Erfahrungsaustausch.

ah

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