Ferien-Seminar: Konfirmanden beschäftigen sich mit der Rolle Gottes in ihrem Leben/Gemeinschaft wächst zusammen

Jugendliche erarbeiten Bedeutung von Glauben und Nächstenliebe

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Die entstandene Gemeinschaft wurde mit einem gemeinsamen Abendmahl in Lingen gefeiert.

Lemförde/Lingen - Gottes Geschenke an die Menschen war eins der großen Themen des Konfirmanden-Ferien-Seminares der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden Brockum, Burlage und Lemförde. Eine Woche haben sich in der Jugendherberge Lingen 52 Jugendliche und zwölf Teamer intensiv damit beschäftigt, welche Rolle Gott in ihrem Leben spielt.

Das Leben, die Würde, die Unversehrtheit und der Segen jedes Einzelnen sind Geschenke von Gott. Gemeinsam erarbeiteten die Konfirmanden, dass nur so das Leben in Gemeinschaft möglich ist und was zu tun ist, um sich ein gutes Zusammenleben zu erhalten.

In diesem Zusammenhang beschäftigten sie sich einen halben Tag lang zusammen mit Diplom-Pädagoge Christian Caselitz vom Diakonischen Werk mit dem Problem der Mediensucht, ihrer Entstehung und ihren Folgen. Mit jeweils einer von den Teamern gestalteten Andacht mit Gesang, Gebet und Aktionen wurde jeder Tag begonnen und beendet. Im Workshop „Und was ist mit den Dinos?“ konnten alle Jugendlichen die sieben Tage der Erschaffung der Welt darstellen. Blaue Tücher symbolisierten das Wasser, Sand die Erde. Aus Pappkarton entstanden die Himmelskörper, und aus farbiger Knete formten die Konfirmanden alle Arten von Tieren. So anschaulich und einprägsam diese biblische Geschichte der Erschaffung der Welt auch ist – wie können wir sie im Zusammenhang mit wissenschaftlichen Erkenntnissen und Theorien, wie dem Urknall und der Evolution heute noch ernst nehmen? Ist sie nur ein Märchen für Kinder oder eine veraltete Weltanschauung?, fragten sich die Teilnehmer. Vielleicht geht es gar nicht um ein Gegeneinander von Religion und Wissenschaft. Während die Wissenschaft mehr nach dem „wie“ und dem „was“ fragt, geht es der biblischen Theologie vor allem um die Frage nach dem Sinn, dem „Warum“.

Gottes Schöpfung war auch Thema einer Exkursion in den Wald. Dort erlebten die Jugendlichen Natur, Entstehung und Vergehen hautnah an jungen Baumtrieben und abgestorbenen Buchen. Wie ein Baum arbeitet, stellten sie als lebendiges Standbild dar. Die zahlreichen Funktionen des Waldes kamen als kleine, selbst ausgedachte Theaterstücke zur Aufführung.

Auch in den vier anderen Workshops konnten die Konfirmanden die Bedeutung von Glauben und Nächstenliebe erarbeiten. In Rollenspielen erlebten sie das Gefühl, ein Außenseiter zu sein. Im Rollstuhl machten sie die Erfahrung, wie schwer das Leben für Menschen mit Behinderungen ist.

Dass uns biblische Psalmen heute noch etwas sagen können, wurde den Jugendlichen in einem anderen Workshop deutlich. An anderer Stelle wurde nach der Antwort auf die Frage gesucht, was nach dem Tod kommt. Die christliche Hoffnung auf Auferstehung stand dabei im Zentrum, aber auch in Konkurrenz zu anderen Vorstellungen.

Nach den Arbeitsphasen genossen die Jugendlichen die vielen unterschiedlichen Spiele. Neue Freundschaften wurden geschlossen, und die Gruppe wuchs sichtbar zusammen. Diese entstandene Gemeinschaft wurde am letzten Tag mit einem gemeinsamen Abendmahl und in Form eines von allen gestalteten bunten Abends gefeiert.

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