Vorstand sucht dringend Mitstreiter

Der „Ferienkiste“ droht das Aus

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Ein Team, das Spaß hat und dem die Arbeit Freude macht: Tina Tellmann (v.l.), Cordula Lindemann, Mareike Bolte, Merle Logemann-Meyer und Mareike Koke suchen Mitstreiter, damit die Arbeit weitergehen kann. Sollte es ihnen nicht gelingen, ist das wahrscheinlich das Aus für die „Ferienkiste“ in der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“.

Stemshorn - Von Horst Benker. Auf dem Wohnzimmertisch der Familie Lindemann in Stemshorn liegen bunte Programmhefte. Die Mitglieder des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft „Ferienkiste“ der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ blättern darin, schwelgen zum Teil in Erinnerungen, freuen sich und haben ihren Spaß. Doch dieses Bild könnte bald der Vergangenheit angehören. Vorsitzende Cordula Lindemann legt nach den Sommerferien definitiv ihr Amt nieder. Wenn sich kein Nachfolger oder keine Nachfolgerin findet, droht dem Verein die Auflösung. Und das im 25. Jahr seines Bestehens.

Die Samtgemeinde übernehme zwar jedes Jahr die Schirmherrschaft für den Ferienspaß, Personal werde sie aber nicht zur Verfügung stellen, habe ihr Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe verdeutlicht, betont Lindemann. Die „Ferienkiste“ sei ein eingetragener Verein, der behandelt werde wie jeder andere auch. Wenn sie ihren Vorstand nicht mehr besetzen könne, müsse sie sich halt auflösen.

„Es wäre schade, wenn es nicht mehr weitergehen sollte“, sind sich Lindemann und ihre Mitstreiterinnen Mareike Koke (stellvertretende Vorsitzende), Tina Tellmann (Schriftführerin und Programmheft-Gestalterin), Merle Logemann-Meyer (Beisitzerin) und Mareike Bolte (Beisitzerin) einig. Kassenwartin Janet Klostermann fehlt an diesem Abend.

Ausscheiden wird neben Lindemann auch Merle Logemann-Meyer. „Es werden also Leute benötigt, um den Vorstand aufrecht zu erhalten“, verdeutlicht Lindemann.

Mareike Koke, derzeitige stellvertretende Vorsitzende, möchte nicht aufrücken. Sie sei auch noch in anderen Vereinen engagiert. Außerdem traue sie sich nicht zu, vor größerem Publikum zu sprechen und zum Beispiel die „School’s out Party“ zu eröffnen. „Das liegt mir nicht“, gibt sie offen und ehrlich zu.

Sie habe das Problem auch schon in die Fraktionen der politischen Parteien getragen, sagt Lindemann. Bislang habe es aber noch keine Rückmeldungen gegeben. Sie ist jetzt im zehnten Jahr Vorsitzende. 2009 übernahm sie das Amt von Christa Bechtel. „Wir sind ein Team, das sich die Arbeit teilt“, blickt Lindemann in die Runde am Tisch. Aber einer oder eine müsse halt den Vorsitz innehaben.

Die „Ferienkiste“ wurde vor 25 Jahren gegründet, „um den Kindern und Jugendlichen, die daheim geblieben sind“, in den Sommerferien Abwechslung zu bieten. Die Angebote wurden im Laufe der Zeit nahezu zu Selbstläufern. Die Aktionen waren in der Regel gut besucht. Wenn es mal nicht mehr läuft, wird das Angebot gewechselt. „Es ist schön, dass sich Vereine und andere Organisationen beteiligen“, sagt Lindemann. Wer dabei sei, halte bereits länger zur Stange. Erste Rückmeldungen für die diesjährigen Aktionen lägen auch schon vor. In ihren Anschreiben habe die „Ferienkiste“ angefragt, ob nicht Interesse an einer Mitarbeit im Vorstand bestehe. Bislang ohne Erfolg. Veranstaltungen der „Ferienkiste“ selbst seien die „School’s out Party“ und die „Beachparty“ im Hallenbad in Hüde.

„Zielgruppe der jetzigen Aktionen sind die Grundschüler im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Ältere Kinder erreichen wir kaum noch“, erläutert Tina Tellmann. Deshalb sei es sicherlich von Vorteil, wenn an der Vorstandsarbeit interessierte Personen Kinder in dem Alter hätten. Sie könnten diese mit einbeziehen und dadurch dann auch neue Ideen einbringen, glaubt Tellmann.

An mögliche Kandidaten würden aber keine besonderen Anforderungen gestellt. „Die ,School’s out Party’ ist ein schönes Event, wo sich auch viele Eltern einen schönen Nachmittag machen“, meint Mareike Koke. Vielleicht fühlten sich ja von diesen welche angesprochen und hätten Lust zur Mitarbeit.

„Die Arbeit hat mir immer Spaß gemacht. Ich freue mich aber auch, wenn jemand etwas Neues anbietet“, gesteht Cordula Lindemann.

Wer Interesse an der Mitarbeit bei der „Ferienkiste“ hat, kann sich bei jedem der Vorstandsmitglieder melden und ist willkommen.

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