Uferschnepfen werden markiert

Erfolgskontrolle mit Ringen und Sendern

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Uferschnepfen werden am Dümmer mit Ringen und Sendern versehen. 

Hüde - Die Mitarbeiter der Naturschutzstation Dümmer des „NLWKN“ (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) erledigen derzeit eine schwierige Mission: „Wir sind dabei, die Jungvögel der diesjährigen Uferschnepfenbrut zu beringen. Für den Erfolg ist es wichtig, dass wir die Tiere im Alter zwischen 10 und 18 Tagen erwischen, da sie in dieser Zeitspanne nicht mehr zu klein, aber auch noch nicht flügge sind“, erläutert Projektleiter Heinrich Belting.

Um die gut getarnten Küken im Gelände des Ochsenmoores aufzuspüren, sind die Naturschützer bereits am frühen Morgen mit Wärmebildkameras unterwegs, da sich zu dieser Stunde die Körpertemperatur der Vögel noch vom kühlen Boden abhebt.

Die Farbkombination der Ringe dient der individuellen Kenntlichmachung der Tiere“, betont Dr. Johannes Melter, der die Uferschnepfen-Küken beringt hat. Sie hilft dabei, die einzelnen Tiere künftig wiederzuerkennen, um Informationen über Alter, Bruterfolg und Überlebensrate der ausgewachsenen Uferschnepfen sowie zur Ein- und Auswanderungsrate im Dümmergebiet zu erhalten.

„Um das Verhalten der Wiesenvögel besser zu verstehen, werden Uferschnepfenküken am Dümmer im Rahmen des „EU-LIFE“-Projektes „Wiesenvögel“ auch mit winzigen Sendern versehen, um Bewegungsprofile zu erstellen beziehungsweise im Falle eines Todfundes auch Rückschlüsse auf die Todesursache ziehen zu können. Gefahren drohen den Wiesenvögeln insbesondere durch ungünstige Witterungsverhältnisse, früh gemähte Flächen oder Fressfeinde wie Fuchs und Iltis. „Wenn sie es jedoch schaffen, genügend Jungvögel aufzuziehen und die in andere Gebiete abwandern, ist ein wichtiges Ziel erreicht: Ein Gebiet dient dann als so genannte Quellpopulation und kann helfen, Uferschnepfenbestände in weniger erfolgreich besiedelten Regionen aufzubauen oder zu sichern“, beschreibt Heinrich Belting das Ziel der Anstrengungen.

In dem auf neun Jahre angelegten „LIFE“-Projekt werden bis 2020 die Kernflächen des niedersächsischen Wiesenvogelschutzes gesichert. Diese Flächen liegen vor allem in den Landkreisen Wesermarsch, Leer, Aurich, Emsland, Cloppenburg, Vechta, den kreisfreien Städten Emden und Oldenburg sowie an der Unterelbe in Cuxhaven und Stade. Getragen wird das Projekt zu 60 Prozent von der Europäischen Union und zu 40 Prozent vom Land Niedersachsen. Auch der Landkreis Leer und die Naturschutzstiftung des Landkreises Emsland beteiligen sich finanziell.

www.wiesenvoegel-life.de

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