Marco Lampe zum bevorstehenden Ereignis

Brockumer Großmarkt: „Einzäunung und Entsorgung werden verbessert“

Brockums Bürgermeister Lampe ist mit den Vorbereitungen für den Großmarkt sehr zufrieden und kündigt einige Neuerungen und Veränderungen an. - Foto: Scheland

Brockum - Von Gerhard Scheland. Der Brockumer Bürgermeister Marco Lampe (40) und sein zehnköpfiges Ratsteam stehen vor einer jedes Jahr wiederkehrenden Herausforderung: Von Samstag bis Dienstag, 28. bis 31. Oktober, steht die kleine Ortschaft im südlichsten Zipfel des Landkreises Diepholz wieder ganz im Zeichen des Brockumer Großmarktes, der nachweislich mindestens 459. Auflage. Schon seit Wochen laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren.

Vermutlich stehen schon jetzt mehr als 200 000 Besucher in den Startlöchern, um Ende Oktober die Besonderheiten und den unverkennbaren Reiz des bedeutenden Volksfestes in der geschichts-trächtigen Ortschaft hautnah mitzuerleben.

Der Großmarkt an sich, insbesondere aber der aktuelle Planungsstand, durchgeführte Strukturveränderungen und Neuerungen bei der Beschickung sowie die Integration der zwei neuen Ratsmitglieder Andro Schmalge und Michael Komnick sind Gründe genug, um dem Brockumer Bürgermeister ein paar Fragen zur bevorstehenden „fünften Jahreszeit“ zu stellen.

Herr Lampe, die beiden „Neuen“ im Rat haben ja schon vor ihrer Verpflichtung im vergangenen Jahr einen Großteil der Vorbereitungsphase des 458. Großmarktes miterlebt. Waren Schmalge und Komnick überrascht über die vielfältigen Aufgaben, die der Marktausschuss jedes Jahr stemmen muss?

Marco Lampe: Das könnte das neue Duo sicher besser beantworten als ich. Wir haben vor der Kommunalwahl im vergangenen Jahr versucht, allen Kandidaten ein Bild von der Arbeit im Rat und besonders bei unserem Großmarkt zu vermitteln. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die übertragenen Aufgaben dann trotzdem etwas umfangreicher sind als man das erwartet. Andro Schmalge und Michael Komnick üben die Aufgaben, wie alle anderen auch, mit großem Einsatz und großer Freude aus.

Die 2015 erstmals präsentierte Tierschau hat gute Chancen, ein fester Bestandteil des Großmarktes zu werden. Auf dem Wege zur Optimierung waren 2016 schon erste Veränderungen unübersehbar. Ist für die 459. Auflage des Marktes weiter an der Tierpräsentation gefeilt worden und wird wieder ein prominenter Ehrengast in der Tierschau erwartet?

Lampe: Wir sind mit dem bisher erreichten Stand unseres jüngsten Teilbereiches sehr zufrieden. Die Phantasie unserer Partner von der Bayern-Genetik ist noch lange nicht erschöpft. Aber wir werden erstmal das Erreichte pflegen und uns etwas Zeit nehmen, bevor wir weitere Schritte unternehmen. Neben dem Team von Martin Seidel und den weiteren Partnern der Tierschau wird auch in diesem Jahr Carmen Hanken an allen vier Tagen auf dem Marktgelände anzutreffen sein.

Seit dem vergangenen Jahr wird „Das Festzelt“, das frühere Bayernzelt, von der Familie Brügging aus dem emsländischen Werlte bewirtschaftet. Wie ist die Zusammenarbeit mit den Event-Profis angelaufen, wie haben die Besucher das auf den ersten Blick ungewohnte Zwei-Zelte-Konzept angenommen und welche Programmschwerpunkte gibt es dieses Jahr?

Lampe: Aus unserer Sicht ist der Betreiberwechsel problemlos gelungen. Das geänderte Konzept wird sich nach Aussagen der Familie Brügging bereits in diesem Jahr bewähren. Im Übrigen hat sich ja nicht nur die Optik des Zeltaufbaus verändert, sondern auch die Maßeinheit der Getränke. Daran haben sich die Besucher ganz sicher schon bei der Brügging-Premiere im vergangenen Jahr gewöhnt. Im umfangreichen Programm für dieses Jahr findet man klangvolle Namen wie „Die Toten Ärzte“ oder „Die Schlagermafia“. Deshalb bin ich der Meinung, dass jeder Besucher die für ihn passende Musikrichtung findet.

Die Gemeinde ist permanent bestrebt, das Marktgelände infrastrukturell den ständig steigenden Anforderungen anzupassen. Welche Verbesserungsmaßnahmen hat es in den vergangenen Wochen und Monaten gegeben beziehungsweise sind noch geplant?

Lampe: Wir haben uns in diesem Jahr bei den Infrastrukturmaßnahmen sehr viel Gedanken gemacht und die Schwerpunkte bei der Einzäunung und der Entsorgung gesetzt. Im Bereich der Landmaschinenausstellung und der Gewerbeschau haben wir die bisherige Einzäunung durch einen Bauzaun ersetzt. Der steht zwischen den Märkten nicht auf dem Gelände und erleichtert uns dadurch die ganzjährige Pflege des Markplatzes. Bei der Entsorgung haben wir insbesondere an unsere männlichen Besucher gedacht und an vier Stellen zusätzliche Urinale errichtet, die beim „Recyceln“ der Getränke helfen sollen.

In diesem Jahr gibt es eine besondere Konstellation beim Ablauf der vier Brockumer Markttage. Der finale Viehmarkt-Dienstag fällt mit dem zum Feiertag erkorenen bundesweiten Reformationsjubiläum zusammen, und am Mittwoch, 1. November, steht im benachbarten Nordrhein-Westfalen mit Allerheiligen ein weiterer Feiertag im Kalender. Erwarten Sie dadurch ein verändertes Besucherverhalten oder gehen Sie am letzten Markttag von einem noch größeren Besucherandrang als in den Vorjahren aus? Hat die besondere Konstellation auch Einfluss auf das Abbaugeschehen?

Lampe: Mit der vermutlich auf lange Zeit einmaligen Konstellation können wir gut leben. Es wäre aber ja auch möglich, dass in 41 Jahren anlässlich des 500. Brockumer Großmarktes entschieden wird, erneut am Viehmarkt-Dienstag einen bundesweiten Feiertag auszurufen. Da kann ich hier und jetzt ja nicht von einer Überforderung sprechen. Ob die Besucher ihr Marktverhalten anpassen, werden wir sehen. Ich gehe davon aus, dass wir am Dienstag mit einem leicht gesteigerten Besucheraufkommen rechnen können. Darauf werden wir uns bestmöglich vorbereiten. Der Abbau stellt die westfälischen Aussteller an ihrem Feiertag teilweise vor kleinere Probleme. Die Konstellation haben wir aber im Vergleich zur vorher geschilderten nicht zum ersten Mal.

www.brockumer-grossmarkt.de

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