Woll- und Genussfest lockt Hunderte Besucher zum Dümmer-Museum

Fachsimpeln, stricken, schauen und genießen

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Helma und Wolfgang Lange aus Aschaffenburg schauten Horst Sieben gerne beim Weben zu.

Lembruch - „Stricken oder Filzen kann ich zwar nicht, aber ich schaue mir gerne die wärmenden mollig-wolligen Sachen an“, sagte eine Besucherin des Woll-und Genussfestes am Dümmer-Museum und schaute lustvoll einem der Handweber über die Schulter.

Horst Sieben war einer der annähernd 20 Aussteller, die das Fest zu einem besonderen Erlebnis werden ließen. Webmeister Horst Sieben und seine Frau Doris betreiben in Rehburg-Loccum ein kleines Web- und Textilmuseum indem sie den Verarbeitungsweg vom Rohmaterial bis hin zum fertigen Stoff zeigen. An zwei Webstühlen demonstrierte das Ehepaar nun im Dümmer-Museum die Produktion von der Flachsfaser oder Schafwolle bis hin zum fertigen Leinen- oder Wollstoff. Gleichermaßen führte Hand-Webmeisterin Christel Gröschel in die Kunst des Webens an einem mehr als 250 Jahre alten Webstuhl ein.

Sowieso wurde auf dem ganzen Gelände vor und im Dümmer-Museum gefachsimpelt, gestrickt, geschaut und genossen. Altes Handwerk demonstrierte die „Kunterbunte Wollspinnerey“ aus Dielingen. Sabine Jordan und Sabine Adams zeigten am Spinnrad, wie aus geschorener Wolle ein Faden entsteht. Gleich nebenan gab es das fertige Produkt Wolle zu erwerben sowie Wolliges in gefilzter und gestrickter Form.

„Schafhaltung gehört zu unserer Region“, sagt Sabine Hacke, Leiterin des Dümmer-Museums in Lembruch, die seit 2005 mit ihrem Team alle zwei Jahre zum Woll- und Genusstag einlädt. Regionale Spezialitäten gehörten genauso dazu wie die Arbeiten hiesiger Kunsthandwerker.

Feine Töpfer- und Keramikwaren, Handgefertigtes aus Holz, Stoffe, alte Wäsche und vieles mehr rundeten das kunsthandwerkliche Angebot ab. Damit niemand hungrig oder durstig das Woll- und Genussfest verlassen musste, gab es viele Köstlichkeiten aus regionaler Produktion. Sei es Marmelade, Käse oder Wurst aus heimischer Manufaktur als auch gegrillte Lammbratwurst von der Schäferei vom Dümmer-Biohof Michael Seel.

Der hatte nebenher auch einige Schafe mitgebracht, die sich gutmütig, besonders von den jüngsten Besuchern streicheln ließen und Töpferin Kathinka Luckmann aus Sundern bot einen kleinen Töpferkurs für Jung und Alt an.

Handwebmeisterin Christel Gröschel ist noch bis Sonntag, 17. September täglich im Dümmer-Museum und weiht Interessierte gerne in die Kunst des Webens ein. hm

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