Konzept für die Zeit nach Corona

FDP-Fraktion in Lemförde will Schwimmkurse im Freizeitbad Hüde nachholen lassen

Glasfront des  Freizeitbad Hüde
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Keine Kinderschwimmkurse im Freizeitbad Hüde: Dieser Zustand hält coronabedingt schon seit einem Jahr an. Die FDP-Fraktion wünscht sich, dass sie wenigstens zum Teil nachgeholt werden, sobald dies möglich ist.

Die FDP-Fraktion im Rat der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ wünscht sich, dass die wegen Corona ausgefallenen Schwimmkurse für Kinder nachgeholt werden, sobald das möglich ist. Ein entsprechendes Konzept sollen Freizeitbad-Team und Verwaltung erarbeiten.

Lemförde – Schwimmen ist nicht nur Freizeitvergnügen oder Sport – die Fähigkeit, sich über Wasser halten zu können, kann lebenswichtig sein. Doch viele Kinder haben diese Fähigkeit heutzutage nicht mehr. Die Corona-Pandemie mit geschlossenen Schwimmbädern und ausgefallenen Schwimmkursen hat diese Situation weiter verschärft. Die FDP-Fraktion im Rat der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ möchte dem mit zusätzlichen Schwimmkursen entgegenwirken, sobald dies möglich ist, und hat einen entsprechenden Antrag an die Verwaltung gerichtet.

Die FDP-Fraktion fordert die Verwaltung in ihrem Antrag auf, gemeinsam mit dem Team des Freizeitbads Dümmer in Hüde zeitnah eine Konzeption zu erarbeiten, die sicherstellt, dass die ausgefallenen Kinderschwimmkurse nachgeholt werden. Aufgrund der Corona-Pandemie habe es seit über einem Jahr keine Kinderschwimmkurse mehr im Freizeitbad gegeben, so die FDP. „Es ist zu befürchten, dass die Anzahl der Nichtschwimmer weiterhin steigt. Die damit einhergehenden Gefahren sind bekannt.“

Das Team des Freizeitbads soll nach dem Wunsch der Liberalen mit der Verwaltung ein Konzept entwickeln, damit beim Öffnen des Bades die ersten Schwimmkurse sofort wieder starten können.

Bis zur Corona-Pandemie hatten die Mitarbeiter des Freizeitbads kontinuierlich zwei parallele Schwimmkurse mit je 15 Einheiten angeboten, in denen jeweils zwölf Kinder Platz fanden. Pro Jahr lernen dort normalerweise etwa 100 Kinder das Schwimmen. Laut Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe ist die Nachfrage groß, es gebe Wartelisten für die Kurse.

Zum Angebot des Freizeitbads käme der Schwimmunterricht in der dritten Klasse der Grundschule und in der Von-Sanden-Oberschule hinzu, erinnert Scheibe. Auch Vereine wie der FC Oppenwehe böten dort Schwimmkurse an.

Die FDP-Fraktion schlägt vor, in den Sommer-, Herbst- und Weihnachtsferien sowie an Wochenenden zusätzliche Schwimmkurse möglich zu machen und externe Schwimmlehrer hinzuzuholen, die ebenfalls Kurse geben könnten.

„Das Freizeitbad prüft, ob nach Wiedereröffnung und Aufnahme des Normalbetriebs die Anzahl der Kurse dadurch erweitert werden kann, dass Zusatztermine in den Ferien oder an Wochenenden angeboten werden. So soll wenigstens ein Teil der ausgefallenen Kurse nachgeholt werden“, erklärte Rüdiger Scheibe auf Nachfrage. Eventuell sei dieses Angebot jedoch nur möglich, wenn externe Anbieter zur Verfügung stehen.

Darüber, wie weiter zu verfahren ist, soll der Samtgemeindeausschuss in seiner nächsten Sitzung im Mai beraten. Zu einem Zeitplan für eine mögliche Umsetzung konnte Scheibe mit Hinweis auf die Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie noch nichts sagen. „Wir werden erst in großem Stil etwas machen können, wenn das Freizeitbad wie vor der Pandemie zur Verfügung steht und die Beschränkungen aufgehoben sind.“ Zudem gibt er zu bedenken, dass das Freizeitbad von Mitte August bis Mitte Oktober wegen umfangreicher Sanierungsarbeiten geschlossen ist.

59 Prozent keine sicheren Schwimmer

Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Deutsche Schwimm-Verband beklagen schon seit Jahren die steigende Zahl der Nichtschwimmer. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DLRG aus dem Jahr 2017 waren schon vor der Corona-Pandemie 59 Prozent der Zehnjährigen keine sicheren Schwimmer. Als sicherer Schwimmer gilt, wer die Disziplinen des Jugendschwimmabzeichens in Bronze (Freischwimmer) erfüllt. Die Gründe für diese Entwicklung sieht die DLRG zum einen im familiären und schulischen Bereich, aber auch Bäderschließungen spielten eine Rolle.

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