Kreiskommission am Dümmer zu Gast

„Unser Dorf hat Zukunft“: Per Fahrrad durch Hüde

Kein Sonntagsausflug von Dümmer-Besuchern, sondern die Bereisung der Jury des Kreiswettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ in Hüde auf dem Deich. Und das ging per Rad am See entlang und durch den Ort. Heike Hannker (vorne) übernahm die Reiseleitung.

Hüde - Was Hüde am Dümmer als Ort zu bieten hat, auf was es stolz ist und welche Pläne es für die Zukunft hat, das und viele weitere Informationen zum Ort in der Samtgemeinde „Altes Amt Lemförde“ und am zweitgrößten Binnensee Niedersachsens gelegen, erfuhr die 14-köpfige Bewertungskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ Dienstagmorgen.

Wähnten sich die Juroren noch im Bus, wie bei einer komfortablen Stadtrundfahrt, setzte die Arbeitsgruppe sie ab der zweiten Station am Hafen der Seglervereinigung Hüde auf organisierte Fahrräder. Wer genau hingehört hatte, ahnte es bereits, als stellvertretender Bürgermeister Bruno Matzke die Gäste im Bus begrüßte: „Wir werden Hüde gemeinsam durchradeln, unsere Reiseleiterin ist Heike Hannker.“ Matzke betonte, dass Hüde sich spät zu der Wettbewerbsteilnahme entschlossen hatte und deshalb auf das Ergebnis der Organisation der Bereisung, der Präsentation und dem Start zur Entwicklung eines Leitbildes für den Ort stolz sei.

Beim Kreiswettbewerb 2017 „Unser Dorf hat Zukunft“ nehmen am Hauptwettbewerb neun Dörfer und am Sonderwettbewerb für Bauerschaften und Weiler zwei Dörfer teil. Erstmals reiste ein Filmteam des Kreismedienzentrums in Zusammenarbeit mit dem Landkreis Diepholz mit.

Um den Ort in allen seinen Facetten, seinen Charakter zu präsentieren, war die Fahrt per Rad sinnvoll gewählt. Denn die Route führte vom Ortseingang von Hüde, des Ortsteiles Sandbrink (noch per Bus), zur Seglervereinigung am Dümmerdeich, weiter per Rad über den Deich zur legendären Bar dü Mar, am Netzsegen und einem der drei Storchennester vorbei Richtung Kulturscheune und Café Landlust der Familie Hage. Weiter zum Beispiel für Ferienwohnung unter Reetdach bei Barrierefreiheit von Angelika Lüters, zum Nahversorger Hofladen Möller durch den alten Fischerdorfkern, um dann in Richtung Deichgrundstück von Gerlinde Buddrick und ihrem Skulpturengarten Dümmer See zu kommen, und die Seele baumeln zu lassen.

 „Ein Hektar Kunst, Kultur und Natur, das möchte ich jedes Jahr erneut vorhalten“, beschrieb es die Künstlerin. Der kurze Weg durch den Garten zum Nachbarn, mit den wohl ältesten Häusern von Hüde aus der Renaissance im Stil von Fischerkaten mit schützenden Reetdachwalmen. Die gerade fertiggestellten Ferienhäuser „Dümmer Living“ der Familie Klein. Ein Blick ins Innere ließ die Bewerter verstummen. „Mit dem Ensemble möchten wir unseren Beitrag zum Tourismus in Hüde leisten“, erläuterte Besitzer Christian Klein.

Doch die Uhr lief: Der Bereisungsplan sah eine Gesamtzeit von 90 Minuten vor. Letzte Station war das „Hüder Dorfhaus“. Dort präsentierten sich die Vereine und Kirche an Stellwänden, Pläne und Zeichnungen zur Dorfentwicklung ergänzten die von den Arbeitsgruppen erstellte Dorfbroschüre mit Titel: „Dein Dorf Hüde – Ankommen und Wohlfühlen“. Denn neben der Bereisung setzt der Wettbewerb darauf, dass Dörfer ihre Entwicklungsmöglichkeiten erkennen und die Dorfbewohner gemeinsam Zukunftsstrategien entwickeln. Dorfleben, Dorfentwicklung, das Dorf in der Landschaft, Wirtschaft, Soziales und kulturelles Leben, dörfliches Grün und bauliche Gestaltung spielen dabei eine zentrale Rolle.

Hüde zeigte mit seinen exemplarischen Stationen Alleinstellungsmerkmale, Reaktionen auf Strukturwandel mit Finden von wirtschaftlichen Nischen und den Zusammenhalt der Bürger. 

sbb

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