Einweihung des grundlegend sanierten Entenfangs in Lembruch am Sonnabend, 27. Juni

Abgepumpt, entschlammt, stabilisiert

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„Das Wasser ist wieder ganz klar nach der Sanierung“, freut sich Hermann Dannhus, Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsvereins Lembruch. Rechts der Drahtkäfig, der im Zuge der Maßnahme aufgestellt wurde.

Lembruch - Der Teich ist entschlammt, die Insel darin stabilisiert und erneuert, der Rundweg neu gepflastert, ein feudaler Fangkasten errichtet. Die Einweihung kann kommen. Gefeiert werden soll die grundlegende Sanierung und Restaurierung des Entenfangs in Lembruch am Sonnabend, 27. Juni.

„Der Heimat- und Verschönerungsverein Lembruch hat allein rund 2000 freiwillige Arbeitsstunden investiert“, verdeutlichte gestern dessen Vorsitzender Hermann Dannhus. Vor der Sanierung wurde das Wasser abgepumt, der Teich wurde entschlammt. Bigpacks wurden mit Sand gefüllt, mit ihnen wurde die Insel neu angelegt und stabilisiert. Es wurde bewusst eine Schräge installiert, damit Tiere die Insel problemlos erreichen können. Genügend Grundwasser ist auch vorhanden, so dass sich der Teich allmächlich wieder von selbst füllte.

Der Weg rund um den Entenfang wurde neu gepflastert. Dazu mussten die alten Steine aufgenommen werden. Sie wurden wieder verwendet. „Dadurch konnten wir Geld einsparen“, sagte Dannhus. Damit die alten Steine reichten, wurde der Weg etwas schmaler angelegt. Er ist nunmehr auf der gesamten Länge von 500 Metern wieder stolperfrei zu begehen.

Bei der Sanierung des Entenfangs zogen finanziell an einem Strang der Landkreis, die Samtgemeinde, die Gemeinde, der Verschönerungsverein sowie etliche Sponsoren.

Die Anlage in Lembruch entstand in den 1850er Jahren durch den Jagd- und Rittmeister Götker. Sie diente ursprünglich zum Fangen von Enten. Der Entenfang hat eine Größe von etwa 55 mal 70 Metern mit einer Insel von rund 35 Quadratmetern. Der dichte Eichenbestand wurde im 19. und 20. Jahrhundert gepflanzt.

Heute ist die Anlage der letzte öffentlich zugängliche Entenfang. Es hat bis zu neun Anlagen am Dümmer gegeben. Der Fanggraben für die Enten ist nur noch im Ansatz erhalten. Bei der 2014 durch den Heimat- und Verschönerungsverein Lembruch durchgeführten Sanierung hat er einen Drahtkäfig erhalten, der die ursprüngliche Fangmethode verdeutlicht. Die Enten wurden in die Fangarme gelockt und konnten wegen der Abdeckungen nach oben und zur Seite nicht mehr entkommen.

Nach wechselvollen gestalterischen Eingriffen in die Anlage grenzen heute die örtliche Bebauung und das Dümmer-Museum an den Entenfang an. Der Heimat- und Verschönerungsverein Lembruch sorgt noch bis zum Jahr 2063 für seine Erhaltung und Pflege auf der Grundlage eines Erbpachtvertrages.

„Einen Pachtzins brauchen wir nicht entrichten, dafür müssen wir aber die Pflege gewährleisten“, verdeutlichte Vorsitzender Dannhus gestern.

hwb

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