Jahresbilanz im Schützenhaus

Feuerwehr Marl: Dienststunden-Zahl sinkt von 2221 auf 1721

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Bettina Hofmeister (links) und Friedhelm Dannhus (rechts) sprachen die Beförderungen für Anja Rossol (2.v.l.), Thomas Peglow und Sven Libow aus.

Marl - Hinter den nackten Zahlen der geleisteten freiwilligen Dienststunden und der Zeit bei Einsätzen zum Schutz und Wohle der Mitbürger stehen Menschen, die diese Zahlen aus der Taufe heben. Zur Bilanz für das Jahr 2017 trafen sich aktive und fördernde Mitglieder der freiwilligen Ortsfeuerwehr Marl am Samstagabend.

Gut zugehört hatte Bürgermeister Hartmut Henke und gerechnet: „1721 geleistete Stunden macht umgerechnet auf 20 aktive Feuerwehrleute 86 Stunden im Jahr, das sind elf Arbeitstage und damit mehr als zwei Wochen ehrenamtliche Arbeit für die Mitbürger. Dem gebührt Respekt und Anerkennung und ist nicht selbstverständlich.“ Ein Nicken von den weiteren anwesenden Gemeinderatsmitgliedern untermauerte sein Statement. 

Henkes Ziel: „Wir sollten aber mindestens pari sein in der Anzahl von aktiven und fördernden Mitgliedern.“ 2016 zählte die Ortsfeuerwehr noch 22 aktive und 21 fördernde Mitglieder. Zum Jahresabschluss 2017 waren es 20 aktive und 21 fördernde Mitglieder. Damit es mit dem Nachwuchs klappt, daran arbeite die Ortsfeuerwehr. Dazu berichteten Annika Meyer für die Jugendfeuerwehr und Birgit Wittkötter für die Kinder. „Zum Jahresende zählten wir zwei Mädchen und 27 Jungen in der Jugendfeuerwehr aus den sieben Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“, so Meyer. Die Betreuer kamen aus den Gemeinden Lemförde, Marl und Quernheim. Das Jahr ergab für den Nachwuchs 53 Aktivitäten, im Schnitt nahmen 15 Jugendliche und vier Betreuer teil. Zu den Diensten zählten Fahrten, Zeltlager, feuerwehrtechnische Ausbildung.

Betreuer und Helfer gewährleisteten dies mit 286 Stunden für Vorbereitung, Sitzungen und Aus- und Fortbildung. Zu den Jahreshighlights zählten die Besichtigung der Berufsfeuerwehr in Oldenburg, das Kreiszeltlager in Aschen, Ausflug in den Kletterwald und die Weihnachtsfeier in der Eishalle in Osnabrück.

Fünfter Geburtstag als Höhepunkt

Die Kinder hatten laut Wittkötter ähnlich viel Spaß bei den gemeinsamen Aktivitäten: „Das Highlight 2018 wird wohl unser fünfter Geburtstag, dazu haben wir uns schon Gäste aus Rehden, Wagenfeld und Diepholz eingeladen.“ Ortsbrandmeister Thomas Peglow schaute im Resultat statt auf 2221 Stunden 2016 auf „nur“ 1721 Stunden Dienste und Einsatzzeiten zurück. Darunter viele nachbarschaftliche Löschhilfen, kleine und mittlere Brände, technische Hilfen bei Einsätzen nach Sturm. „Ende November brannte es im China-Restaurant in Lemförde, dort wurden Personen vermisst“, erinnerte sich der Ortsbrandmeister.

Fortgebildet hatten sich Annika Meyer zur Atemschutzgeräteträgerin und Sven Libow zum Ortsbrandmeister. Friedrich Meyer informierte über die Dienste der Alterskameradschaft: „Dümmerbrand und am Brockumer Markt sind wir immer sehr gefragt zur Verkehrssicherung.“

Gemeindebrandmeister Friedhelm Dannhus schaute auf insgesamt 2171 Einsätze im Landkreis zurück, darunter 108 in der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“. „In der Samtgemeinde leisten 200 aktive Feuerwehrleute Dienst, 77 sind in der Altersabteilung.“ Dannhus und seine Stellvertreterin Bettina Hofmeister freuten sich besonders über die Beförderungen: Anja Rossol schaut auf 25 Jahre in der Feuerwehr zurück und wurde zur Hauptfeuerwehrfrau befördert. Thomas Peglow konnte die Jahreshauptversammlung als Haupt-Löschmeister durch Beförderung mit seinem stellvertretenden Ortsbrandmeister Sven Libow, jetzt Löschmeister, schließen. 

sbb

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